Mit Corona-Beauftragtem zum Punktspiel

Tennisvereine nehmen Training wieder auf

Besuch auf der Tennisanlage des TSV Drebber am späten Freitagabend. Die Sparte Tennis nimmt den Trainings- und Übungsbetrieb wieder auf. Fotos: Scholz

Barnstorf / Drebber - Von Jan Scholz. Den Tennisball in der linken, der Schläger in der rechten Hand. Ein energischer Wurf nach oben - und schon holt die Hand mit dem Schläger aus. Das Match ist eröffnet. Nach dem Fünf-Stufen-Plan des Land Niedersachsens dürfen Outdoor-Sportanlagen wieder öffnen. Das lassen sich die Tennisfreunde des TC Barnstorf Grün-Weiß und des TSV Drebber nicht zweimal sagen.

Eifrig richteten die Mitglieder des TC Barnstorf die Tennisanlagen im Flecken in den vergangenen Tagen wieder her. Schon kann der Betrieb wieder starten. Von Normalität sprechen die Sportler nicht. Am Eingangstor hängen die Abstands- und Hygienebestimmungen aus.

Neben dem Clubhaus steht ein Tisch mit Einmalhandschuhen und Desinfektionsmittelspendern. Daneben liegt eine Liste, in die sich jeder, der auf dem Platz spielen will, eintragen muss. Richtig belebt ist der Tennisplatz zur Stoßzeit am späten Nachmittag noch nicht. „Die meisten haben relativ zurückhaltend auf die Nachricht der Wiedereröffnung reagiert“, berichtet Wilhelm Dieke, erster Vorsitzender des Tennisclubs. Aber: Das gute Wetter habe schon bei einigen die Lust auf Tennis wiedergeweckt.

Neben den Hygiene-Auflagen gibt das Land Niedersachsen vor, dass jeder Verein einen Corona-Beauftragten benennen muss. Beim Tennisclub Barnstorf übernimmt dieses Amt Geschäftsführer Franz Haas. Er ist dafür zuständig, dass alle Mitglieder über die Verordnungen informiert werden und diese einhalten. Zudem ist er derjenige, der Anwesenheitslisten verwaltet und im Infektionsfall Kontaktketten nachvollzieht.

Trotz allem herrsche eine heitere Stimmung auf dem Spielfeld. Man bereite sich auf die in den Juni verschobenen Pflichtspiele vor, erklärt Vorsitzender Dieke. Darüber, wie der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden kann, berät der Vorstand in der kommenden Woche. Man wolle schnellstmöglich auch den Kindern und Jugendlichen das Training wieder ermöglichen.

Auch beim TSV Drebber fliegen die Bälle wieder. Seit 2018 verfügt der Verein über einen Allwetterplatz. Damit ist der Spielbetrieb ganzjährig möglich; theoretisch. Doch: „Die Spieler dürfen aktuell im Vereinsheim nicht duschen oder die Umkleiden nutzen“, sagt Vorstandsmitglied Elke Maschmeyer. Jeder Spieler müsse seine Tennisbälle kennzeichnen, damit es nicht zu Fremdkontakt kommt.

Die Freude bei Spartenleiter Tobias van Mark sei derweil groß, sagt er: „Endlich wieder den Sport ausleben, den ich liebe und das bei dem tollen Wetter.“ Man sei sich der Verantwortung aber sehr bewusst. Mithilfe einer App könnten die Tennissportler den Platz buchen. Damit verhindert man kontaktlos, dass zu viele Sportler sich auf dem Platz befinden. Trainer Boris Möller freut sich wieder trainieren zu dürfen.

Auch die anderen Sparten des TSV Drebber bereiten sich aktuell auf den Trainingsbetrieb vor. Beim Fußball sei dieses noch einfacher als beim Turnen, erklärt Elke Maschmeyer. Über die Nutzung der Sporthalle werde darum auch nachgedacht.

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