Stellvertretende Bundesvorsitzende Katja Suding besucht Sommerfest der FDP

Wahlkampf mit Heißgetränk

FDP-Ortsverbandsvorsitzender Reinhard Börger (r.) dankte der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Katja Suding (3.v.r.) für die Teilnahme am Sommerfest. Die Anwesenheit des Ehrengastes begrüßten auch die Hofbesitzer Anne und Wilhelm Dieke, die stellvertretende Kreisvorsitzende Heike Hannker, Vorstandsmitglied Klaus Naber sowie Bürgermeister Theo Amelung (v.l.). Foto: Speckmann

Schmolte - Das Sommerfest des FDP-Ortsverbands Samtgemeinde Barnstorf hat Tradition. Doch in diesem Jahr wurde es seinem Namen nicht gerecht. Die äußeren Bedingungen mit Kälte und Regen waren am Montagabend alles andere als sommerlich. In der offenen Remise musste auch der Ehrengast frösteln. Mit Schal und Heißgetränk trat die stellvertretende Bundesvorsitzende Katja Suding vor die heimischen Liberalen. Ihr Grußwort aber wurde zu einem Ausblick auf eine „heiße Phase“. Es war ein Vorgeschmack auf die Kommunalwahlen am 11. September 2016.

Sie werde in den kommenden Monaten noch häufiger in der Region unterwegs sein, um ihre Partei im Vorfeld der „extrem wichtigen Kommunalwahlen“ zu unterstützen, kündigte Suding bei der gut besuchten Veranstaltung auf dem Hof Dieke in Schmolte an. Die Auftritte in der hiesigen Region dürften ihr ohnehin gelegen kommen. Ihr Heimatort Vechta liegt nur ein paar Kilometer entfernt. Da wird die Politik mit einem Besuch von Familie und Freunden verbunden.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Hamburger Bürgerschaft blickte auf bewegte Zeiten ihrer Partei zurück. Nach dem „schrecklichen Wahlabend“ am 22. September 2013, als die FDP aus dem Bundestag flog, und weiteren schlechten Ergebnissen in einigen Bundesländern habe es viel Häme gegeben. Doch mit den jüngsten Erfolgen gehe es wieder aufwärts, erklärte Suding, die mit dem Wiedereinzug in das hanseatische Landesparlament einen Teil des Aufschwungs verkörpert.

In ihrem Streifzug durch die Bundes- und Landespolitik forderte die Rednerin unter anderem Veränderungen des Bildungssystems („Ich will, dass in Deutschland jedes einzelne Kind gleiche Chancen bekommt“) und Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen („Die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft werden mit Füßen getreten“). Zudem forderte sie eine geordnetere Zuwanderungspolitik, die Integration in den Vordergrund stelle. In diesem Zusammenhang kritisierte sie die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das liberale Gedankengut kam immer wieder in den Äußerungen Sudings zum Ausdruck. Dazu passte ihr Appell, die Bürger- und Freiheitsrechte wieder stärker in den Fokus zu rücken. Es sei perfide, wenn Terroranschläge für Forderungen nach schärferen Gesetzen genutzt würden. Mit der Vorratsdatenspeicherung in Frankreich sei keiner der jüngsten Anschläge verhindert worden. Es sei falsch, die Freiheit einzuschränken, um vermeintliche Sicherheit zu bekommen. Stattdessen sollten Behörden für die Überwachung besser ausgestattet werden.

Dem bevorstehenden Wahlkampf blickte Suding zuversichtlich entgegen: „Mit Engagement lässt sich eine Menge erreichen.“ Diese Auffassung vertraten auch die Liberalen vor Ort. Stellvertretende Kreisvorsitzende Heike Hannker gab sich in ihrem Grußwort kämpferisch: „Wir sollten ein Zeichen setzen mit der Kommunalwahl.“ Derweil kündigte Ortsverbandsvorsitzender Reinhard Börger an, dass seine Partei mit der Aufstellung von altbewährten und neuen Kandidaten eine gute Mischung gefunden habe.

Zu den neuen Kandidaten gehört übrigens Wilhelm Dieke. Er und Ehefrau Anne hatten wieder ihren Hof für das Sommerfest zur Verfügung gestellt. Auf die etwa 60 Gäste, darunter Bürgermeister Theo Amelung, warteten Leckereien vom Grill. Neben dem Essen gab es einen Meinungsaustausch über die kleine und große Politik. Daran beteiligte sich auch Fredo Harms, stellvertretender Geschäftsführer der Firma Barku. Er hatte die Liberalen am Nachmittag durch das expandierende Unternehmen geführt. Das passte zum Thema Mittelstand, das sich der Ortsverband auf die Fahne geschrieben hat. 

sp

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