Teilnehmer einer Lernwerkstatt informieren sich in Barnstorfer Schule / VNB knüpft Kontakt nach Bangladesch

Internationale Gäste entdecken Friedens-AG

+
Im Vorfeld ihrer Konferenz in Loccum besuchten vier Teilnehmer der Lernwerkstatt die Christian-Hülsmeyer-Schule. Dort gaben Schüler der Friedens-AG einen Einblick in ihre Arbeit.

Barnstorf - In der Friedens-AG der Christian-Hülsmeyer-Schule waren jetzt Englisch-Kenntnisse gefragt. Die Schülergruppe um Lehrerin Dorit Schierholz begrüßte Gäste aus Kolumbien, Nicaragua, Ghana und Bangladesch. Dabei handelte es sich um Mitglieder einer internationalen Lernwerkstatt, die im Vorfeld ihrer viertägigen Konferenz in der Akademie Loccum eine Erkundungstour durch Niedersachsen machten und dabei auch Barnstorf besuchten.

„Die vier Gäste aus den verschiedensten Kulturkreisen und Lebensbedingungen waren unglaublich interessiert an unserer Schulführung“, stellte Schierholz fest. Vor allem die sehr gut ausgestatteten Fachräume und der große Sportplatz hätten die Gäste beeindruckt. In Ländern wie Ghana sei ein vergleichbares Lernen gar nicht möglich, weil die Schulklassen dort viel größer und eine vergleichbare Ausstattung erst an Universitäten anzutreffen seien, so Schierholz. Die Friedens-AG nutzte die Gelegenheit, um ihr Engagement für ein faires Miteinander vorzustellen. Dazu hatten die Schüler eine Präsentation vorbereitet, die sich vor allem mit aktiver Erinnerungsarbeit auch im Hinblick auf die deutsche Geschichte beschäftigte. Insbesondere vom Schicksal der Anne Frank, das sie mit Juden auch aus Barnstorf teilt, seien die Gäste sehr berührt gewesen, berichtete die Pädagogin.

Neue Eindrücke gewannen die Gäste auch beim Besuch des Welthauses an der Bahnhofstraße. Der dort ansässige Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB) hatte die internationale Lernwerkstatt unter Federführung der pädagogischen Mitarbeiterin Sarah Laustroer vorbereitet und die Fachleute zum Dialog ins Land geholt. Das Motto der viertägigen Konferenz: „Learn2Change“ (Lernen für Veränderung).

Mit einem Dutzend Partnern aus dem Süden und etwa 40 Teilnehmenden aus Deutschland wurden Methoden und Inhalte eines verantwortlichen und nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen der Welt besprochen. Dabei ging es um den Austausch von Visionen, vor allem um Praxiserfahrungen in den fernen Ländern. Am Rande der Konferenz wurden Kontakte geknüpft und bereits neue Ideen geschmiedet.

In seinem nächsten geplanten Projekt will sich der VNB mit dem Zusammenhang von Klimawandel und Ernährung beschäftigen. „Mit Sisir Datta, dem Direktor des Instituts für Theaterkunst in Bangladesch, haben wir einen gutem Partner gefunden“, freut sich VNB-Geschäftsstellenleiter Reinhold Bömer. Das Institut habe unabhängig von den Barnstorfern ein ähnliches Projekt für sein Land angedacht. Bömer: „Wir planen eine Kooperation und können uns gegenseitig Anregungen geben und in der Umsetzung stärken.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Diese sieben Promis erlitten einen Schlaganfall

Diese sieben Promis erlitten einen Schlaganfall

Alleskönner-Alu oder Edel-Carbon: Rahmen für Radler

Alleskönner-Alu oder Edel-Carbon: Rahmen für Radler

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Droht Venezuela eine Diktatur?

Droht Venezuela eine Diktatur?

Meistgelesene Artikel

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Durch die Heidelbeer-Plantagen von Kirchdorf

Durch die Heidelbeer-Plantagen von Kirchdorf

„Flieger in die Türkei sind ausgebucht“

„Flieger in die Türkei sind ausgebucht“

72-jähriger Motorradfahrer stirbt bei Unfall

72-jähriger Motorradfahrer stirbt bei Unfall

Kommentare