100 Teilnehmer beim Familienangeln des Sportfischereivereins Flecken Cornau

Plümers Schirm ist der kapitalste Fang

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Im Sportfischereiverein Flecken Cornau gehört das Familienangeln zu den besonders beliebten Veranstaltungen. Dieses Mal waren 35 Familien vertreten.

Cornau - Der kapitalste „Fang“ gelang erst nach Schluss des Familienangelns des Sportfischereivereins Flecken Cornau an den Vereinsteichen: ein stattlicher Angler(regen)schirm.

Plümers Paraplü war von einer Windböe erfasst worden, landete im Wasser und blieb im Schlamm stecken. Lediglich der Griff des Schirms ragte noch aus dem Teich hervor. Da war guter Rat teuer. Rein ins Wasser? Eine Möglichkeit. Doch bei der Kälte, womöglich noch in der Unterhose... Nun, ein paar pfiffige Nachwuchsangler hatten eine bessere Idee und zogen – ganz trocken bleibend - mit Köpfchen und Geschick den „Badegast“ wieder an Land. Mit welchem Köder? Das wurde nicht verraten.

Riesenbeifall auf alle Fälle für die jungen Petrijünger. Den hätte sich um ein Haar auch Ulrich Gröne verdient. Er hatte – unter Zeugen, obwohl Angler ja gelegentlich zu Übertreibungen neigen – einen dicken Brocken am Haken. Die Rute bog sich, als wollte sie jeden Moment brechen. Die Pose war auf Tauchstation gegangen. Die Schnur wanderte und wanderte, um dem Fisch noch etwas Leine zu geben. Der ganze Drill mit dem vermeintlichen Fisch war allerdings vergebens. „Ausgehakt“ – der Fisch, ausgerastet der Angler. Und zu allem Überfluss noch die Schadenfreude auf den Nachbarplätzen. Teil zwei folgte. Wieder was Schweres am Haken? Da hatte aber wohl kein Fisch seine Flossen im Spiel. Ein Trost für Ulrich: „Du warst heute der größte Pechvogel!“

35 Familien – rund 100 Leute – machten bei diesem beliebten Wettbewerb mit. „Eine tolle Beteiligung,“ freute sich Vorsitzender Friedrich Iven. Das Wetter war durchwachsen – so wie die Ausbeute. „Immer noch keine Stimmung im Wasser?“ fragte Iven und ergänzte: „Die Fische halten sich dezent zurück“. Mit den bei den begehrten Forellen sei das ja wieder „Sch....“ gewesen, sagte er später bei der Siegerehrung. „Die hatten auf nix Appetit.“ Nur eine ließ sich auf die Schuppen legen. Trotz der mageren Ausbeute war die Stimmung prächtig. Matthias Kobusch auf die Frage, was er gefangen habe: „Gesunde Luft. Hat Spaß gemacht!“

Großen Anteil am Gelingen des Familienangeln hatten die Frauen der Petrijünger, die für Kaffee und Kuchen sorgten. Leckere Pommes sowie Bratwürste und Steaks vom Grill gab’s bei Christian Mordhorst, der auch die idyllische Teichanlage in Ordnung hält, und Heinfried Gröne. Die ältesten Teilnehmer beim Familienangeln waren die 87-jährigen Heinz Gruhn und Siegfried Heinze. Jolin Logemann schaute noch etwas kritisch auf das bunte Treiben an den Fischteichen und ließ sich mit Pommes verwöhnen. Vor eineinhalb Jahren war sie hier an den Fischteichen bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel getauft worden. Dass aus ihr einmal eine große Petrijüngerin wird, ist damit doch wohl (vor)programmiert.

„Jetzt gibt es Schotter!“ rief Friedrich Iven zur Siegerehrung auf, bei der ihm Sportwart Bernd Dieckmann zur Seite stand. „War wieder eine runde Sache,“ sprach’s – und eilte, nach dem obligatorischem Gruppenbild zufrieden zum nächsten Termin.

Die ersten Plätze belegten die Familien Dieckmann, Heinfried Gröne, von Schlichtegroll, Gruhn, Oelstrom und Striethorst. Sie bekamen Bares in Form von Gutscheinen.

rdu

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