Zahl der gewerblichen Aussteller rückläufig / „Weiter Gedanken machen“

Letzte Gewerbeschau auf Barnstorfer Krammarkt?

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Wirtschaftsförderer Thorsten Kuhlmann steckt in den Vorbereitungen für den Krammarkt.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Dass sich heimische Betriebe und Geschäftsleute präsentieren, ihre Leistungen und Waren einer breiten Öffentlichkeit vorstellen, hat Tradition auf dem Barnstorfer Krammarkt. Doch die Resonanz bei Ausstellern und Besuchern lässt schon seit einigen Jahren zu wünschen übrig. Im Marktausschuss wird intensiv über eine neue Ausrichtung diskutiert. Dabei wird auch ein Abschied von der Gewerbeschau nicht mehr ausgeschlossen. Gut möglich, dass dieses Herzstück bei der 241. Auflage des Krammarktes ein letztes Mal schlägt.

Vom Titel „Gewerbeschau“ werden sich die Marktmacher bereits in diesem Jahr verabschieden, wie Wirtschaftsförderer Thorsten Kuhlmann im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. „Schaufenster Barnstorf“ lautet das neue Motto der Ausstellung, die während des Krammarktes vom 4. bis 6. September geboten wird. Dieses Schaufenster wird nicht nur mit gewerblichen Anbietern bestückt, sondern bietet vor allem auch Platz für heimische Vereine und Institutionen.

„Wir müssen etwas machen, um mehr Frequenz ins Zelt zu bekommen“, sagt Kuhlmann, der vor vier Jahren die Organisation der Gewerbeschau von der Barnstorfer Fördergemeinschaft übernommen hat. Offenbar kein leichtes Amt, denn die Akquise von Ausstellern gestaltet sich zunehmend schwierig. Ein Argument, das der Wirtschaftsförderer bei Absagen von potenziellen Standbetreibern immer wieder zu hören bekommt, ist der hohe Personalaufwand.

Insbesondere heimische Geschäftsleute überlegen sich zweimal, ob sie einen Stand im Gewerbezelt betreuen, wenn gleichzeitig ein verkaufsoffener Sonntag in Barnstorf stattfindet. Für einige Unternehmer sei das schon ein Grund, auf die Gewerbeschau zu verzichten, weiß Kuhlmann. Verurteilen will er die Initiative der Fördergemeinschaft deswegen aber nicht, denn er weiß, dass die geöffneten Läden auch Menschen in den Ort locken und damit das Marktgeschehen bereichern.

Nach Angaben des Organisators liegen aktuell 32 Anmeldungen für das Zelt und den Außenbereich vor. Der überwiegende Teil der Aussteller stammt aus Barnstorf und Umgebung. Ein Blick in die Liste macht jedoch auf Anhieb deutlich: Die Zahl der Gewerbetreibenden ist überschaubar. Viele Unternehmen, die noch vor Jahren auf der Schau vertreten waren, haben sich zurückgezogen.

Im Kommen sind die Vereine. Heimatverein und Deutsches Rotes Kreuz haben sich schon früher im Gewerbezelt präsentiert. Nun ziehen Singekreis, Förderverein „Junges Drentwede“ und TSV Cornau nach. Auch der „Treffpunkt Kultur“ und das Lokale Bündnis für Familie präsentieren sich im „Schaufenster Barnstorf“.

An der Zeltgröße von 1000 Quadratmetern ändert sich gegenüber dem Vorjahr nicht viel, berichtet der Organisator. Die Ausstellung findet im Hauptzelt statt. In einem Vorzelt wird der gastronomische Bereich angesiedelt. Hier können die Besucher auch verweilen, wenn die Pforten des „Schaufensters“ schon geschlossen sind. Die Eröffnung des Marktes geht im Saal des Hotels Roshop über die Bühne.

Das Konzept für die Zukunft ist es vermutlich nicht, was Anfang September umgesetzt wird. Es scheint mehr eine Übergangslösung zu sein. „Man muss sich weiter Gedanken machen“, sagt Kuhlmann. Den Abschied von der Gewerbeschau, sprich den Bruch einer großen Tradition im Flecken Barnstorf, will der Gemeindevertreter (noch) nicht in den Mund nehmen. Aber er lässt durchblicken, dass es im Marktausschuss Ideen für eine neue Ausrichtung des Volksfestes gibt, die zurzeit geprüft würden.

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