Wintershall-Ballon wirbt auch für die Region / Taufe erfolgt beim Festival

Jungfernfahrt abgeblasen

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Schlechte Nachrichten: Pilot Klaus Sarinski hält Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst in Hamburg.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Mehrere hundert Zuschauer fieberten gestern Abend in Barnstorf der Jungfernfahrt des Wintershall-Ballons entgegen. Doch das geplante Luft-Spektakel wurde nach zwei Stunden Wartezeit buchstäblich abgeblasen. Zu viel Wind, meinte Pilot Klaus Sarinski. Er ging auf Nummer sicher und vertagte die Premiere des nagelneuen Himmelsstürmers, der in Zukunft für den international tätigen Erdöl- und Erdgasproduzenten und auch für den Standort Barnstorf werben soll.

Trotz der Wetterlage hatte der Pilot aus Barnstorf zunächst versucht, den Ballon aufzurüsten und damit wenigstens die Voraussetzungen für die geplante Taufe zu schaffen. Doch die Windböen schlugen immer wieder in die mächtige Hülle, so dass das Team auch dieses Manöver nach wenigen Minuten abbrechen musste. Auszubildende Lynn Schröder konnte die Sektflasche wieder zurück in den Kühlschrank stellen. Und der Segensspruch von Pastor Torben Schröder wurde ebenfalls hinfällig.

„Leider wird das heute nichts mehr. Aber gegen das Wetter kann man nichts machen“, rief Andreas Scheck, Leiter Wintershall Deutschland, der riesigen Gästeschar auf dem Werksgelände an der Rechterner Straße zu. Dort hatten sich am frühen Abend etwa 300 Besucher, darunter zahlreiche Mitarbeiter mit Familienangehörigen sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft, versammelt. Es herrschte Volksfeststimmung mit Imbiss- und Getränkebuden sowie Kinderbelustigung.

In seiner Begrüßung ging Scheck auf das Sponsoring der werbeträchtigen Ballonhülle ein, die Klaus Sarinski in Zukunft bei seinen Fahrten einsetzen wird. Übrigens ein ehemaliger Wintershaller, denn der Barnstorfer hatte damals eine Ausbildung zum Betriebsschlosser in dem heimischen Unternehmen absolviert. „Der Ballon ist ein Stück Heimatverbundenheit und ein sichtbares Bekenntnis zur Region“, sagte Scheck. Auch Wintershall-Vorstand Martin Bachmann lobte den Ballon als wunderbaren Ausdruck der Verbundenheit mit der Region und als Gelegenheit zum Perspektivwechsel. Schließlich könnten die Aktivitäten der Wintershall am Standort Barnstorf in Zukunft aus der Vogelperspektive betrachtet werden, erklärten die Unternehmensvertreter.

Barnstorfs Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, der gestern übrigens seinen 55. Geburtstag feierte, würdigte das Engagement des Unternehmens. Es zeige mit dem Sponsoring des Ballons seine Verbundenheit zur Region und unterstreiche, dass Wintershall und Barnstorf zusammen gehörten. Diese Verbundenheit werde durch die Ballonfahrten auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus gezeigt.

Einer, der sich gestern Abend ganz besonders über die Anschaffung freute, war Peter Luther als Vertreter des Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festivals (BBFF). Er würdigte das Engagement der Wintershall und freute sich, dass mit Klaus Sarinski ein heimischer Pilot in den Besitz des neuen Ballons kommt. „Wir sind glücklich, in Barnstorf einen neuen Ballon stationiert zu haben. Wir können nur allen danken, die an der Verwirklichung unseres Traums mitgewirkt haben“, sagte Luther.

Dass das Wetter den Ballonfahrern gerne mal einen Streich spielt, war für Luther nichts Neues. Er nahm’s gelassen und rührte die Werbetrommel für das nächste Festival vom 21. bis 23. August. Dann soll die Taufe nachgeholt und der Wintershall-Ballon in seiner ganzen Pracht am Himmel zu sehen sein. Gut möglich, dass die Jungfernfahrt schon vorher über die Bühne geht. Luis Thesing aus Donstorf würde es freuen. Der Auszubildende ist einer von drei Wintershall-Mitarbeitern, die bei der Verlosung gestern Abend eine Freifahrt gewannen.

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