Drentwede gewinnt Wettbewerbe der Feuerwehren

Triumph für eine super Truppe

Die zehnminütige Übung bestand aus wesentlichen Aufgaben eines Löscheinsatzes.

Eydelstedt- In der Freiwilligen Feuerwehr Drentwede gab es am Samstagabend kein Halten mehr. Die Kameraden jubelten und tanzten im Kreis, als sie zum Sieger der Wettbewerbe in Eydelstedt gekürt wurden. Unter ihnen ein glücklicher und sichtlich stolzer Ortsbrandmeister Hans-Hermann Lange: „Eine super Truppe, die über Jahre gewachsen ist“, schwärmte der Kommandochef.

Zwölf Feuerwehren aus der Samtgemeinde Barnstorf waren in Eydelstedt an den Start gegangen. Die Gastgeber eröffneten die Wettbewerbe, die den Gruppen einiges abverlangen sollten. Unter den Augen der Wertungsrichter aus der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ galt es eine vielseitige Löschübung zu absolvieren. Dabei spielten Sorgfalt und Schnelligkeit eine entscheidende Rolle. Innerhalb von zehn Minuten musste der Einsatz – vom Verlegen der ersten Schläuche bis zum Abbau der Geräte -–abgeschlossen sein.

Das Geschehen auf der Wettkampfbahn wurde von mehreren hundert Zuschauer verfolgt. Darunter befanden sich zahlreiche Schützenschwestern aus Donstorf. Sie hatten anlässlich des 40-jährigen Bestehens ihrer Damengruppe eine Planwagenfahrt unternommen. Zahlreiche Alterskameraden, die sich auch nach ihrer aktiven Zeit mit der Feuerwehr verbunden fühlen, ließen sich das kurzweilige Programm ebenfalls nicht entgehen. „Wir hatten schon vor 50 Jahren solche Wettbewerbe“, berichtete Dieter Möller aus Eydelstedt. Die Aufgaben seien damals ähnlich gewesen. Es sei sehr auf Schnelligkeit angekommen. Aber bei der heutigen Bewertung müssten die Teilnehmer noch mehr aufpassen, stellte der Alterskamerad anerkennend fest.

Gemeindebrandmeister Peter Winkelmann und sein Stellvertreter Guido Schruth lobten den harmonischen Verlauf und zeigten sich mit den Leistungen der Wettkampfgruppen insgesamt zufrieden. Dass es hier und dort Patzer gebe, etwa wenn sich eine Kupplung löse, sei nachvollziehbar. „Eine tolle Veranstaltung, ein toller Platz“, bilanzierte Winkelmann bei der Siegerehrung und fügte mit Blick gen sonnigen Himmel hinzu: „Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, das ist die halbe Miete.“

Dem Dank an die Ortsfeuerwehr Eydelstedt, die auf ihrem Gelände an der Schweringhauser Straße beste Voraussetzungen geschaffen hatte, schloss sich Bürgermeister Friedrich Bokelmann gerne an. Er hob den ehrenamtlichen Einsatz hervor und würdigte den Beitrag der Feuerwehr für die Dorfgemeinschaft. Den Siegern gratulierte Bokelmann auch im Namen von Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers und Stellvertreter Friedrich Iven, die am Samstagabend beim Pokalfinale in Berlin weilten.

Doch der Elfmeterkrimi im Olympiastadion wurde für die Drentweder zur Nebensache. Sie feierten ihren eigenen Triumph und hatten sich diesen auch redlich verdient. Bei den Leistungswettbewerben im vergangenen Jahr waren Langes Kameraden noch knapp gescheitert und mussten der Nachbarwehr Barnstorf den ersten Platz überlassen. Daraus entstand offenbar eine zusätzliche Motivation für die eingeschweißte Truppe. „Wir haben die letzten drei Monate intensiv geübt“, berichtete Gruppenführer Torsten Aumann.

Die Drentweder drehten nicht nur den Spieß um, indem sie in der Gesamtwertung vor Barnstorf und Düste landeten, sondern stellten auch den schnellsten Angriffstrupp. Unterdessen verfügte Drebber über den schnellsten Wassertrupp. Der Pokal für den schnellsten Schlauchtrupp ging zum vierten Mal in Folge an Aldorf.

Feuerwehr-Wettbewerb der Samtgemeinde Barnstorf

Mit der „Roten Laterne“ musste sich die Ortsfeuerwehr Dreeke-Mäkel begnügen, doch Gruppenführerin Tanja Meyer nahm´s mit Humor. Den letzten Platz hätte ohnehin eine andere Wehr verdient: Dörpel „glänzte“ zum wiederholten Mal durch Abwesenheit. Eine traurige Ausnahme in der aktiven Feuerwehr-Gemeinde.

sp

Mehr zum Thema:

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Udo Lindenberg in der Bremer Stadthalle

Udo Lindenberg in der Bremer Stadthalle

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Meistgelesene Artikel

Landarztpraxis in Twistringen droht die Insolvenz

Landarztpraxis in Twistringen droht die Insolvenz

Sportpark-Feuer: Jugendstrafen mit Bewährung 

Sportpark-Feuer: Jugendstrafen mit Bewährung 

Freistatt feiert Jahresfest – und 150 Jahre Bethel

Freistatt feiert Jahresfest – und 150 Jahre Bethel

In Seckenhausen endet die Ära der Friseurfamilie Weingartz

In Seckenhausen endet die Ära der Friseurfamilie Weingartz

Kommentare