Vorstandswahl zur Flurbereinigung in Dörpel / Donstorf folgt Anfang 2016

„Etwas Gutes für das Dorf“

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Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft in Dörpel (hinten, v.l.): Vorsitzender Lutz Imhof, Thorsten Runnebaum, Hannes Bargeloh und Burkhard Meschter sowie (vorne, v.l.): Gerd Coors, Hanna Schütte, Arndt Meyer-Diercks und Heino Köper. Auf dem Bild fehlen Torben Kellenberg und Sebastian Motzke.

Dörpel - Von Thomas Speckmann. „Die Eckpfeiler haben wir im Arbeitskreis eingeschlagen. Jetzt geht es um die Gestaltung“, sagt Lutz Imhof. Der Landwirt blickt der lang herbei gesehnten Flurbereinigung in der Gemarkung Dörpel optimistisch entgegen – und will dabei auch aktiv mitwirken. Er übernimmt den Vorsitz im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der am Montagabend im Gasthaus Warnke gewählt würde.

Genau einen Monat nach der offiziellen Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens wurde mit der Berufung des zehnköpfigen Vorstands ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Pläne getan. Auf Einladung des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Sulingen waren 32 Stimmberechtigte, also ein Viertel der rund 120 Grundstückseigentümer aus dem Verfahrensgebiet, zur Versammlung erschienen.

Die Beteiligten hatten bereits im Vorfeld der Versammlung eine Liste entworfen, so dass die Wahlen reibungslos und zügig über die Bühne gingen. In den ordentlichen Vorstand wurden Lutz Imhof, Hannes Bargeloh, Thorsten Runnebaum, Torben Kellenberg und Heino Köper berufen. Als Stellvertreter stellten sich Sebastian Motzke, Burkhard Meschter, Gerd Coors, Hanna Schütte und Arndt Meyer-Diercks zur Verfügung.

Im Anschluss an den öffentlichen Teil kam der frisch gewählte Vorstand gleich zu seiner ersten Sitzung zusammen. Hier wurden Lutz Imhof zum Vorsitzenden und Hannes Bargeloh zu seinem Stellvertreter gewählt. Ferner einigte sich das Gremium darauf, dem Verband der Teilnehmergemeinschaften beizutreten. Der Verband unterstützt die Akteure vor Ort vornehmlich bei Verwaltungsaufgaben, zum Beispiel bei der Beantragung von Fördermitteln.

Wie bereits berichtet, belaufen sich die Ausführungskosten für die Flurbereinigung in Dörpel auf rund 1,7 Millionen Euro. Nach den vorliegenden Plänen ist ein Wegeausbau auf einer Gesamtlänge von 13 Kilometern vorgesehen. 75 Prozent der Kosten werden durch Zuschüsse von Bund, Land und Europäischer Union abgedeckt, 25 Prozent durch Eigenleistung vor Ort, sprich durch die Teilnehmergemeinschaft und die Gemeinde Eydelstedt. Auf die Grundstückseigentümer könnte ein Hebungsbeitrag von rund 150 Euro pro Hektar zukommen.

Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser werde nun zunächst das vorliegende Konzept mit den Trägern öffentlicher Belange abstimmen, erklärte Projektleiter Heinrich Dammeier auf Anfrage. Anschließend werde gemeinsam mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Plan ausgearbeitet, der die Grundlage für die späteren Maßnahmen bildet. Der Wegebau könne voraussichtlich im Frühjahr 2017 beginnen.

Lutz Imhof hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten der Teilnehmergemeinschaft, „damit wir etwas Gutes für das Dorf erreichen.“ Es gehe um die Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur in dem rund 1400 Hektar großen Verfahrensgebiet, aber auch um einen Mehrwert für die ganze Dorfbevölkerung, betont der Vorsitzende.

Während das Verfahren in Dörpel und Düste bereits eingeleitet ist, müssen sich die Donstorfer noch etwas gedulden. Die Genehmigung für die dortige Flurbereinigung ist zwar schon ausgesprochen, die Einleitung des Verfahrens ist aber erst für Anfang 2016 geplant. Die Vorstandswahl soll voraussichtlich Ende Januar stattfinden, kündigt der Projektleiter an.

Die Gemarkung Donstorf stellt mit einem Verfahrensgebiet von gut 2000 Hektar und einem Investitionsvolumen für den Wegebau in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro den größten Abschnitt der dreiteiligen Flurbereinigung in der Gemeinde Eydelstedt dar.

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