Bezirke in der Diskussion

Vier Alternativen zur Zukunft der Grundschulen: Barnstorfer Samtgemeinderat stimmt ab

Die Zukunft des Grundschulstandortes in Drentwede steht bei der Entscheidung des Samtgemeinderates Barnstorf zu Schulbezirken auf dem Spiel.
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Die Zukunft des Grundschulstandortes in Drentwede steht bei der Entscheidung des Samtgemeinderates Barnstorf zu Schulbezirken auf dem Spiel.

Barnstorf – Wird es in der Samtgemeinde Barnstorf zukünftig Schulbezirke gegeben? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Mitglieder des Barnstorfer Samtgemeinderates heute Abend. Auf dem Spiel steht der Außenstandort der Grundschule Barnstorf-Drentwede.

Mit Schulbezirken können die Schülerströme in der Samtgemeinde Barnstorf gelenkt werden. Zur Diskussion stehen dazu vier Alternativen, über die im Rat heute diskutiert und entschieden werden soll und muss. Sollten sich die Ratsmitglieder für die Bezirke aussprechen, wird keine freie Wahl einer Grundschule in der Samtgemeinde Barnstorf mehr möglich sein. Es könnte notwendig sein, die Schulbezirke nach einigen Jahren wieder anzupassen.

„Sollte es bei einem gemeinsamen Schulbezirk für die Samtgemeinde Barnstorf bleiben, ist der Schulträger verpflichtet, Schulen zu errichten, zu erweitern, einzuschränken, zusammenzulegen, zu teilen oder aufzuheben, wenn die Entwicklung der Schülerzahlen dies erfordert“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Bauliche Maßnahmen erforderlich

Von der Entscheidung ist abhängig, wie viele Schüler in Zukunft am Schulstandort Barnstorf beschult werden müssen und mit welcher Zügigkeit die Grundschule dort geführt wird. Dieses wird die Grundlage für bauliche Maßnahmen sein. Neben der energetischen Sanierung, die laut Gutachten etwa 600 000 Euro umfassen würde, und der digitalen Ausstattung ist der Raumbedarf aus pädagogischer Sicht zu beachten.

Die Grundschule am Standort Barnstorf umfasst aktuell 16 allgemeine Unterrichtsräume. Für Differenzierungs- und Fachunterricht müssten weitere Räume geschaffen werden.

Aus der Entwicklung der Schülerzahlen sei für die kommenden Jahre abzulesen, dass in der Gemeinde Drentwede nicht genügend Kinder für eine Klassenstärke leben. Eine Maßnahme könnte die Schließung der Außenstelle Drentwede sein.

Zu einer eventuellen Nachnutzung des Gebäudes in Drentwede wurde Kontakt zu einem freien Träger der Jugendhilfe aufgenommen. Über den Sachstand könne in der heutigen Ratssitzung berichtet werden.

Imagekampagne für Drentwede

Eine Imagekampagne solle Eltern aus Barnstorf dazu aufrufen, ihre Kinder in Drentwede beschulen zu lassen. Ein Ganztagsangebot könne die Bereitschaft zum Besuch der Grundschule in Drentwede erhöhen. Alternativ solle die Einrichtung eines Hortes geprüft werden.

Auf den möglichen Wohnraumbedarf bei einer Ansiedelung des Zentralkrankenhauses in Twistringen werde zudem seitens der Samtgemeindeverwaltung hingewiesen. Dies könnte für Drentwede eine verstärkte Nachfrage von Bauplätzen bedeuten. Auch die Unterschriftensammlung (121 Unterzeichner) in Drentwede für den Erhalt des Grundschul-Standortes werde in der Debatte berücksichtigt.

Grundschulleiterin Henrike Geißler habe ausgeführt, dass der Grundschule bei einer vollständigen Teilnahme aller rund 60 Schüler am Ganztagsangebot 24 Lehrerstunden mehr zugewiesen würden.

Mit diesen Stunden sei an vier Tagen wöchentlich kein Ganztagsangebot für drei Parallelgruppen durchzuführen. Aktuell nimmt nur ein Kind vom Standort Drentwede am Ganztagsangebot am Standort Barnstorf teil.

Hortangebot wird geprüft

Auf Nachfrage bei zwei bestehenden Hortangeboten, die ein freier Träger der Jugendhilfe leitet, sei seitens der Samtgemeinde Barnstorf ein jährlicher Zuschuss von bis zu 100 000 Euro zu leisten. Für die Mittagsverpflegung ist eine Mensa einzurichten.

Die Eltern haben aufgrund des bisher gemeinsamen Schulbezirkes im letzten Jahr von ihrem Wahlrecht bei der Schulanmeldung Gebrauch gemacht.

Für die Schulanmeldung 2022/2023, die im Mai/Juni 2021 erfolgt, ist es erforderlich, die Schulstruktur in der Samtgemeinde Barnstorf festgelegt zu haben.

Vier Alternativen stehen zur Debatte

Variante A: Die Grundschule Barnstorf-Drentwede mit den Standorten Barnstorf und Außenstelle Drentwede wird organisatorisch zu einer Grundschule Barnstorf. Der Standort Drentwede wird aufgelöst. Für die Grundschule Barnstorf gilt als Kapazitätsobergrenze die Vierzügigkeit. Für die Grundschule Eydelstedt gilt als Kapazitätsobergrenze die Einzügigkeit. Für die Grundschule Drebber gilt als Kapazitätsobergrenze die Zweizügigkeit. Für jede Grundschule gilt das Gemeindegebiet als Einzugsgebiet eines Schulbezirkes. Das Gemeindegebiet Drentwede wird der Grundschule Barnstorf zugeordnet.

Variante B: Die Grundschule Barnstorf-Drentwede mit den Standorten Barnstorf und Außenstelle Drentwede wird organisatorisch zu einer Grundschule Barnstorf. Der Standort Drentwede wird aufgelöst. Für die Grundschule Barnstorf gilt als Kapazitätsobergrenze die Vierzügigkeit. Für die Grundschule Eydelstedt gilt als Kapazitätsobergrenze die Einzügigkeit. Für die Grundschule Drebber gilt als Kapazitätsobergrenze die Zweizügigkeit. Es gibt einen gemeinsamen Schulbezirk. Die Eltern haben weiterhin die freie Schulwahl im Samtgemeindegebiet. Es müssen Aufnahmekriterien von den Schulen und dem Schulträger festgelegt werden.

Variante C: Es bleibt schulorganisatorisch bei den bestehenden Grundschulen. Es werden Schulbezirke gebildet. Grundschule Barnstorf-Drentwede, Standort Barnstorf (Gebiet des Fleckens Barnstorf ohne Aldorf, Rustmannshausen (Straßen Aasbruchweg bis Sudetenstraße) Dreeke und Rechtern); Grundschule Barnstorf-Drentwede, Außenstelle Drentwede (Gebiet Gemeinde Drentwede, aus dem Flecken Barnstorf Gebiet Aldorf und Rustmannshausen (Straßen Aasbruchweg bis Sudetenstraße) aus der Gemeinde Eydelstedt die Straßen: Am Kampe, Haferkamp, Grüner Weg, Auf dem Ahlhorn) Grundschule Eydelstedt (Gebiet der Gemeinde Eydelstedt ohne die Straßen: Am Kampe, Haferkamp, Grüner Weg, Auf dem Ahlhorn; dazu aus dem Flecken Barnstorf Dreeke und Rechtern) Grundschule Drebber (Gebiet der Gemeinde Drebber).

Variante D: Es bleibt schulorganisatorisch bei den bestehenden Grundschulen. Es werden Schulbezirke gebildet. Grundschule Barnstorf-Drentwede, Standort Barnstorf (Gebiet des Fleckens Barnstorf ohne Aldorf, Rustmannshausen (Straßen Aasbruchweg bis Sudetenstraße) Grundschule Barnstorf-Drentwede, Außenstelle Drentwede (Gebiet Gemeinde Drentwede, aus dem Flecken Barnstorf Gebiet Aldorf und Rustmannshausen (Straßen Aasbruchweg bis Sudetenstraße) Grundschule Eydelstedt (Gebiet der Gemeinde Eydelstedt) Grundschule Drebber (Gebiet der Gemeinde Drebber)

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