Weihnachtsfeier vermittelt Freude und regt zum Nachdenken an

Weise Einsicht zum Fest

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Voller Einsatz im Landgasthof Kolshorn: Lehrerin Juliane Marx gab bei den musikalischen Auftritten die Richtung vor.

Eydelstedt - Eine erste Bescherung für Geist und Seele vor dem Heiligen Abend erlebten die Familien der Schüler der Grundschule Eydelstedt bei ihrer traditionellen Weihnachtsfeier am Montagabend im Landgasthof Kolshorn. So mit Liedern zum Fest, Gedichten mit Tiefgang, Flötentönen und gemeinsamem Gesang gewappnet, kann Weihnachten ohne Stress und Streit kommen.

Die weise Einsicht, was Weihnachten eigentlich wirklich bedeutet, lieferte die vierte Klasse mit dem Theaterstück „Der Weihnachtsgast“. Dabei kam nicht etwa ein Überraschungsgast aus Übersee, die verhasste Tante oder die Schwiegermutter urplötzlich zu den Feiertagen, sondern ein geheimnisvoller Gast, der Gedanken lesen konnte und die wahren Gefühle der Schenker und Beschenkten aufschrieb.

Mit den lang ersehnten passenden Geschenke holte die gute Weihnachtsfee die Familie aus ihrem Tagtraum. Die Familienmitglieder sahen sich Versöhnungswunschkarten und liebevoll individuell ausgesuchten Präsenten gegenüber. Für die Mutter gab es die Karte ins Musical, für die Oma eine Brillenkette, für Opa den Zeitungsständer. Der viele Lärm um Nichts in der Vorweihnachtszeit war wie weggeflogen und das Fest konnte starten. Resümee: Rücksicht, Nachsicht, Vergeben und Toleranz sind das Rezept, nicht nur zur Weihnachtszeit.

Den Weg hatte Schulleiterin Marleen Schäfer bereits zu Beginn der Veranstaltung vorgezeichnet. „Kinder und Weihnachten ist unser Motto der diesjährigen Weihnachtsfeier der Grundschule“, erklärte Schäfer. So wurde es dann auch in den Darbietungen der ersten bis vierten Klassen. Unter der musikalischen Leitung von Juliane Marx präsentierten die Schüler ein Spektrum vom Weihnachtskanon bis zu Flötenstücken in drei Kleingruppen. Die Kinder transportierten die weihnachtlichen Gefühle direkt zu ihren Gästen.

Mit dem Gedicht „Traumbescherung“ präsentierten die Erstklässler jedem Gast einen Traum ohne Wenn und Aber. Verrückt, verzückt, skurril. Sportlich ging es beim Weihnachtstanz in Sportkleidung der Tanz-AG zu, wenn es hieß: „Strahle helles Kerzenlicht“ und sich die Kinder reckten und streckten. Dem gespielten Gedicht von Klasse drei „Kommt wir wollen Plätzchen backen“ folgte, wie konnte es anders sein, der Dauerrenner-Song „In der Weihnachtsbäckerei“. Hier waren alle vier Klassen beim Singen, Spielen und Trommeln gefordert.

Die Zweitklässler hatten sich ein Gedicht mit Aufforderungscharakter gewünscht: „Mach Deinem Herzen nur ein wenig Licht…“ klang warm nach. Unterdessen bedienten sich die Viertklässler schon der englischen Sprache: „Mary´s Boy Child“.

Gesungen wurde klassenweise, klassenübergreifend und auch gemeinsam mit dem Publikum. Die Eltern und Großeltern waren zur Textsicherheit zu „Ihr Kinderlein kommet“ Strophe drei gefragt. „Da gibt es noch Luft nach oben“, meinte Juliane Marx voller Nachsicht. Aber es sei bis zum Weihnachtsfest ja noch Zeit zum Üben.

Flöten, Gesang, Klatschen und Orffsche Instrumente kreierten ein echtes kleines Orchester zur Weihnachtszeit und das Motto der Weihnachtsfeier war mit Leben gefüllt. „Morgen Kinder, wird’s was geben“ sangen die Klassen eins und zwei: Das wird sicher so kommen.

sbb

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