Beschluss (vorerst) vertagt

Kläranlage Barnstorf: Ausschüsse sollen über Sanierung beraten

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Die Barnstorfer Kläranlage könnte nach der geplanten Sanierung so aussehen.

Die Beratungen über die Sanierung der Barnstorfer Kläranlage sind vertagt. Fest steht: Gebührenerhöhungen sind unumgänglich.

Barnstorf - Noch vor Beginn der Samtgemeinderatssitzung sorgte ein technisches Problem für Belustigung im Ratssaal des Barnstorfer Rathauses: Der Beamer ließ sich nicht anschalten. Im Spaß wurde vorgeschlagen, die Sitzung ausfallen zu lassen. Kurzerhand wurde aber ein Ersatzgerät organisiert, auf einem Rolltisch platziert und mit zehnminütiger Verspätung konnte die Sitzung inklusive medialer Unterstützung starten.

Den Großteil der Zeit nahm die Beschlussfassung zur Sanierung der kommunalen Kläranlage in Anspruch. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers: „Der Bewilligungszeitraum für Fördergelder für die energetische Sanierung ist maximal bis Mitte 2022 verlängerbar.“ Aus diesem Grund seien die geplanten und zumeist auch notwendigen Maßnahmen in einem „sportlichen Pensum“ durchzuführen. Trotzdem stimmte der Rat einstimmig auf Vorschlag von Ingmar Braunert, Fachdienstleiter Bau und Liegenschaften, auf Vertagung der Entscheidung. So sollen sowohl der Finanzausschuss als auch der Samtgemeindeausschuss besser involviert werden.

Planer schätzen Gesamtkosten auf 8,4 Millionen Euro

Henning Nölle vom Planungsbüro PFI erklärte: „Die geplanten Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 8,4 Millionen Euro.“ Auch er hob hervor, dass die Sanierung der Kläranlage bis 2022 abgeschlossen sein muss, um die bereits bewilligten Fördergelder nicht zu verlieren. Dass viele geplanten Maßnahmen notwendig sind, habe sich nach einer Prüfung des Planungsbüros gezeigt. „Die Anlage ist veraltet, zu klein und überlastet. Sie arbeitet an ihren Grenzen“, so Nölle.

Wenn die Sanierungsmaßnahmen, wie von Nölle vorgestellt, umgesetzt werden, geht das Planungsbüro von einer Einsparung von ungefähr 628 Tonnen CO2 pro Jahr aus, sodass die Anforderungen des bewilligten Förderantrags der Samtgemeinde Barnstorf eingehalten werden.

Kosten wirken sich auf die Gebühren aus

Die aktuelle Abwassergebühr pro Kubikmeter beträgt 3,55 Euro, berichtete Kämmerer Friedhelm Gieseke. Allerdings habe die Sanierung und auch die Umstellung auf Verbrennung des anfallenden Klärschlamms Auswirkungen auf die anfallenden Gebühren. „Wir gehen von einer Gebühr von 4,72 Euro ab dem Jahr 2023 aus“, so Gieseke. „Das sind aber bislang nur Prognosewerte und keine genauen Angaben“, sagte Samtgemeindebürgermeister Lübbers, „aber wir gehen von einer Steigerung zwischen einem und 1,50 Euro aus.“

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