Unterkunft vorrangig für Familien aus Syrien

Erste Flüchtlinge beziehen Quartier im Hülsmeyer-Park

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Auf jeder Etage des Unterkunftsgebäudes gibt es eine Gemeinschaftsküche.

Eydelstedt - Von Thomas Speckmann. Nach der Schließung der Kaserne stand das ehemalige Offizierswohnheim über viele Jahre leer. Nun herrscht wieder Leben in dem früheren Unterkunftsgebäude, das sich auf dem Gelände des Hülsmeyer-Parks in Eydelstedt befindet und ab sofort als Flüchtlingsunterkunft dient. Elf Personen sind dort bereits eingezogen, weitere Asylbewerber sollen in den kommenden Wochen folgen.

Bei den aktuellen Flüchtlingen handele es sich um drei Familien aus Syrien, berichtet Fachbereichsleiterin Frauke Brüning auf Anfrage. Die Samtgemeinde Barnstorf lege Wert darauf, dass in der bis zu 44 Plätze umfassenden Unterkunft möglichst Menschen derselben Nationalität einquartiert und Familien gegenüber Einzelpersonen bevorzugt werden. Ziel sei, möglichst Konflikte zu vermeiden, unterstreicht die Fachbereichsleiterin.

Die Verwaltung stehe bei der Auswahl der Flüchtlinge in Kontakt mit der Landesaufnahmebehörde. Nach den ersten Personen, die am vergangenen Donnerstag aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Celle in den Hülsmeyer-Park nach Eydelstedt gekommen sind, sollen nach und nach weitere syrische Familien zugewiesen werden. Die Belegung des Hauses, das sich aufgrund seiner Kapazität von den dezentralen Unterkünften in der Samtgemeinde Barnstorf abhebt, soll sich voraussichtlich bis März hinziehen.

Laut Brüning ist das ehemalige Offizierswohnheim inzwischen komplett eingerichtet. Das Gebäude verfügt über elf Zimmer, jedes etwa 33 Quadratmeter groß, die jeweils mit bis zu vier Personen belegt werden können. Jedes Zimmer ist mit Toilette und Dusche ausgestattet. Auf jeder der zwei Etagen gibt es eine Gemeinschaftsküche.

Um die Betreuung der Flüchtlinge kümmert sich die Interessengemeinschaft Gesundes Leben (IGEL), die mit Ann-Kristin Hübner eine mit der Samtgemeinde Barnstorf vertraute Sozialarbeiterin eingestellt hat. Ihr Ziel ist es, die Flüchtlinge bei den ersten Schritten in der neuen Unterkunft zu begleiten. Dazu zählen unter anderem formelle Angelegenheiten und auf lange Sicht auch Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere Freizeitgestaltung für die Jüngsten. Denn nach Angaben der Verwaltung ist bereits jetzt abzusehen, dass in den kommenden Wochen weitere schulpflichtige Kinder in die Unterkunft kommen.

Als Treffpunkt und Aufenthaltsbereich dient das ehemalige Offizierscasino, das ebenfalls seit dem Abzug der Bundeswehr im Jahr 2005 leer steht und zurzeit noch hergerichtet wird. Auch dieses Gebäude hat die Samtgemeinde angemietet. Hier können beispielsweise Sprachkurse angeboten oder auch Hausaufgabenbetreuung stattfinden. „Die Sprachkurse starten in zwei Wochen“, berichtet Hübner.

Die Sozialpädagogin ist froh über die Unterstützung einer Teilzeitkraft, die ebenfalls vom IGEL eingestellt worden ist und über arabische Sprachkenntnisse verfügt. Der Verein würde sich freuen, wenn sich auch Bürger auf freiwilliger Basis für die Betreuung zur Verfügung stellen, und sei es nur für eine Stunde pro Woche. „Ehrenamtliche Helfer können sich in verschiedenen Bereichen engagieren“, sagt die Sozialarbeiterin. Wer Interesse hat, sollte sich bei Ann-Kristin Hübner melden (Tel. 0175/9871330 oder E-Mail: ann-kristin.huebner@igel-barnstorf.de).

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