Wintershall investiert acht Millionen Euro

Neue Erdölleitung steckt voller Technik

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Ein zusätzliches Kabel wird zur Überwachung der Erdölleitung mitverlegt.

Barnstorf - An mehreren Stellen wird schon fleißig gebuddelt: Die Wintershall hat mit dem Bau einer neuen Erdölleitung in das Feld Düste begonnen. Die Leitungsbauarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Damit rüstet der international tätige Erdöl- und Erdgasproduzent den Standort Barnstorf für eine Fortsetzung der traditionellen Erdölförderung.

Laut Pressesprecher Mark Krümpel investiert das Unternehmen rund acht Millionen Euro in die zwölf Kilometer lange Leitung, die von der Erdölförderstelle „Düste 11“ bei Scharrel zum Werksgelände der Wintershall an der Rechterner Straße in Barnstorf führt. Der Bau wird mit einem Technologieprojekt kombiniert. Neben den mit Glasfasern verstärkten Kunststoffrohren, die dadurch auch besonders belastbar sind, wird ein zusätzliches Kabel zur Überwachung der Erdölleitung mitverlegt.

„Mit dieser neuen Technik können wir Erschütterungen des Bodens aufspüren, beispielsweise durch nicht bekannte Erdarbeiten“, sagt Projektleiter Andreas Kalkbrenner. Dadurch solle Schäden an der Leitung durch Fremdeinwirkung vorgebeugt werden. Die Sicherheitsvorkehrungen gingen weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Allein in diese Sicherheitsmaßnahme investiere das Unternehmen rund 375000 Euro aus dem Technologie-Budget. Dadurch sei es möglich, die Leitung 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zu überwachen.

Darüber hinaus unterstützt ein Reinigungssystem die Wartung der Leitung. Ein so genannter Scheibenmolch fährt einmal am Tag durch die Leitung und befreit die Rohre mechanisch von Ablagerungen. Damit werden auch technisch aufwendige Wartungsarbeiten entlang der Leitungstrasse minimiert. Die Leitung selbst wird in einem Meter Tiefe unter der Erde verlegt.

Theoretisch hätten im Rahmen der Erdarbeiten auch die Voraussetzungen für eine schnellere Internet-Anbindung in den betroffenen Ortsteilen geschaffen werden können. Die Kommune hatte mit einem Planungsbüro über einen möglichen Ausbau des Breitbandnetzes gesprochen. Dort wurden jedoch Probleme gesehen, wie Wirtschaftsförderer Thorsten Kuhlmann erläutert: „Im gesamten Bereich der Leitung gibt es nur zwei Kabelverzweiger, die man hätte nutzen können. Die Entfernung zur Trasse wäre einfach zu lang gewesen und damit unwirtschaftlich.“

Für die Wintershall sind die aktuellen Investitionen in den Leitungsbau und auch auf dem Werksgelände ein Bekenntnis zur heimischen Erdölförderung und zum Standort Barnstorf. „Das Erdölfeld Düste Valendis produziert bereits seit 1954 Erdöl, bislang rund 1,8 Millionen Tonnen“, berichtet Pressesprecher Krümpel. Ziel des Unternehmens sei es, in dem Erdölfeld noch weitere 30 Jahre zu fördern.

sp

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