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23. Drebber-Lauf startet am 18. Juni: Online-Anmeldung freigeschaltet

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Von: Jannick Ripking

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Beim 22. Drebber-Lauf starteten 2021 einige Teilnehmer mit einer Maske. Abhängig von der Corona-Situation könnte das auch in diesem Jahr wieder so sein.
Beim 22. Drebber-Lauf starteten 2021 einige Teilnehmer mit einer Maske. Abhängig von der Corona-Situation könnte das auch in diesem Jahr wieder so sein. © Henner Bischoff

Den 23. Drebber-Lauf wird es in diesem Jahr geben – egal, wie die Corona-Lage im Sommer aussieht. Um das zu schaffen, hat das Organisations-Team vier verschiedene Konzepte für verschiedene Pandemie-Situationen erarbeitet.

Drebber – Den Drebber-Lauf wird es in diesem Jahr wie auch schon im Vorjahr wieder geben. In welcher Form ist allerdings noch nicht ganz klar, wie Elke Maschmeyer aus dem Organisationsteam im Gespräch mit dieser Zeitung mitteilt. Fest steht bisher nur das Datum: Samstag, 18. Juni. Eine Online-Anmeldung ist auf der Vereins-Homepage bereits freigeschaltet.

2021 hieß das Motto „We run for sure“ (deutsch: Wir laufen auf jeden Fall). Daran hält der TSV Drebber weiter fest. Dafür stehen vier verschiedene Optionen für vier verschiedene Infektionsszenarien bereit, die sich der Verein in seiner Planung offen hält. „Wir wollen einen möglichst normalen Lauf“, sagt Elke Maschmeyer, „aber wir müssen schauen, was zu dieser Zeit erlaubt ist und was nicht.“ Ein Hygienekonzept sei ausgearbeitet. „Im Groben ist es fertig, wir können es aber kurzfristig an die dann herrschende Corona-Situation anpassen“, erklärt sie. Deswegen sei eine Auskunft über genaue Startzeiten noch nicht möglich. „Das können wir noch nicht planen“, meint Maschmeyer.

Holzschuhe, die Jürgen Lübbers bei einem 25 Kilometer-Lauf getragen hat
Diese Holzschuhe hat Jürgen Lübbers dem Sportmuseum Berlin geschenkt © Horst Milde

Holzschuhe aus Drebber kommen nach Berlin ins Sportmuseum

Ein Stück Drebber kommt nach Berlin: 1995 hat Jürgen Lübbers in der Bundeshauptstadt bei einem Lauf-Event 25 Kilometer zurückgelegt. Eigentlich nichts Besonderes für den passionierten Läufer, doch an diesem Tag trug der ehemalige Samtgemeindebürgermeister von Barnstorf über die gesamte Strecke Holzschuhe. Diese hat er jetzt dem Sportmuseum in Berlin geschenkt.

Jürgen Lübbers kommt aus Drebber und ist Mitglied beim TSV Drebber. Aus einer Bierlaune heraus wetteten er und Michael Windhorst vor mehr als 25 Jahren darauf, dass sie die „25 Kilometer von Berlin“ in Holzschuhen schneller laufen können, als andere weniger trainierte Vereinsmitglieder. Gesagt, getan: Für die Internetseite www.germanroadraces.de berichtet er von seinen Erlebnissen und vom Ausgang der Wette.

Wer glaubt, dass Laufen in Holzschuhen keinen Spaß macht, der täuscht sich. „Ich fühle mich wunderbar“, schreibt Lübbers. Begleitet werden Lübbers und Windhorst vom Applaus der Zuschauer für ihre ungewöhnliche Fußbekleidung. „Immer wieder spenden uns Passanten Beifall“, so Lübbers. Und was ist mit den Wettgegnern? Nach bereits fünf Kilometern „haben wir unsere drei Vereinskollegen hinter uns gelassen“. Obwohl die Schuhe von Windhorst nach etwa der Hälfte der Strecke anfangen, Probleme zu bereiten, kommen beide (mit kurzer Gehpause) ans Ziel – vor ihren Gegnern. Wette gewonnen.

Lübbers ist regelmäßig aktiver Teilnehmer beim Drebber-Lauf. „Bei uns hat er aber nie Holzschuhe zum Laufen angezogen“, berichtet Organisatorin Elke Maschmeyer lachend. Vielleicht gibt es ja 2022 Wiederholungsbedarf, dafür müssten dann aber neue Holzschuhe her. Die Originale sind mittlerweile in Berlin.

Allerdings brauchen sich zu diesem Zeitpunkt Ungeimpfte keine Zeit für den Drebber-Lauf nehmen. Sie seien nämlich ausgeschlossen. „Wir möchten auf Sicherheit gehen“, sagt Elke Maschmeyer. „Deswegen gilt die 2G-Regel oder vielleicht sogar 2G plus – je nach Vorgabe.“

Von der Corona-Lage hänge letztlich ab, ob der TSV den Drebber-Lauf in Szenario A, B, C oder D durchführt.

Szenario A

Szenario A ist in den Planungen der Organisatoren das optimistischste und am meisten gewünschte. In diesem Fall seien Zuschauer zugelassen und auf dem Gelände der Grundschule biete der Verein auch ein passendes Rahmenprogramm an. Über die Distanzen 4,7 und 9,4 Kilometer sowie Halbmarathon und Marathon seien Einzel- und Staffelläufe möglich. „Das wäre dann so wie früher, als es Corona noch nicht gab“, erläutert die Organisatorin.

Szenario B

Szenario B sieht einen Drebber-Lauf ohne Zuschauer vor. Das Rahmenprogramm falle weg. Die angebotenen Läufe seien aber identisch zu Szenario A.

Szenario C

Szenario C sieht Individualläufe vor, anders als in A und B ohne gemeinsamen Start. Teilnehmer starten in einem im Vorfeld bestimmten Zeitfenster. Dieses Szenario beinhaltet die selben Strecken wie die vorherigen, allerdings ohne Staffelangebot.

Szenario D

„Szenario D wäre für uns der Worst-Case“, so Elke Maschmeyer. In diesem Fall wäre der Drebber-Lauf rein virtuell. Angemeldete Teilnehmer müssten dann ihre Strecken selbst auswählen und angeben. Die zurückgelegte Strecke und die Zeit werden anschließend von den Läufern hochgeladen.

Kinderlauf

Zum Lauf der Kindergartenkinder und Schüler will Maschmeyer noch keine festen Versprechungen machen. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr wieder Kinder auf die Strecke lassen dürfen. Aber wir müssen die Entwicklung der Pandemie abwarten.“

Dass der TSV Drebber direkt mit vier verschiedenen Szenarien plant, dient laut Maschmeyer einzig dem Zweck, dass „der Lauf auf alle Fälle stattfinden soll und kann“. Es werde nur dann nicht gelaufen, „wenn die Behörden es uns verbieten, aber davon gehe ich wirklich nicht aus.“

Anmeldung und Info

www.drebber-marathon.de

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