Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Barnstorf

„Es ist wichtig, sich zu erinnern“

In Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt legten Bürgermeisterin Elke Oelmann und ihr Stellvertreter Michael Bruns vor dem Kriegsdenkmal Hunteholz in Barnstorf einen Kranz nieder. Foto: Haab

Barnstorf – „Am Volkstrauertag gedenken wir der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Völker und Nationen.“ Mit diesen Worten begann am Sonntag die Barnstorfer Bürgermeisterin Elke Oelmann ihre Ansprache zum Volkstrauertag.

An der 20-minütigen Gedenkveranstaltung am Kriegsdenkmal im Hunteholz in Barnstorf nahmen rund 80 Bürgerinnen und Bürger teil. Zudem nahmen Delegationen der Ortfeuerwehr Barnstorf sowie des Schützenvereins vor dem steinernen Kreuz Aufstellung. Musikalisch wurde die Gedenkstunde vom St. Veit Posaunenchor Barnstorf begleitet.

Schülerinnen der Christian-Hülsmeyer-Schule hielten einen Vortrag, den sie innerhalb ihrer Friedens-AG vorbereitet hatten. Thematisch bezogen sie sich auf das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank, die dieses Jahr ihren 90. Geburtstag hätte. Die Schülerinnen machten zudem auf die Handy-App „Actionbound“ aufmerksam, mit der man eine Quiz-Rally durch Barnstorf machen und dabei vieles über die jüdische Vergangenheit des Ortes erfahren kann.

Die Barnstorfer Bürgermeisterin Oelmann bezog sich in ihrer Ansprache auf den Überfall auf Polen und den damit verbundenen Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. „Man muss sich auch den Erinnerungen unserer Nachbarn öffnen, zuhören und zum Lernen bereit sein, damit sich das eigene Geschichtsbild ändert“, betonte Oelmann. „Ein gutes Beispiel in der Samtgemeinde sind auch die regelmäßigen gegenseitigen Besuche der Gemeinde Drebber und der polnischen Partnergemeinde Perzow“, führte sie weiter an. „Nie wieder, so fordern und beten wir, dürfen Krieg und Hass zum Mittel der Politik in Europa werden, und deshalb ist es wichtig, sich zu erinnern.“

Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte die Bürgermeisterin, dass es in der Gemeinde Barnstorf sehr wichtig sei, die Geschichte immer wieder in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger aufleben zu lassen, damit auch Diskussionen angeregt würden, die die deutsche Erinnerungskultur weiter stärken.  edh

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