Wollcafé besteht seit fünf Jahren / Gegenseitige Hilfe bei Handarbeit

Zwei Nachmittage im Monat klappern die Stricknadeln

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In geselliger Runde wurde der fünfte Geburtstag des Wollcafés gefeiert (stehend, v.l.): Hildegard Platter, Waldtraud Schmidt, Elfriede Klasing, Renate Lange, Waltraud Zado und Ursula Kolanoski sowie (sitzend, v.l.) Siegrid Rieger, Christa Hildebrand, Anita Müller, Erika Fulle, Vera Pyttlik, Martina Stolle und Monika Bagge. Es fehlten Margot Diels und Gabi Volmershaus.

Barnstorf - Zweimal im Monat klappern im Mehrgenerationenhaus in Barnstorf die Stricknadeln. In lockerer Runde hocken ein gutes Dutzend Frauen des Wollcafés zusammen, um gemeinsam zu handarbeiten. Bei ihrer jüngsten Zusammenkunft hat die Gruppe allerdings eine Ausnahme gemacht. Nadeln und Wolle wurden beiseite gelegt. Die Teilnehmer gönnten sich eine schöpferische Pause und feierten den fünften Geburtstag der Gemeinschaft.

Bei einer gemütlichen Kaffeetafel in Anne´s Bauerngarten in Rüssen wurde viel geklönt und gelacht. „Wir sind eine lustige Runde“, bestätigten die Frauen um ihre Gruppenleiterin Renate Lange. Diese hatte das Wollcafé vor fünf Jahren ins Leben gerufen. „Ich habe damals gesehen, dass es so etwas in Diepholz gibt und mir gedacht: Das können wir in Barnstorf auch“, berichtete Lange.

In der Anfangszeit saßen die Frauen noch zu dritt oder viert zusammen, dann vergrößerte sich die Runde immer mehr. Inzwischen sind es bis zu 15 Frauen, die sich jeden zweiten und vierten Freitag im Monat für zwei Stunden im Mehrgenerationenhaus treffen. Dort haben sie Platz, um ihrem gemeinsamen Hobby zu fröhnen. Da wird gestrickt und gehäkelt, was das Zeug hält. Bei Kaffee und Kuchen kommt auch der Plausch nicht zu kurz.

Viele Teilnehmer kommen aus Barnstorf, einige nehmen sogar den Weg aus Twistringen oder Diepholz auf sich. Hildegard Platter ist mit 82 Jahren die älteste Teilnehmerin. Auch sie zieht es vor, in der Gemeinschaft zu handarbeiten anstatt allein auf dem Sofa zu werkeln. In der Runde können sich die Frauen Tipps geben oder auch Strick- und Häkelmuster austauschen. „Wir helfen uns gegenseitig. Was die eine nicht kann, kann die andere“, sagt Platter.

Mit ihrer Arbeit erfüllen die Damen sogar einen guten Zweck. Viele Schals, Strümpfe und andere Sachen sind schon auf Basaren oder in Geschäften preisgünstig verkauft worden. „Mit dem Erlös wurde in den vergangenen Jahren das Mehrgenerationenhaus mit Sachspenden unterstützt. So konnten Sonnenschirme, Grill, Gartenbank und andere Dinge mitfinanziert werden“, freut sich Lange. Anlässlich des fünften Geburtstags stifteten die Damen einen Servierwagen für das Haus.

Die Initiatorin freute sich über das Engagement ihrer fleißigen Mitstreiterinnen. Ein Dank geht zudem an die vielen Wollspendern aus Barnstorf und Umgebung. Sogar aus Österreich und der Schweiz wird das Wollcafé kostenlos mit Material beliefert.

An Ideen mangelt es in der Runde ebenfalls nicht. Die Frauen sind fleißig, nur am fünften Geburtstag, da haben sie gestreikt statt gestrickt. Sie fuhren mit der Jan-Spieker-Bahn nach Rüssen. Nach der Kaffeetafel ging es weiter zum Spargelessen ins Rasthaus Barnstorf, wo der Tag harmonisch ausklang.

Wer sich dem Wollcafé anschließen möchte, ist herzlich willkommen. Auch Männer sind zum Schnuppern und Mitmachen eingeladen. Das nächste Treffen ist am Freitag, 12. Juni, ab 14.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus. Als Ansprechpartnerin steht Renate Lange zur Verfügung (Tel. 0177/8189158).

sp

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