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Tradition trifft Moderne: LED-Osterfeuer in Drebber

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Von: Jannick Ripking

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Nachhaltig und umweltfreundlich, aber ohne Wärme: Das LED-Osterfeuer des TSV Drebber soll traditionelle Festtagsstimmung zum Sportplatz bringen. Vorsitzender Heinfried Maschmeyer hat schon einmal ein Probefeuer über die Leinwand laufen lassen.
Nachhaltig und umweltfreundlich, aber ohne Wärme: Das LED-Osterfeuer des TSV Drebber soll traditionelle Festtagsstimmung zum Sportplatz bringen. Vorsitzender Heinfried Maschmeyer hat schon einmal ein Probefeuer über die Leinwand laufen lassen. © TSV Drebber

Das gab es in der Region noch nie: Der TSV Drebber veranstaltet auf seinem Sportplatz ein umweltfreundliches Osterfeuer – ohne echtes Feuer.

Drebber – Ein Osterfeuer ohne echtes Feuer – geht das überhaupt? Der TSV Drebber meint: Ja. Denn der Verein lädt zum Sportplatz in Drebber ein für sein erstes LED-Osterfeuer. Statt eines brennenden Haufens mit Grünschnitt wird am Samstag, 16. April, ab 18 Uhr ein Feuer auf der großen Leinwand am Sportplatz zu sehen sein.

Bis ins Jahr 2019 hatte immer die Ortsfeuerwehr Drebber das große öffentliche Osterfeuer in der Gemeinde organisiert. Doch dann kam Corona – und ein neues Baugebiet. Deswegen kann die Feuerwehr dieses Fest nicht mehr veranstalten. Der TSV Drebber will diese Tradition aber nicht abreißen und das Osterfeuer in Drebber auf dem Sportplatz weiterleben lassen – nachhaltig und modern, ganz ohne CO2 und Feinstaub. Dabei setzt der Verein auf seine Leinwand.

„Das haben wir schon seit drei Jahren in Planung“, erklärt Organisatorin Elke Maschmeyer. Bisher habe das Virus aber immer im Weg gestanden. „Jetzt ist es möglich und wir wollen nicht, dass die Osterfeuer-Atmosphäre in Drebber einschläft. Es hat sonst immer ein Osterfeuer gegeben“, sagt sie.

Angst, dass durch das LED-Feuer kein echtes Ostergefühl aufkomme, habe der Verein nicht. Maschmeyer rückt lieber die Vorteile in den Vordergrund: „Unser Osterfeuer ist nachhaltig und umweltfreundlich gestaltet.“ Für Tiere und Menschen bestehe keinerlei Gefahr. „Es kommen keine Hasen und Igel zu Schaden, die sich vielleicht im Gestrüpp verstecken würden“, sagt sie. Und auch die Feuerwehr müsse keine Brandwache halten: „Sie kann ganz entspannt mitfeiern.“ Darüber hinaus sei ein echtes großes Feuer auf dem Gelände des Vereins ohnehin nicht möglich. „Das würde unseren Platz über Jahre kaputt machen“, sagt die Organisatorin. Der Spielbetrieb der Fußballsparte würde massiv darunter leiden. „Ein richtiges Feuer geht bei uns also gar nicht“, erklärt Maschmeyer.

Der Verein habe die konkrete Planung sehr kurzfristig angeschoben, als bekannt wurde, dass es Lockerungen bei den Corona-Regeln gibt. Deswegen lasse er sich überraschen, wie gut die erste Veranstaltung dieser Art von den Bürgern angenommen wird. „Wir wissen nicht, wie viele Leute kommen. Da haben wir gar kein Bauchgefühl. Normalerweise waren bei der Feuerwehr immer so um die 100 Besucher. Darauf sind wir auf jeden Fall vorbereitet“, so Maschmeyer.

„Für uns ist es auch das erste Mal“, meint sie. Daher sei der Verein offen für Anregungen, um es in Zukunft besser machen zu können: „Die Leute sollen einfach ehrlich sagen, wie sie es fanden. Das hilft uns weiter.“ Aus Gesprächen mit Nachbarn sei bereits hervorgegangen, dass die Idee des TSV gut ankommt. „Sie haben uns gesagt, dass sie am Samstag dann ein Ziel haben“, berichtet die Veranstalterin.

Den typischen Geruch eines Osterfeuers werde es zwar definitiv nicht geben, aber möglicherweise wird das bekannte Knacken und Knistern zu hören sein: „Wir haben eine Lautsprecheranlage. Theoretisch könnten wir also die Geräusche eines Feuers darüber abspielen.“ Fest steht das allerdings noch nicht. „Wir wissen nicht, ob das nicht in der Menge untergeht“, erklärt Elke Maschmeyer.

Rund um das LED-Osterfeuer werde es Getränke und Essen geben: „Wir öffnen ein Fenster unseres Vereinsheims und verkaufen die Getränke von dort. Und wir grillen in unserer festen Bratwurstbude“, sagt Maschmeyer. Außerdem werde es Stockbrot und Popcorn geben. Das können die Besucher an einer der zwei Feuerschalen – mit echtem Feuer – selbst zubereiten.

Um den Abend familienfreundlich zu gestalten, bietet der TSV Drebber eine Hasenolympiade für die Kinder an. Wir machen Weitsprung, Sackhüpfen und Eierlauf. Also alles körperliche Aktivitäten – wie es sich für einen Sportverein gehört“, erzählt Maschmeyer. Auch Vereinsmaskottchen Drebbi werde dabei sein. „Fotos machen, Hände schütteln. Er wird harte Arbeit haben“, sagt sie. „Die Kinder fahren total auf ihn ab.“

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