Drei Neulinge an Bord

Theatergruppe Cornau:  Proben für Weihnachtsaufführung laufen

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Sorgen im plattdeutschen Schwank für Stimmung auf der Bühne (v.l.): Henning Hagedorn, Hagen Waschinski und Marian Kammann.

Cornau - Von Luka Spahr. Zum Weihnachtsfest wird in Cornau wieder eine seit mehr als sieben Jahrzehnten währende Tradition fortgeführt. Zahlreiche Stücke von noch mehr Darstellern hat es im Laufe der Zeit schon gegeben. Daran will die Theatergruppe Cornau in bewährter Form anknüpfen. Die Proben für die mit Spannung erwarteten Aufführungen im Gasthaus F.H. Koch laufen auf vollen Touren.

Passionierte Theatergänger in Cornau wissen, dass die Stücke stets in plattdeutscher Sprache aufgeführt werden. So hat sich die zehnköpfige Truppe unter der Leitung von Marian Kammann und Anika Behrens wieder nach einem solchen Schwank umgesehen. Die Wahl ist auf „Roodlücht för een ollen Schinken“ des berühmten Autors Helmut Schmidt gefallen.

Bereits seit September treffen sich die Darsteller zweimal pro Woche, um sich auf die Premiere vorzubereiten. Wer die Truppe besucht, trifft auf gut gelaunte Menschen, die sich auch von der Kälte nicht abhalten lassen. Für zwei Stunden den großen Saal zu beheizen, lohnt sich nicht. Also behelfen sich die Akteure mit mobilen Heizpilzen und Gebläsen. Dabei wirkt der kleine Tisch vor der Bühne im großen, dunklen Saal fast ein bisschen verloren. Bei Getränken und heißen Suppe von Ex-Schauspielerin Siegrid Gerding machen es sich die Darsteller gemütlich. Gemeinsam stecken sie ihre Köpfe in die Drehbücher, gehen die plattdeutschen Dialoge durch und proben einzelne Szenen auf der Bühne. Wo der Text noch hakt, meldet sich die Souffleuse Elke Kriesmann zu Wort und hilft den Laiendarstellern auf die Sprünge.

In diesem Jahr verstärken drei Neulinge das Ensemble: Nadja Humburg, Hagen Waschinski und Tim Nuttelmann. Sie haben teilweise anderweitig erste Schauspielerfahrungen gesammelt. Daher ist von Aufregung (noch) nichts zu sehen. Stattdessen herrscht Freude über die aktuelle Zusammensetzung der Mannschaft. „Das kann nur gut gehen bei diesen Leuten“, sagt Tim Nuttelmann.

Immerhin kein Ostfriesen-Platt

Die altdeutsche Sprache geht den Schauspielern leicht über die Lippen. Immerhin sei es kein Ostfriesen-Platt und daher gut verständlich, berichten die Schauspieler lachend. Gelacht wird bei den Proben sowieso viel. „Nicht nur das Publikum wird bei der Aufführung seinen Spaß haben, sondern auch wir. Die Hauptsache ist der Spaß an der ganzen Sache“, sagt Anika Behrens. Sie selbst muss sich zurzeit etwas zurückhalten. Vor ein paar Tagen hat ihre Stimme versagt. Daher ist sie im Flüsterton unterwegs und braucht ein wenig Schonzeit. Aber bis zur Premiere sind es glücklicherweise noch ein paar Wochen. Dann soll die Stimme wieder mitspielen. Alle sind zuversichtlich, dass Text, Mimik und Gestik zur ersten Aufführung sitzen.

In den verbleibenden Wochen wollen die Schauspieler noch intensiver proben. Ab Dezember stehen drei Treffen pro Woche auf dem Kalender. Darüber hinaus wird am Bühnenbild gearbeitet. „Jeder packt mit an“, lautet die Devise. Dabei braucht die Theatergruppe keine Requisiteure oder Techniker. Um die Maske will sich Schauspielerin Jennifer Roth kümmern.

Die öffentliche Generalprobe findet am Samstag, 16. Dezember, ab 19.30 Uhr im Gasthaus F.H. Koch statt. Der Vorhang für die Hauptaufführung hebt sich wie gewohnt am 1. Weihnachtstag um 19 Uhr. Nach der Darbietung bitten die Veranstalter wieder zum Tanz. DJ „Teddy Taste“ sorgt für Stimmung. Karten für beide Aufführungen gibt es an der Abendkasse.

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