Aktionstag des Heimatvereins

Tolle Knolle entfaltet eine große Anziehungskraft

Bei einer Sortiermaschine konnten die Besucher selbst Hand anlegen. Die Kartoffeln wurden in mehrere Säcke abgefüllt.

Barnstorf - Welche Anziehungskraft die tolle Knolle besitzt, zeigte sich im Rahmen der Barnstorfer Kartoffeltage. Nicht nur im Ortskern lockten zahlreiche Hingucker und Gaumenfreuden das Publikum an, auch auf dem etwas abseits gelegenen Gelände am Meyer-Köster-Haus gab es für die Besucher eine Menge zu bestaunen.

Der Vorstand des Heimatvereins Samtgemeinde Barnstorf zeigte sich in einer ersten Bilanz mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Aktionstages. „Aufgrund der vielen Veranstaltungen im Umkreis hatten wir nicht so viele Gäste erwartet“, verlautete aus der engagierten Führungsriege um ihren Vorsitzenden Jürgen Rattay.

Viele Gäste hätten ihren Bummel durch die Geschäfte und über die Schlemmermeile, die von der Fördergemeinschaft zwischen Volksbank und Rathaus angeboten wurde, mit einem Abstecher zum Roggenberg verbunden. Aber es seien auch einige Leute gekommen, die vorher schon beim Hoffest in Heimstatt oder bei anderen Events in den Nachbargemeinden gewesen seien, stellten die Gastgeber fest. Bei dem sonnigen Wetter seien mehrere Gruppen mit dem Fahrrad nach Barnstorf gekommen.

Nach Angaben des Heimatvereins waren es schätzungsweise 300 bis 400 Besucher, die sich im Laufe des Tages auf dem herausgeputzten Gelände tummelten. Viele Gäste standen schon um 11 Uhr auf der Matte, vermutlich angelockt von den verführerisch duftenden Kartoffelpuffern mit Apfelmus. „Passend zum Motto des Tages und hausgemacht“, wie die Veranstalter schon im Vorfeld frohlockt hatten.

Barnstorfer Kartoffeltage

Dafür hatte das Küchenteam um die zweite Vereinsvorsitzende Helga Rödenbeck alle Hände voll zu tun. Schon am Vortag hatten die Helfer einen Zentner Kartoffeln geschält und gerieben. Der Teig wurde dann unmittelbar vor dem Braten frisch angerührt und schließlich in zwei großen Pfannen gebacken. Die Nachfrage war enorm. Zeitweise bildeten sich Schlangen vor dem Tresen. Schon am frühen Nachmittag hieß es: „Ausverkauft“. Auch die Kaffeetafel auf der Diele des Meyer-Köster-Hauses war am Nachmittag gut besucht. Viele Gäste stärkten sich bei Kaffee und Butterkuchen.

Ein Kommen und Gehen herrschte auch auf dem Gelände, wo die Heimatfreunde mit gewissem Stolz ihre sehenswerten Ausstellungen präsentierten. „Viel Lob gab es für die Präsentation der vielseitigen Themen zu Landwirtschaft, Handwerk und Haushalt. Hier wurde so manche Erinnerung an alte Zeiten geweckt. Oft kam die Aussage, dass man gar nicht wusste, dass es ein schönes Heimathaus in Barnstorf gibt“, berichtete der Vorstand aus den vielen Gesprächen.

Passend zum Motto des Tages wurden die Dauerausstellungen um mehrere Geräte und Maschinen erweitert, die früher zur Kartoffelernte eingesetzt wurden. Anreiz zur aktiven Mitarbeit lieferte eine aus den 1950er Jahren stammende Sortieranlage. Unter Beteiligung der Besucher wurde hier am Rad gedreht, um innerhalb kurzer Zeit einen Sack Kartoffeln in unterschiedlichsten Größen zu sortieren. Angefangen bei der Pflanzkartoffel über die Speisekartoffel bis hin zur Futterkartoffel.

Die Ausstellung sprach nicht nur Einheimische an. Auch zahlreiche Besucher aus umliegenden Orten wie Diepholz, Drebber, Twistringen, Sulingen und sogar aus dem Raum Vechta ließen sich von den Männern des Heimatvereins durch die Ausstellungen führen. Somit dürften sich die Raritäten, die es in Barnstorf zu bestaunen gibt, auch über die Gemeindegrenzen hinaus weiter herumsprechen. 

sp

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