Zuversichtliche Töne beim Sommerfest in Schmolte / Thema: Krankenhaus

FDP gibt sich kämpferisch: „Tot waren wir nie“

Friedhelm Holtmann sorgte für musikalische Unterhaltung.
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Friedhelm Holtmann sorgte für musikalische Unterhaltung.

Schmolte - Von Thomas Speckmann. Das Sommerfest des FDP-Ortsverbands Samtgemeinde Barnstorf hat Tradition. Einmal im Jahr treffen sich die Liberalen, um bei einem Grillabend über die kleine und große Politik zu plaudern. Um die Gemeinde Drentwede wurde bislang ein großer Bogen gemacht. Das sollte sich am Mittwochabend ändern. Die Veranstaltung fand im beschaulichen Schmolte statt, wo das Ehepaar Wilhelm und Anne Dieke sein idyllisch gelegenes Anwesen zur Verfügung stellte.

„Es wird Zeit, dass wir Drentwede ein bisschen aufmischen“, erklärte Ortsverbandsvorsitzender Reinhard Börger augenzwinkernd. In dem lockeren Spruch steckte schon etwas Ernsthaftigkeit, denn der Begriff „Aufmischen“ lag gar nicht so fern. In politischer Hinsicht gaben sich die aus dem Bundestag „verbannten“ Liberalen durchaus kämpferisch. Hoffnung machten ihnen vor allem die jüngsten Wahlerfolge in Bremen und Hamburg.

Der Liberalismus sei alles andere als überflüssig in der Gesellschaft, unterstrich Börger. Er glaube an eine bessere Zukunft für seine Partei: „Tot waren wir nie, besonders nicht in der Samtgemeinde und ihrem Ortsverband.“ Geschlossen und leidenschaftlich, so wolle die FDP bei der Kommunalwahl 2016 antreten, um mit motivierten Kandidaten ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Barnstorfs Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, gern gesehener Gast beim Sommerfest, konnte die Kommunalpolitiker nur dazu ermuntern, sich um Nachwuchs für die Räte zu bemühen. „Wir brauchen jugendlichen Elan, aber auch Erfahrung“, sagte Lübbers. Er nutzte sein Grußwort, um die baulichen Aktivitäten in der Samtgemeinde hervorzuheben. Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei groß, neue Gebiete würden ausgewiesen und die Innenverdichtung voran getrieben.

Die große Politik nahm sich der ehemalige Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz zur Brust. Er unternahm einen kurzen Ausflug nach Griechenland („Das dritte Hilfspaket ist nicht das Ende der Fahnenstange“) und legte dann einen längeren Zwischenstopp in Hannover ein. An der derzeitigen Landesregierung ließ der frühere FDP-Abgeordnete kein gutes Haar. Er kritisierte insbesondere die Arbeit von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt („Der Bildungsbereich ist ein Horrorszenario. Es wird zu viel am grünen Tisch entschieden“).

Zum Abschluss seiner politischen Rundreise ließ sich Schwarz im Kreistag nieder. Aktuelles Thema: Krankenhaus. Das Kreistagsmitglied kritisierte die Entscheidungsabläufe der vergangenen Monate. Immer wieder seien neue Vorlagen auf den Tisch gekommen. Doch welche Vor- und Nachteile die einzelnen Klinik-Standorte im Landkreis hätten, sei im Detail nicht geprüft worden. Mit Blick auf den erteilten Arbeitsauftrag an die Alexianer als Mehrheitsgesellschafter zeigte sich der Diepholzer überzeugt: „Da ist längst noch nicht das letzte Wort gesprochen.“

Das Thema Krankenhaus kam im Laufe des Abends immer wieder zur Sprache. In lockerer Runde saßen die fast 50 Besucher zusammen. Neben Leckereien vom Grill und frisch gezapftem Bier gab es musikalische Unterhaltung. Friedhelm Holtmann spielte auf seinem Akkordeon. Das gefiel auch Bürgermeister Theo Amelung, der als CDU-Mann keine Berührungsängste mit der FDP hatte und schon auf die nächste Kommunalwahl schielte: „Wir müssen ja demnächst zusammenarbeiten.“

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