Kommune verschiebt Endausbau der Straßen ins Frühjahr 2018

Verärgerte Anlieger im Gewerbegebiet Immenzaun

+
Die Löcher in der Carl-Zeiss-Straße und der Otto-Hahn-Straße sind zuletzt immer wieder notdürftig geflickt worden.

Barnstorf - Löcher in der Fahrbahn, keine Kostenübersicht, fehlende Informationen: Mehrere Unternehmer im Gewerbegebiet Immenzaun in Barnstorf sind verärgert. Sie warten auf den Endausbau der Carl-Zeiss-Straße und der Otto-Hahn-Straße. Beide Maßnahmen hätten in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen, doch die Kommune hinkt den Plänen hinterher. Etwas Klarheit haben die Beratungen in der jüngsten Ratssitzung des Fleckens Barnstorf gebracht.

In der öffentlichen Sitzung ließen die Unternehmer ordentlich Dampf ab. Sie waren davon ausgegangen, dass sie nach einer Anliegerversammlung über die weiteren Planungsschritte der Kommune informiert würden. Doch die Rückmeldungen aus dem Rathaus blieben aus. Umso größer war die Irritation, als sie das Thema auf der Tagesordnung der Ratssitzung entdeckten. „Es war überraschend, weil wir mehr Offenheit erwartet hatten“, erklärte Wilhelm Bagge.

Gemeindedirektor Jürgen Lübbers machte deutlich, dass der Ausbau der beiden Straßen beschlossene Sache sei. Nach der Entscheidung des Verwaltungsausschusses habe eine Ausschreibung stattgefunden. Ursprünglich sollten die Maßnahmen in diesem Jahr durchgeführt werden, aber die Verwaltung habe sich von einer Umsetzung im Frühjahr günstigere Angebote versprochen. „Der Auftrag ist erteilt. Die Straßen werden im nächsten Frühjahr ausgebaut“, versicherte Lübbers.

Straße soll ausgebaut werden

Beim Ausbau will sich die Kommune an den Wünschen der Grundstückseigentümer orientieren, die über ihre Erschließungsbeiträge den Großteil der Kosten zu tragen haben. Die Fahrbahn soll auf einer Breite von 5,50 Metern hergestellt werden und eine beidseitige Entwässerungsanlage von jeweils 30 Zentimetern erhalten. Auf Straßenbeleuchtungen, Fußwege, Parkstreifen und Grünanlagen soll aus Kostengründen verzichtet werden.

Nach Angaben des Gemeindedirektors hatte ein Anwohner der Otto-Hahn-Straße den Antrag gestellt, das öffentliche Grundstück mit dem Wendehammer zu erwerben. Damit hätten allerdings alle anderen Anlieger einverstanden sein müssen, weil ihnen durch eine Privatisierung die Wendemöglichkeit genommen worden wäre. Aufgrund des erfolgten Widerspruchs bleibe der aktuelle Zustand weiter erhalten.

Anlieger tragen 90 Prozent der Kosten

Laut Satzung müssen die Anlieger 90 Prozent der Kosten tragen, die verbleibenden zehn Prozent übernimmt der Flecken Barnstorf. Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, darüber gab es in der Ratssitzung keine näheren Angaben. Gemeindedirektor Jürgen Lübbers teilte mit, dass die Betroffenen vorab eine Kalkulation bekämen. Die endgültige Abrechnung erfolge erst nach Abschluss der Maßnahme. Zur Verrechnung wurde in der Sitzung ein sogenannter Kostenspaltungsbeschluss gefasst.

Gemeindedirektor Lübbers und Fachbereichsleiter Ingmar Braunert entschuldigten sich im Laufe der Sitzung mehrfach für den unzureichenden Informationsfluss und das fehlende Protokoll über die Anliegerversammlung. Einige Ratsvertreter schlossen sich der Kritik der Unternehmer an und forderten eine bessere Kommunikation und mehr Fingerspitzengefühl bei solch wichtigen Themen.

sp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Altpapiercontainer gerät in Brand

Altpapiercontainer gerät in Brand

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

Meistgelesene Artikel

Raucher löst Feuerwehr-Einsatz in Bassum aus

Raucher löst Feuerwehr-Einsatz in Bassum aus

Rat Wagenfeld verabschiedet den Haushalt 2018

Rat Wagenfeld verabschiedet den Haushalt 2018

Begegnung statt „Brexit“

Begegnung statt „Brexit“

Eröffnungsfeier in der neuen Dekra-Station an der Dieselstraße

Eröffnungsfeier in der neuen Dekra-Station an der Dieselstraße

Kommentare