Verwaltungsgebäude steht zum Verkauf

Wintershall Dea: „Barnstorf weiterhin wichtiger Standort“/ Interessent für 92 Büros gesucht

Zufahrt zum Verwaltungsgebäude der Wintershall Dea in Barnstorf.
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Zufahrt zum Verwaltungsgebäude der Wintershall Dea in Barnstorf.

Barnstorf – Barnstorf war mehr als 60 Jahre lang Sitz der Verwaltung von Wintershall in Deutschland. Nun will das Unternehmen eines der Verwaltungsgebäude verkaufen.

Nach dem Zusammenschluss von Wintershall und DEA und der Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Hamburg veränderte sich auch der Standort in Barnstorf.

„Um eine nachhaltige Nutzung des Bürogebäudes in der Rechterner Straße zu erreichen, will Wintershall Dea das Gebäude an interessierte Unternehmen der Region verkaufen“, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.

Eckdaten des Verwaltungsgebäudes

Mit der Vermarktung des Bürogebäudes geht Wintershall Dea jetzt den nächsten Schritt. Seit Anfang des Jahres kooperiert das Unternehmen mit einem regional tätigen Makler- und Projektentwicklungsbüro, um gemeinsam einen Käufer für die Immobilie und das rund 13 500 Quadratmeter große Grundstück in Barnstorf zu finden. Die Nutzfläche des behindertengerechten Gebäudes beträgt etwa 5 520 Quadratmeter mit 92 Büroräumen und 176 möglichen Bildschirmarbeitsplätzen. 1984 wurde das Verwaltungsgebäude letztmalig modernisiert. Der Kaufpreis betrage rund 1,49 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt.

Im zusammengeführten Unternehmen Wintershall Dea bleibe Barnstorf jedoch ein wichtiger Standort für Ausbildung und Technologie sowie die Produktion von Erdöl. Weiterhin seien in Barnstorf über 100 Mitarbeiter und Auszubildende tätig.

Wintershall Dea Standort Barnstorf

Das Labor und Bohrkernlager am früheren DEA-Standort in Wietze (Landkreis Celle) sei mittlerweile vollständig nach Barnstorf umgezogen. „Das Technology Service Center wurde zuletzt mit einem Neubau erweitert. Hier findet ein weiterer Teil des Technologiezentrums seinen Platz, das Wintershall Dea Standorte weltweit unterstützt.“ Im Barnstorfer Ausbildungszentrum bilde Wintershall Dea in einem Ausbildungsverbund Fachkräfte für die lokale Wirtschaft aus. Das Unternehmen verfüge über zwei moderne Lehrwerkstätten, die örtliche Betriebe mitnutzen, um entsprechende Ausbildungsmodule anzubieten. Im vergangenen September konnte Wintershall Dea fünf neue Auszubildende bei sich begrüßen.

Und nicht zuletzt beteilige sich Wintershall Dea an der von Barnstorfs Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers gegründeten „Allianz für Barnstorf“, um Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit Politik und Wirtschaft intelligente Lösungen für nicht mehr benötigte Bereiche auf dem Betriebsgelände zu finden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Wintershall Dea in Barnstorf

Die Gas- und Ölförderung im Norden Deutschlands bildet einen Schwerpunkt im Geschäft von Wintershall Dea. Barnstorf ist zentraler Technologie- und Ausbildungsstandort mit dem weltweiten Bohrkernlager. Die Analysen, die in dem neuen Labor durchgeführt werden, helfen den Kollegen in Deutschland, Sibirien, Norwegen oder Argentinien, die richtige Entscheidung bei der Erschließung von Gas- und Ölvorkommen zu treffen. Wintershall Dea hat sein Technologiezentrum in Barnstorf weiter ausgebaut. Herzstück ist ein Mikro-Computertomograph, mit dem sich 3D-Aufnahmen von Bohrkernen aus Erdgas- und Erdöllagerstätten erstellen lassen. Das Verfahren nennt sich Digital Rocks. 2 000 Gesteinsproben werden jedes Jahr untersucht. Im ausgebauten Bohrkernlager ist Platz für 70 000 Meter Bohrkerne aus den Forschungs- und Fördertätigkeiten von Wintershall Dea weltweit. Die technische Ausstattung des neuen Wintershall Dea-Labors in Barnstorf ist im deutschsprachigen Raum einzigartig. Insgesamt wurden 5,8 Millionen Euro in den Neubau investiert. Die Förderung in Barnstorf und Umgebung hat Tradition: Seit mehr als 65 Jahren produziert Wintershall Dea aus den Feldern Barrien, Rehden und Staffhorst Erdgas. In den Feldern Aldorf, Bockstedt, Düste und Suderbruch wird Erdöl gefördert – rund 30 000 Tonnen pro Jahr. Um die bestehende Produktion in Bockstedt langfristig beizubehalten, wurden in den vergangenen Jahren sechs neue Bohrungen abgeteuft.  Quelle:wintershalldea.de

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