Schulfest in Eydelstedt ist ein Gemeinschaftsereignis

Tanz, Technik, Teamgeist

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Spannende Aktionen rund um das Thema „Strom“ gab es beim Fest der Grundschule Eydelstedt. -

Eydelstedt - Dass die Gemeinde Eydelstedt ihre ganz eigenen Wege geht in Sachen Förderung ihrer jungen Generation, ist bekannt. Die gute Zusammenarbeit der kleinen Grundschule, der integrativen Kindertagesstätte Dörpel und des Fördervereins der Kinder in Eydelstedt spiegelte sich am Samstag im Schulfest der Grundschule Eydelstedt erneut wider.

Pünktlich waren alle Kuchen für das von Eltern und Förderverein organisierten Café in der Aula aufgetischt, die Kinder fertig für Gesang und Tanz. Das Fest konnte beginnen.

„Wir freuen uns auf ein schönes Fest mit Ihnen und Ihren Kindern und allen Gästen“, lud Schulleiterin Marleen Schäfer alle Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde, Lehrer und die rund 70 Schüler der Grundschule ein. „Sie erwartet heute Tanz und Technik.“ Mit Letzterem waren die Ergebnisse der Forscherwoche mit dem Thema „Strom – Was Strom alles kann“ gemeint.

Den Tanz der Tanz AG, der schnell und elektrisierend ins Blut ging, und die ausgestellten Ergebnisse der Forscherwoche mit viel Technik ergänzte das Fest mit dem auffallend funktionierenden Teamgeist in Eydelstedt, wenn es um Kinder geht: Spontan hatten die Eltern einen Fahrdienst initiiert, um rund 23 Familienmitglieder der fünf in Eydelstedt derzeit beschulten Flüchtlingskinder aus dem Hülsmeyer-Park zum Fest abzuholen.

Bevor es in die vier Klassenräume der vier Schulklassen eins bis vier ging, sangen alle gemeinsam einige Lieder, einen Kanon in der Aprilkälte und die Tanz-AG tanzte sich warm.

In der Schule warteten in Vitrinen und den Klassenräumen die Ergebnisse der technischen Bastelaktionen aus der Wissenswerkstatt aus Diepholz und Experimente rund um den Strom, die die Forscherwoche bestimmten. Gemeinsam mit den Eltern galt es, an fünf Stationen Versuche durchzuführen, Fehler zu finden, um für das richtige Ergebnis einen Buchstaben zu bekommen, der in Summe ein prägnantes Wort ergab.

„Strom“ war das Wort und der Preis dafür ein leuchtendes Glühwürmchen.

Im Werkraum lief Kino: „Wir und die Wissenswerkstatt“ der mögliche Titel. In dem Kontext gab Marleen Schäfer bekannt, dass die Grundschule Eydelstedt sich bereits für den Titel „Haus der kleinen Forscher“ qualifiziert hatte und nun noch auf die offizielle Betitelung warte.

In der „Wissenswerkstatt“ an der Bahnhofstraße in Diepholz hatten die Schüler eine Putzmaus, einen heißen Draht und einen Ventilator gebaut, Löten und viele Zusammenhänge gelernt um den unsichtbaren Strom, der sie im gesamten Leben umgibt. Flankierend wurde ein Forscherheft erstellt, das benotet wurde.

Die Flure in der Schule zierten beim Fest Plakate mit Aufschriften „Überall ist Strom“ und in den Klassen ging es praktisch um Leiter und Nichtleiter, Solarzellen, das Stromflussmodell und Glühlampen.

Falls Zuhause Mixer, Bohrmaschine oder Fön fehlten, waren sie in der Schule zu Demonstrationszwecken. Schnell waren die Papas an den Experimentiertischen dabei, spielten gern selbst und wurden von den Kindern gebremst. Schüler mit Schildern um den Hals und Hinweis „Experte“ führten durch die Techniklandschaft.

Bei der Aufgabe „Elektriker auf Fehlersuche“, wenn im Puppenhaus auf einmal das Licht ausfiel oder an anderer Stelle Drähte falsch angeklemmt oder keinen Kontakt hatten, hielten sich die Mütter gerne etwas zurück, doch auch hier siegte mit Verzögerung die Neugier und Kinder und Eltern fanden die Fehler gemeinsam. Bürgermeister Friedrich Bokelmann zeigte sich sehr zufrieden, denn das Schulfest zeigte, wie Teamgeist Früchte trägt.

sbb

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