Sternsinger zu Gast im Barnstorfer Rathaus / Sammlungen am Sonntag

Zeichen für mehr Respekt

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Die achtjährige Aileen schrieb den Segensspruch nieder. Es ist der elfte Eintrag neben der Eingangstür des Rathauses.

Barnstorf - „Die Sternsinger kommen!“, hieß es gestern Nachmittag im Barnstorfer Rathaus. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+16“ brachten 21 Mädchen und Jungen der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara und Hedwig den Segen „Christus segne dieses Haus“ in das öffentliche Gebäude und baten die Verwaltung um Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers um eine Spende für Not leidende Kinder in aller Welt.

Der Hausherr hatte bereits Bares in der Hand, als die jungen Gäste in den Gewändern der Heiligen Drei Könige singend durch die Tür schritten. „Dankeschön für euer Lied“, entgegnete Lübbers. Er lobte die landesweite Aktion der Sternsinger, die nicht nur Bundespräsident und Bundeskanzlerin in Berlin besuchten, sondern auch in Orten wie Barnstorf unterwegs seien. Im Rathaus waren sie bereits zum elften Mal zu Gast. Unschwer zu erkennen an der Zahl der Kreideschriften, die an der Mauer neben der Eingangstür aufgereiht sind und gestern um einen Segensspruch ergänzt wurden.

Doch bevor die Sternsinger zur Tat schritten und sich für die Geldspende sowie die liebevoll gepackten Tüten bedankten, berichteten sie über die Hintergründe ihrer aktuellen Aktion. In diesem Jahr engagieren sich die Sternsinger im Beispielland Bolivien ganz konkret dafür, dass Diskriminierung und Ausgrenzung überwunden werden. „In zahlreichen Projekten werden Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft gefördert, werden Vorurteile abgebaut und junge Menschen ermutigt, ihre Identität zu finden“, erläuterte Gemeindereferentin Doris Rattay.

Sie verwies auf das Motto der Aktion „Respekt für dich, für mich, für andere“ und stellte fest: „Viel zu oft werden Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Nationalität ausgegrenzt. Doch Gottes guter Segen gilt für alle – ohne Unterschied.“ Dafür würden die Sternsinger ein Zeichen setzen: Christus segne dieses Haus.

Insgesamt 27 Jungen und Mädchen im Alter von 4 bis 15 Jahren sind dem Aufruf der Kirchengemeinde St. Barbara und Hedwig gefolgt. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich die Sternsinger gestern Nachmittag auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie beschäftigten sich mit der Armut, den Nöten und Sorgen von Kindern rund um den Globus. Mit ihrem Engagement wollen sie nun zur Linderung von Not in zahlreichen Orten beitragen, wie beispielsweise in Bolivien. „Die Menschen leben dort sehr schlecht. Wir möchten mit der Aktion erreichen, dass es den Kindern besser geht“, erklärte die elfjährige Johanna. Sie und ihre Mitstreiter machten auf den Bedarf an Kleidung, Nahrungsmitteln, Schulmaterial und Medikamenten aufmerksam. Mit den Spenden könnten solche Sachen angeschafft werden.

Vor ihrem Besuch im Rathaus hatten die Sternsinger das Ingenieurbüro Lambers und Ostendorf besucht und auch einen Segensspruch hinterlassen. Neben einer großzügigen Spende gab es auch dort ein kleines Dankeschön, so dass sich die Jungen und Mädchen am Ende des Nachmittags neben einer gefüllten Spendendose über eine erfreuliche Ration Süßigkeiten freuen konnten.

Am Sonntag, 10. Januar, geht die Aktion in Barnstorf und Umgebung weiter. Zunächst steht ein Familiengottesdienst in der katholischen Kirche an. Beginn ist um 11.15 (nicht um 9.30 Uhr, wie im Pfarrbrief angekündigt). Dann werden die Sternsinger in die Häuser der Familien rund um Barnstorf gesendet, um ihnen den Segen zu bringen und für Not leidende Kinder in Bolivien und in aller Welt zu sammeln.

sp

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