Wintershall nimmt neue Leitung in Betrieb

„Wichtiger Baustein für die traditionelle Erdölförderung“

Haben die neue Erdölleitung Düste in Betrieb genommen (v.l.): Alexander Steigerwald (Betriebsführer Produktion Nord), Thomas Post (Erdölförderbetrieb Bockstedt), Matthias Schäfer (stellvertretender Betriebsleiter der Erdölförderung Nord), Thomas Rauch (Schichtführer Ölförderbetrieb Bockstedt) und Andreas Kalkbrenner (Projektleiter für Bau der Düste-Leitung).

Barnstorf - Freie Bahn für das schwarze Gold: Die Firma Wintershall hat nach gut einem Jahr Bauzeit eine neue Leitung in Betrieb genommen. Sie transportiert das im Feld Düste bei Eydelstedt geförderte Erdöl jetzt zum Betriebsplatz an der Rechterner Straße in Barnstorf. Mit der Investition setzt das Unternehmen ein weiteres Zeichen für die heimische Förderung.

Der Neubau der Erdölleitung Düste ist Teil eines dreijährigen Investitionspakets, das sich auf insgesamt 20 Millionen Euro beläuft. Die Investitionen tragen zur Verbesserung von Infrastruktur, Sicherheit und Umweltschutz am Standort Barnstorf bei. Im Zuge der Modernisierung der Erdölaufbereitung hat der international tätige Erdöl- und Erdgasproduzent auch neue Tanks auf dem Werksgelände errichtet.

„Wir freuen uns, dass wir unsere neue Leitung jetzt in Betrieb nehmen konnten. Das ist ein wichtiger Baustein für eine Fortsetzung der traditionellen Erdölförderung in der Region“, sagt Matthias Schäfer, stellvertretender Betriebsleiter der Erdölförderung Nord. Er blickt zufrieden auf den Bau der 12,5 Kilometer langen Nassölleitung zurück, die innerhalb von 13 Monaten errichtet werden konnte. „Die Zusammenarbeit mit den Behörden und mit unseren Nachbarn lief sehr gut. Alle haben mitgezogen“, fügt Projektleiter Andreas Kalkbrenner hinzu.

Mit der neuen Leitung hat das Unternehmen allerneueste Technik verbaut. So bestehen die Rohre aus sehr belastbarem glasfaserverstärktem Kunststoff. Außerdem sind sie wärmeisoliert, was unter anderem den Energiebedarf in der zentralen Erdölaufbereitung in Barnstorf verringert. Vollautomatisch läuft auch die Reinigung: „Ein so genannter Scheibenmolch fährt einmal am Tag durch die Leitung und befreit sie mechanisch von Ablagerungen. Das minimiert technisch aufwendige Wartungsarbeiten“, erklärt Kalkbrenner.

Mit der neuen Leitung wurde auch ein Glasfaserkabel verlegt. Sie werden üblicherweise für die Datenübertragung parallel mit den Leitungen verlegt. „Mit den speziell für dieses Projekt angeordneten Fasern können wir zusätzlich Vibrationen im Boden aufspüren, beispielsweise verursacht durch Traktoren oder Bagger. Die neue Leitung wird durch diesen neuartigen Technologieansatz mit der Glasfaser optimal überwacht. Das ist weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben“, sagt Kalkbrenner.

Das Erdölfeld Düste ist ein wesentlicher Bestandteil der heimischen Förderung. Nach Angaben des Unternehmens sind seit 1954 schon rund zwei Millionen Kubikmeter Erdöl aus der Erde geholt worden. Und es besteht Potenzial für eine Fortsetzung der Förderung: Aktuellen Planungen zufolge kann weitere 30 Jahre Erdöl aus der Lagerstätte gewonnen werden. Das trägt zur Stärkung des Standortes Barnstorf bei.

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