„Trust & Trost“ für Jugendliche

Gottesdienst in der Werkstatt

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Alena kreiiert den Altar aus dem Himmelskoffer.

Jacobidrebber - Es gibt sie: Die junge Kirche im Kirchenkreis Diepholz. Genannt: Churchville. Und sie reiste mit der Jugendwoche dieses Mal nach Drebber. An insgesamt sieben Tagen der Woche vom 4. bis 10. Mai startete das Churchville-Team unter der Leitung von Diakonin Sarina Salewski junge Aktionen mit Jugendlichen unter der Überschrift: Trust & Trost.

Am Donnerstagabend fand in der Werkstatt des Autohauses Kording in Jacobidrebber ein etwas anderer Jugendgottesdienst vor der Hebebühne, inmitten von Werkzeugen und mit einem Altar auf einem Reifenstapel statt. Für rund 27 junge Jugendliche, dem Team von Churchville Soeren, Sylvia, Michelle, Yvonne, Julia, Alena, Rielana und einigen Erwachsenen begann der Exkurs zu den Begriffen Vertrauen und Trost. Aus dem stabilen Himmelskoffer, der seine Reiseaufkleber stolz präsentierte, kam eine Kerze und der Altar auf dem Stapel Reifen war fertig.

Der Gottesdienst entbehrte an nichts, was man nicht in herkömmlichen Gottesdiensten wähnt. Alle sangen gemeinsam, hörten eine Predigt und Geschichte, beteten und erhielten den Segen. Trotzdem war alles anders: Jung, abgestimmt mit Sprache, Gesten und Taten. Die Geschichte von Jesu Geburt fand dieses Mal in einer Autowerkstatt statt, er lag als Baby in einer Ölwanne. Hirten, Engel und drei Könige sprechen eine junge Sprache: Die Order von Kaiser Augustus, sich zählen zu lassen in seiner Geburtsstadt ist „eine klare Ansage“. Die Erscheinung der Engel verursacht „voll die Panik“ und gegen Ende der Geschichte freuen sich alle „total“, „alles war gut abgegangen“ und eine Empfehlung war: „Entspannt Dich mal“.

Die gemeinsam gesungenen Lieder Trostlieder für Nacht-, Prüfungs- oder diffusen Ängsten. Im Regen vor der Autowerkstatt luden zwei Spiele zum gemeinsamen Erfolg die Jugendlichen ein. Als Metapher zu Anfang und Ziel bezwangen die in zwei Gruppen aufgeteilten Jugendlichen eine lange Gewindestange mit jeweils einer eigenen Schraubenmutter. Der Clou: Keiner durfte die Stange anfassen, die Muttern mussten aber von oben nach unten runtergedreht werden. Nur gemeinsam schafften sie das. Beim Troststaffellauf ging es um Schnelligkeit.

Im Interview mit Firmeninhaber Wilhelm Rodenbeck erfuhr die Gruppe praktisch, wo er Vertrauen hatte. „Ich vertraue oft zu schnell, manchmal wird man dann enttäuscht von anderen Menschen“, so der Chef. Aber er vertraut seiner Frau, seinen Mitarbeitern und Familie aufs Vollste.

Ein großes Dankeschön ging an das Ehepaar Rodenbeck und eine Stunde voller Gemeinschaft zu Ende.

Heute ist Churchville auf der Roofman-Ranch in Dönsel und am Sonntag feiert Churchville in der Kirche in Jacobidrebber mit den Jugendlichen und der gesamten Gemeinde „Sonntag“ und schaut zurück auf die „pics“ der Woche. Das Feiern heißt übrigens auf „jugendlich“: connection.

sbb

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