Auszeichnung nachgeholt

Vier auf einen Streich: Wilhelm Bagge senior erhält nachträglich goldene und diamantene Meisterbriefe

Wilhelm Bagge senior vor den vier goldenen und diamantenen Meisterbriefen, die mit deutlicher Verzögerung bei ihm ankamen.
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Besser spät als nie: Wilhelm Bagge senior ist stolz auf seine goldenen und diamantenen Meisterbriefe, die mit deutlicher Verzögerung bei ihm ankamen.

Damit hat Wilhelm Bagge senior gar nicht mehr gerechnet: Der 95-Jährige hat jetzt jeweils zwei goldene und diamantene Meisterbriefe erhalten.

Barnstorf – Vier Meisterjubiläen für eine Person an nur einem Tag – geht nicht? Geht doch! Wilhelm Bagge senior hat jetzt jeweils zwei goldene und diamantene Meisterbriefe erhalten. Das zeigt, dass auch die Gegenwart für einen 95-jährigen Mann, der auf ein sehr ereignisreiches Leben zurückblicken kann, noch so manche Überraschung bereithält.

Wilhelm Bagge senior hat Meisterschule in Karlsruhe besucht

Zum einen war es der 95. Geburtstag, den der noch immer fitte Bagge am 26. September feierte, dann kam vor zwei Wochen die Ehrung zur 70-jährigen Mitgliedschaft im Volksbund durch Landrat Cord Bockhop dazu. Dieses Jubiläum sei der Anlass gewesen, sich einmal Gedanken um die Meisterjubiläen seines Vaters zu machen, erzählt Wilhelm Bagge junior, denn entsprechende Urkunden hatte Bagge senior nie erhalten. „Da mein Vater die Meisterschule in Karlsruhe besucht hat, ist das bei der dortigen Handwerkskammer total in Vergessenheit geraten“, sagt Bagge junior. „Aber auf meinen Anruf hin wurde doch noch einmal in den alten Unterlagen nachgesehen und plötzlich kamen mit einem Mal vier Urkunden mit der Post an.“

Drei Generationen Bagge: (von links) Willhelm Bagge senior, Wilhelm Bagge junior und Christian Bagge.

Von all dem ahnte der rüstige Wilhelm Bagge senior nichts. Um so größer war die Überraschung, als er unter einem falschen Vorwand ins Büro der Firma Bagge an der Otto-Hahn-Straße in Barnstorf gerufen wurde und dort plötzlich vier neue Urkunden an der Wand hingen. Die Freude war groß und Bagge senior schwelgt seitdem in Erinnerungen: „Ich kann mich noch gut an meine Meisterprüfung als Blechner und Installateur erinnern, das war damals ganz schön aufregend. Aber die Prüfung habe ich genauso gut gemeistert wie ein Jahr später die Meisterprüfung im Zentralheizungshandwerk“, sagt der Altmeister.

Wilhelm Bagge freut sich, dass sein Enkel den Barnstorrfer Betrieb in vierter Generation führt

Dass jetzt erst die goldenen und diamantenen Meisterbriefe, die eigentlich schon in den Jahren 2002 und 2012 beziehungsweise 2003 und 2013 hätten kommen sollen, mit großer Verspätung angekommen sind, nimmt er gelassen hin. „Wir hatten soviel Arbeit, da ist das gar nicht aufgefallen“, meint Bagge senior. Wichtig sei ihm nur, dass der Betrieb, den sein Vater Johann 1926 gegründet hatte, heute in vierter Generation von seinem Enkel Christian Bagge weitergeführt wird. „Natürlich musste die Firma mit der Zeit gehen und dass Christian jetzt im Bereich Denkmalpflege und Bedachungen so erfolgreich unterwegs ist, freut mich natürlich ganz besonders“, sagt er und verweist dabei stolz auf den Kundenstamm, der sich über ganz Deutschland erstreckt – von Hamburg bis Würzburg.

Dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall keinen weiteren Meisterbrief gibt, stört ihn auch nicht. „Das ist einfach nicht vorgesehen, weil ja wohl die meisten Menschen nicht so alt werden, so ist das nun einmal“, sagt er ganz pragmatisch. Er selber habe aber durchaus noch vor, auch weiterhin als helfende Hand in der Firma tätig zu sein. „Er ist unverzichtbar“, lacht sein Sohn Wilhelm. „Er sorgt auf dem Betriebsgelände für Ordnung und hält mit dem Aufsitzmäher die Grünflächen in Ordnung.“

Von Eva-Maria Konkel

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