Susanne Hoffmann gibt Songgruppe ab / Nachfolgerin: Gudrun Michalski

Letzte Lieder mit Chorisma

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Das war ein Auftakt nach Maß: Knapp 150 Besucher verfolgten das erste Konzert der „Drebber Musiktage“ in der Jacobikirche.

Drebber - Von Luka Spahr. Tosender Applaus am Sonntagabend für Chorleiterin Susanne Hoffmann in der Jacobikirche in Drebber. Ex-Chorleiterin muss man nun jedoch leider sagen. Denn für die Aschenerin war es der letzte Auftritt mit der Songgruppe „Chorisma“, mit der sie seit mehr als zehn Jahren in der Region unterwegs war und die Zuhörer begeisterte. Ein Abschied von der großen Bühne, der der energiegeladenen, lebensfrohen Frau mit dem langen, blonden Pferdeschwanz sichtlich schwer fiel.

Zur Eröffnung der „Drebber Musiktage“ gab „Chorisma“ eine Auswahl seines großen Repertoires zum Besten. „Moderne, geistliche Lieder“ nannte es Pastor Rainer Hoffmann. „Rockig, poppig, sanft, verträumt“ nannte es die scheidende Chorleiterin. Zwischen den einzelnen Stücken, die mit Bewegung und Tanzeinlagen präsentiert wurden, nahm die Leiterin die Zuhörer immer wieder an die Hand und erklärte die Hintergründe der einzelnen Stücke, die von klassischen Weihnachtsliedern bis hin zu südamerikanischen Samba-Rhythmen reichten.

So erfuhren die fast 150 Zuhörer nicht nur von den regelmäßigen Proben des Chores,sondern auch von deren jährlich stattfindenden Chorfreizeiten. Hierfür fahren alle Mitglieder über ein Wochenende nach Asel bei Wittmund, um dort intensiv zu proben, aber eben auch eine Menge Spaß zu haben. Dieser Zusammenhalt war auch am Sonntagabend zu spüren, als die Sänger mit ihren roten Kleidungsstücken und Accessoires das Publikum zum Mitklatschen und Mitsingen animierten.

Begleitet wurden die Sänger von Michael Schönemann, der an seinem Keyboard facettenreiche Klangwelten entstehen ließ und dem Gesang somit eine große Fülle gab. Schönemann war es auch, der zusammen mit Susanne Hoffmann die zum größten Teil deutschsprachigen Lieder arrangiert hatte. Neben diesen Songs, die häufig Segenslieder seien, singe der Chor jedoch auch gelegentlich fremdsprachige Lieder, berichtete Hoffmann. Auch einen plattdeutschen Song hätten sie schon gespielt.

So eine große Vielfalt an Liedern bietet wahrlich nicht jeder Chor. Das stellte auch Pastor Rainer Hoffmann fest, der „sehr stolz ist, dass wir so einen Kirchenchor haben“. Nach dem Konzert überreichte der Geistliche gemeinsam mit dem Kirchenvorstand einen Blumenstrauß an seine Namensvetterin und vertröstete die Zuhörer darauf, dass die Chorleiterin zwar nun nicht mehr weiter „Chorisma“ leiten würde, aber natürlich weiterhin in der Gemeinde aktiv sein werde.

Bei dieser Gelegenheit gab der Pastor auch Hoffmanns Nachfolgerin bekannt: Gudrun Michalski aus Barnstorf. Hiermit sei dem Chor auch weiterhin gut gedient, so die Einschätzung Susanne Hoffmanns. Sie sieht „ihren“ Chor in guten Händen. Michalski, die bereits mehrere Chöre in der Region leitet, habe „sehr viel Power und Spaß an Musik“. Und das sei die Hauptsache, so die langjährige Leiterin

Auf ihren Abschied reagierte Susanne Hoffmann zwar traurig, aber durch dieses schöne, letzte Konzert sei sie voller Euphorie und Mut. Sie habe sich in der Songgruppe „immer sehr aufgehoben gefühlt“ und die Entscheidung sei wirklich nicht sehr leicht gefallen. Allerdings würden sie private Veränderungen dazu zwingen, ihr musikalisches Engagement in der Gemeinde ein wenig zurückzufahren.

Die Bilanz der Aschenerin fällt positiv aus: Im Laufe ihrer zehnjährigen Tätigkeit habe sie viele verschiedene Gesichter im Chor gesehen. Bei ihrer Arbeit habe sie immer viel Wert auf die Stimmbildung gelegt, so dass jede einzelne Stimme sich gut in den Gesamtchor eingliedert. „Mir ist es wichtig, dass man den Text auch versteht.“ Auch das Repertoire sei immer weiter ausgebaut und verbessert worden. So sehr, dass die Sänger am Sonntag bereits achtstimmige Lieder präsentieren konnten.

Mit einer gelungenen Präsentation der jahrelangen Arbeit verabschiedete sich Susanne Hoffmann vom Publikum. Auf der nächsten Chorfreizeit wollten die Sänger „ganz unter sich“ die Übergabe des Dirigentenstabes an Gudrun Michalski vollziehen. Ein abruptes Ende sollte es an diesem Abend nicht geben. Darauf bestand Susanne Hoffmann. Die Besucher des Konzertes bekamen am Sonntag während des letzten Songs die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Chor die Kirche verlassen.

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