„Vom Bankrotteur to´n Milliardär“: 160 Zuschauer bei Premiere der „Speeldeel“

Spaß pur auf der Bühne.

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160 Zuschauer kamen zur Premiere „Vom Bankrotteur to´n Milliardär“ der Barnstorfer Speeldeel. Sie erfuhren dabei auch, was eine „Lebensmittelschwangerschaft“ ist.

Barnstorf - Dass ein ursprünglich schwäbisches Theaterstück im Plattdeutschen genauso auf die Lachmuskulatur der Zuschauer geht, davon konnte sich am Sonnabend vor ausverkauftem Haus der Autor des Schwankes „Vom Bankrotteur to´n Milliardär“, Rainer Schrade, selber überzeugen. Ob er allerdings alles verstanden hat, bleibt ein Geheimnis. Aber er wusste ja, worum es geht und genoss wie weitere 160 Zuschauer die Premiere des Stückes im Saal der Barnstorfer Gaststätte „Schröders“.

„Ihr glaubt gar nicht, wie schön es ist, in so viele Gesichter zu schauen“, begrüßte Monika Bagge die Gäste. Ihr Appell an die Feuerwehrkameraden im Publikum kam ebenso herzlich: „Melder utt mooken! Denn im letzten Jahr „seid ihr alle vorm ersten Akt weggelaufen“. Was dann folgte, war Spaß pur.

Die sechs Laienschauspieler der „Barnstorfer Speeldeel“ bewiesen einmal mehr, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. Keine Haspler – Mimik und Gestik perfekt einstudiert, scheuten sie sich auch nicht davor, die Hosen runter zu lassen oder in schrillen Outfits über die Bühne zu stolzieren.

Hansi Varnhorn alias Karle Häfale ging in seiner Rolle als arbeitsscheuer aber schlitzohriger Hofbesitzer voll auf. Sogar in den hintersten Reihen konnte man sein Schmunzeln sehen, wenn er sich mal wieder besonders intelligent zeigte.

Manuela Mattfeld war die Rolle der Ehefrau Emma wie auf den Leib geschrieben. Wären Talentsucher im Saal gewesen, sie hätte bestimmt ein Angebot bekommen.

Ebenso Katharina Willms, die als modelnde Bauerstochter Dolly mit wenig Grips immer wieder Fremdwörter durcheinander brachte. Ob ihr Traum, einmal bei „Germinies Next Flop Moppel“ mitzumachen, am Ende erfüllt wird, soll hier ein Geheimnis bleiben.

Als total gestresste Finanzbeamtin Frau Wucherer sorgte Gertrud Scharfscheer für einige lustige Momente.

Sehenswert auch die Brüder Thomas und Ralf Brüggemann. Während Thomas Brüggemann als Nachbar Andy um die Gunst von Dolly buhlte mimte Bruder Ralf den Großstadt-Manager Herr Schlapper-Rammelsmann, wobei alleine die Nennung dieses Namens immer wieder für Lacher sorgte.

Souffleuse Angelika Rapaic hatte an diesem Abend wenig zu tun, denn die Akteure waren sehr textsicher.

Bereits in der ersten Pause wurden von Seiten der Zuschauer vor allem Wörter wie „Fäkalienkompostieranlage“, „Lebensmittelschwangerschaft“ und „Feinkostgewölbe“ heiß diskutiert. Ob an dem Snack-Büfett, bei der Zigarette vor der Tür oder am Tisch bei kühlen Getränken, die männlichen Besucher betonten gleich: „Ich habe keinen dicken Bauch, ich habe eine Lebensmittelschwangerschaft“.

Ja, das Stück wird den Gästen in Erinnerung bleiben, nicht nur durch die witzig-spritzige Geschichte, sondern vor allem durch die tollen schauspielerischen Leistungen.

Wer nun wissen möchte, wie man vom arbeitsscheuen Bauer durch „eene Bomben-Geschäftsidee“ zum Milliardär wird, der sollte sich die Vorstellung am Sonntag, 25. Oktober, ab 15 Uhr im „Schröder´s“ oder am 15. November bei Kolshorn in Eydelstedt, ebenfalls ab 15 Uhr, nicht entgehen lassen. An beiden Nachmittagen steht eine Kaffee- und Kuchentafel für die Gäste bereit.

sn

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