Zwölf Wehren am Start

Ortsfeuerwehr Drentwede gewinnt Wettbewerbe der Samtgemeinde

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Beste Stimmung herrschte am Samstagabend in der Wettbewerbsgruppe der Ortsfeuerwehr Drentwede, die sich mit knappem Vorsprung die Siegertrophäe sicherte (hinten, v.l.): Thomas Bode, Lennart Schwarze, Torben Lange, Tobias Kölpin, Bastian Bruns, Maik Tinnemeyer und Lars Heuer sowie (vorne, v.l.) Patrick Kölpin, Jannis Neugebauer, Torsten Aumann und Fabian Windeler.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Neue Aufgaben, neue Abläufe, neue Bewertungen: Die zwölf Feuerwehren der Samtgemeinde Barnstorf mussten sich am Sonnabend einer besonderen Herausforderung stellen.

Der Wettkampf in Barnstorf liefen erstmals nach den frisch geänderten Bedingungen des Landes Niedersachsen ab. Offenbar gut zurechtkam mit den Vorgaben die Ortsfeuerwehr Drentwede, die sich mit knappem Vorsprung den ersten Platz sicherte. Aufs Treppchen folgten Vorjahressieger Drebber und Gastgeber Barnstorf. Die „Rote Laterne“ ging an die Truppe aus Donstorf.

Ob der morgendliche Probealarm aufs persönliche Handy der Grund dafür war, dass die Drentweder am Nachmittag auf dem Wettbewerbsplatz an der Barnstorfer Bürgerweide hellwach waren, ließ Gruppenführer Torsten Aumann mit einem Schmunzeln dahin gestellt. Für ihn und seine Kameraden gab es bei der Siegerehrung kein Halten mehr. Sie tanzten vor Freude im Kreis und streckten die Wandertrophäe, die sie vor zwei Jahren zuletzt in Händen gehalten hatten, in die Höhe.

Neue Vorgaben schwer umzusetzen

Der engagierte Gruppenführer rieb sich nach der erfolgreichen Leistung die Hände, räumte auf Nachfrage aber auch ein, dass die neuen Vorgaben viele Wehren vor Probleme gestellt und auch in seinem Reihen zunächst für Frust gesorgt hätten. Doch seine Kameraden hätten bei der Umstellung versucht, eine gewisse Offenheit an den Tag zu legen und es zu nehmen wie es kommt. „Wir sind uns treu geblieben und haben uns nicht demotivieren lassen“, erklärte Aumann.

Unter den prüfenden Blicken der Schiedsrichter aus der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ mussten die Gruppen erstmals drei verschiedene Module absolvieren. Im Gegensatz zu früheren Regelung liefen die Herstellung einer Saugleitung und die Simulation eines Löschangriffes getrennt voneinander ab. Gänzlich neu war der Einsatz des Feuerwehrfahrzeuges, das in einem Parcours mit Schlauchbrücken und Pylonen rückwärts eingeparkt werden musste.

„Bei der Bewertung ist der Zeitfaktor jetzt nicht mehr so wichtig. Die Zielerfüllung ist das Entscheidende“, erläuterte Gemeindebrandmeister Guido Schruth die wesentlichen Unterschiede. Er zeigte sich mit der Leistungsdichte insgesamt zufrieden, zumal die Wehren nur wenige Wochen Zeit gehabt hätten, um den neuen Leistungskatalog, der sich an der Feuerwehrdienstvorschrift orientiere und engen Bezug zur Ausbildung der Kameraden habe, kennenzulernen.

Verbesserungsbedarf erkennbar

Gleichwohl stellte Schruth fest, dass es sich um ein Probejahr handele und es auf Samtgemeindeebene noch Verbesserungsbedarf gebe, etwa bei der Reihenfolge der Module, die von den Ortsfeuerwehren nacheinander durchlaufen werden müssen. Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass der neue Ablauf für Zuschauer, die mit dem Feuerwehrwesen nicht so vertraut seien, schwer nachvollziehbar sei. Dabei sei dies eines der Ziele der neuen Richtlinien gewesen.

Ein Kompliment zollte der Gemeindebrandmeister der Ortsfeuerwehr Barnstorf, die anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens für die Ausrichtung der Wettbewerbe verantwortlich zeichnete. Ortsbrandmeister Heiko Schmidt nahm das Lob gerne an, hätte sich nach den aufwendigen Vorbereitungen aber eine größere Zuschauerzahl gewünscht. „Wo ist die Bevölkerung?“, fragte der Kommandochef achselzuckend.

Nachwuchs gut vertreten

In der Tat hätten es bei dem sonnigen Wetter einige Besucher mehr sein können auf dem Platz an der Bürgerweide. Gut vertreten war immerhin der Feuerwehrnachwuchs, der am Samstagvormittag seine eigenen Wettbewerbe ausgerichtet hatte. Dabei setzte sich die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Eydelstedt gegen die Konkurrenten aus Cornau und Barnstorf durch.

Den symbolischen Startschuss für die Wettbewerbe hatte stellvertretender Fleckens-Bürgermeister Michael Bruhns gegeben. Bei der abendlichen Siegerehrung trat stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Friedrich Iven an das Mikrofon. Er lobte ebenfalls die Leistung der Feuerwehr und zeigte Verständnis für die Gruppen, die sich erstmals mit den neuen Wettbewerbsvorgaben auseinendersetzen mussten. Sein Fazit: „Die Übung ist gewöhnungsbedürftig.“

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