Viel Lob für die Ausrichter des Kyffhäuser-Kreisverbandstags

„Was Ihr hier auf die Beine gestellt habt, ist aller Ehren wert“

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Kyffhäuser-Kreisverbandsvorsitzender Erwin Quante (r.) sowie weitere Vorstandsmitglieder auch der Kameradschaft Drentwede mit den Ehrengästen.

Drentwede - Den Reigen der Grußworte beim Kreisverbandsfest der Kyffhäuser im Gasthaus Schütte eröffnete der Vorsitzende der Kameradschaft Drentwede, Hartmut Abeling. Er bedankte sich bei den Vereinen aus Drentwede und Umgebung für die gute Beteiligung an dem Fest und bei den Anliegern, die die Straßen geschmückt hatten. Dank ging auch an die Sponsoren, die für eine reichhaltige Tombola gesorgt hatten. Seine Kameradschaft werde das Verbandsfest auch 2018 anlässlich des 120-jährigen Bestehens ausrichten. „Das hier heute ist die Generalprobe.“

Karl-Heinz Seißenschmidt übermittelte die Grüße des Landesverbandes. Um die Zukunft des Kreisverbandes Altkreis Diepholz sei ihm – trotz des allseits bekannten Nachwuchsmangels – nicht bange. Zur Flüchtlingswelle sagte er: „Wir Kyffhäuser stehen für Kameradschaft und Solidarität und wir sollten uns alle an diese Grundwerte erinnern und Menschen, die aus krisengeschüttelten Ländern Zuflucht suchen, ein Leben in Frieden und Freiheit ermöglichen.“

Bürgermeister Theo Amelung zollte „seiner“ Kameradschaft Dank und Anerkennung für die Ausrichtung dieses Festes. Er lobte auch den Einsatz von Werner Abeling, der sich ehrenamtlich um die Pflege des Ehrenmals kümmere.

„Was Ihr hier auf die Beine gestellt habt, ist aller Ehren wert,“ verteilte stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Friedrich Iven Streicheleinheiten der Samtgemeinde Barnstorf an die Drentweder Kyffhäuser. Dem Kreisverband hätten schon einmal zwölf Kameradschaften angehört. Jetzt seien es nur noch sechs. Um einen weiteren Rückgang zu verhindern, müsse die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert werden.

Die Kyffhäuser seien auch in diesem Jahr wieder sehr aktiv gewesen, was ja auch der Blick in die Zeitung bestätige, würdigte Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare. Scharf kritisierte der Politiker, selbst Mitglied bei den Kyffhäusern, dass Einrichtungen der Feuerwehr für Flüchtlinge genutzt werden sollen. „Das kann doch wohl nicht wahr sein!“

Während Klare schon 31 Kreisverbands-Feste mitgemacht hat, kam sein Parteifreund Axel Knoerig in seiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter bisher auf drei Einsätze. Er fühle sich in diesem Kreis immer sehr wohl und bat alle Anwesenden darum, die Verbandsaktivitäten der Kyffhäuser, dem ältesten deutschen Soldatenbund, zu unterstützen.

„In diesem Jahr können wir auf einen 70-jährigen Friedenszeit in unseren Grenzen zurückblicken. Einen derart langen Zeitabschnitt in Frieden und Freiheit hat es in unserer 239-jährigen Kameradschaftsgeschichte noch nie gegeben,“ begann Kreisverbandsvorsitzender Erwin Quante seine Festrede. Krieg sei nicht das Ende, sondern immer der Anfang von Problemen, was Europa durch die Flüchtlingswelle gerade jetzt zu spüren bekomme. Quante appellierte an die Regierungen dieser Welt: „Schafft endlich Frieden in den Krisengebieten, damit die betroffene Bevölkerung auch – wie wir – in Frieden und Freiheit leben kann.“

Mit der Nationalhymne klang der er(n)ste Teil des Verbandsfestes aus. Nach dem Ehrentanz des neuen Kreiskönigs, Theo Amelung, demonstrierten die Kyffhäuser und ihre Gäste, dass sie Stehvermögen haben – auch beim Feiern.

rdu

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