Von Windenergie und Gewerbe

Barnstorf: Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm spricht über Pläne für 2022

Barnstorf und der Samtgemeindebürgermeister: Alexander Grimm hat sich für 2022 einige Themen auf die Fahne geschrieben, die Verwaltung und Politik beschäftigen werden.
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Barnstorf und der Samtgemeindebürgermeister: Alexander Grimm hat sich für 2022 einige Themen auf die Fahne geschrieben, die Verwaltung und Politik beschäftigen werden.

2021 neigt sich dem Ende zu. Zeit für den neuen Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm, auf Herausforderungen und Chancen des kommenden Jahres zu blicken.

Barnstorf – Für ihn ging es sofort in die Vollen: Alexander Grimm hatte nicht viel Zeit, sich in seinem neuen Amt einzuleben. Rückblickend sieht der neue Samtgemeindebürgermeister den Kaltstart nicht als Nachteil. „Es war ganz klar von Vorteil“, sagt er, „weil ich dadurch kaum Zeit hatte, mir überhaupt Gedanken über meine neue Rolle machen zu können.“ Zweifel seien also gar nicht möglich gewesen.

Außerdem habe ihm seine langjährige Tätigkeit als Ratsherr Sicherheit verschafft: „Man ist dadurch im Thema und weiß, was ansteht.“ Auch für das Jahr 2022 stehen Probleme, Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten auf der Agenda, die Grimm nun in seiner neuen Funktion begleiten wird. In seinen ersten Monaten als Samtgemeindebürgermeister habe er sich einen anderen Blick auf die Dinge zu eigen gemacht. „Es ist ein enormer Unterschied, ob man als Ratsherr auf eine Sitzungsvorlage schaut, oder als Mitarbeiter im Rathaus.“ Der Arbeitsprozess dahinter sei ihm zuvor nicht in der Form bewusst gewesen. „Ich habe es zwar erahnt, aber das Maß ist schon gewaltig.“ Umso mehr freue er sich, ein Team um sich herum zu wissen, dass ihm im kommenden Jahr zur Seite stehen wird, wenn bekannte, aber auch neue Themen auf den Tisch kommen werden.

Alexander Grimm über Windenergie

Zu den eher altbekannten Themen in der Samtgemeinde Barnstorf gehört die Windenergie. „Wir müssen uns über das Raumordnungsprogramm und den Flächennutzungsplan unterhalten“, sagt Grimm. Im Frühjahr 2021 kippte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg die 60. Änderung des Flächennutzungsplanes (wir berichteten) und machte damit einen Beschluss der regionalen Politik zunichte. Grimm: „Das war sehr ärgerlich, weil wir die Entscheidung fraktionsübergreifend bearbeitet haben.“

Nun gelte es, das Thema im kommenden Jahr erneut anzugehen. „Wir nüssen jetzt einen für alle Seiten angemessenen Kompromiss finden“, meint der Verwaltungschef und betont: „Es geht dabei um Steuerung, nicht um Verhinderung. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, was regenerative Energien angeht. Was wir aber nicht wollen, ist eine Verspargelung der Landschaft.“

Alexander Grimm über den Feuerwehrbedarfsplan

Der nächste große Block, der 2022 auf die Samtgemeinde zukommen wird, ist der Feuerwehrbedarfsplan. Im kommenden Haushalt ist dafür eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von einer Million Euro fest eingeplant. Von diesem Geld schafft die Kommune zwei große Einsatzfahrzeuge für Barnstorf und Drentwede an. „Durch Ermächtigung verpflichtet man sich, das vorhandene Geld tatsächlich zu investieren“, erklärt Grimm. Es stehe also nicht nur hypothetisch zur Verfügung.

Alexander Grimm über Gewerbeansiedlungen

In den Mitgliedsgemeinden bahnen sich laut Grimm einige vielversprechende Gewerbeansiedlungen an. „Es deuten sich mehrere große Projekte an“, verrät er. Allerdings will er in dieser Thematik noch nicht zu sehr ins Detail gehen. Ob 2022 schon etwas spruchreif werde, könne der neue Samtgemeindebürgermeister auch noch nicht sagen. „Es müssen jetzt entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit alles später auch reibungslos funktioniert“, sagt Grimm.

Alexander Grimm über den Standort der Grundschule Barnstorf-Drentwede

Der Chef der Verwaltung will nicht nur in Sachen Gewerbe und Industrie weitsichtig planen. Auch für die Grundschule Barnstorf-Drentwede müsse man nachhaltig denken. „Ich gehe davon aus, dass die Einwohnerzahl in der Samtgemeinde in den kommenden Jahren steigen wird, und damit auch die Zahl der Schüler“, erläutert er. „Deswegen beleuchten wir gerade mehrere Standorte, die für die Grundschule infrage kommen könnten.“ Zu sehr will er sich aber nicht in die Karten schauen lassen, denn die Optionen seien derzeit noch nichts für die Öffentlichkeit. Er meint nur so viel: „Wenn ich etwas Neues machen sollte, dann bräuchte ich auch entsprechend viel Platz – für Parkplätze, den Schulhof, die Infrastruktur. Aber was und wo wir etwas machen, entscheidet letztendlich die Politik.“

Alexander Grimms Wunsch für 2022

„Das ist eine ganze Menge Arbeit, die da auf uns zukommt. Das wird sehr zeitintensiv“, meint Grimm. „Zum Glück bin ich hier im Rathaus auf engagierte Kollegen getroffen, die sich über das gewöhnliche Maß hinaus einbringen. Das ist eine enorme Leistung“, zollt er dem Verwaltungsteam Respekt.

Was sich der neue Samtgemeindebürgermeister für die Kommune für das Jahr 2022 wünschen würde, wenn er einen Wunsch frei hätte: „Ich würde mir wünschen, dass wir als Verwaltung und Politik immer zueinander stehen, miteinander sprechen und nie über Rechtsanwälte oder die Kommunalaufsicht miteinander kommunizieren müssen.“

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