Mehrere Sichtungen 

Wölfe zeigen sich wieder in Barnstorf

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Im Raum Barnstorf soll ein Jäger zwei Wölfe gesichtet haben. Auch die Wolfsberater in der Region sprechen von neuen Beobachtungen.

Barnstorf - Von Matthias Niehues. Nach langer Abstinenz haben sich jetzt erstmals wieder Wölfe in der Region gezeigt.

Im Raum Barnstorf gab es nach Angaben von Wolfsberatern in den vergangenen Tagen mehrere Sichtungen der schon verschwunden geglaubten Raubtiere. 

Auch Schäfer Tino Barth aus Rüssen liegen neue Erkenntnisse vor. Seinen Angaben zufolge hat ein Jäger in der Nacht zum vergangenen Donnerstag zwei Tiere des Rudels an Barths Schafweide am Goldenstedter Hartensbergsee beobachtet. 

Nach Angaben des Schafzüchters sollen sich die beiden Wölfe in der Nähe von 40 Schafen aufgehalten haben. Die Weidetiere wurden von drei Herdenschutzhunden bewacht, weshalb es zu keinem Übergriff gekommen sei.

Ob es Nachwuchs gibt, ist nicht bekannt

Vom Goldenstedter/Barnstorfer Rudel konnten zuvor seit längerer Zeit im Moorbereich keine Spuren mehr festgestellt werden. Auch die für das Monitoring zuständige Landesjägerschaft hatte keine Erkenntnisse über den Aufenthaltsort der Tiere. Den letzten durch Wolf verursachten Nutztierriss gab es am 6. März in Cornau. Dort wurde, wie berichtet, ein hoher Zaun überklettert.

Anfang Mai werden bei Wölfen die Jungtiere geboren. Deshalb war vermutet worden, dass die Goldenstedter Wölfe ihren Aufenthaltsort veränderten. Ob die Wölfe in diesem Jahr Nachwuchs bekommen haben und wo die Wurfhöhle zu vermuten ist, können auch die Wolfsberater der Region derzeit noch nicht einschätzen. 

In diesem Jahr seien kaum Wildtierkameras zur Beobachtung aufgestellt worden, weil im vergangenen Jahr Kameras immer wieder zerstört oder entwendet worden seien.

Alle Rudel sollen mit Sendern beobachtet werden

Weiter unklar ist, wann das hiesige Rudel mit kleinen Sendern ausgestattet wird. Zwar hatte das Umweltministerium diese Maßnahme für alle Rudel angekündigt, um das Verhalten der Wölfe im Land besser beobachten zu können. 

Die konkrete Umsetzung der Maßnahme gab das Ministerium in der vergangenen Woche aber zunächst nur für die Cuxhavener Wölfe bekannt, die immer wieder durch Rinderrisse auffielen.

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