20 Jahre Kita „Holzwurm“ / Von Berufsschule zum idyllischen Ort für die Kleinsten

Steigende Ansprüche an die Betreuung nie gescheut

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Die Kita „Holzwurm“ feierte am Samstag ihr 20-jähriges Bestehen. Die Kinder hatten dabei besonders viele Spielmöglichkeiten.

Barnstorf - Sie liegt idyllisch direkt am Hunteholz, im Garten spenden Bäume Schatten über Rutsche und Sandkasten. In Blicknähe ist das alte Barnstorf in seiner familiären Kleinteiligkeit. Die Rede ist von der Kindertagesstätte „Holzwurm“. Sie feierte am Samstag mit Gästen, Eltern und vor allem Kindern ihren 20. Geburtstag.

„Dies ist ein Ort zum Wohlfühlen“, so Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers in seinem Grußwort an die insgesamt zwölf Mitarbeiter von Kita und der angegliederten Krippe „Krabbelkäfer“. Lübbers: „Sie erfüllen mit den Kindern das Leben der Immobilie, wir halten sie nur instand.“

Neubauer leitet das Haus seit 2000

Das Haus, in dem die Kita und Krippe sind, hat eine wechselnde Geschichte. Diese hatte Leiterin Ulrike Neubauer recherchiert. „Hier war ab 1957 die Landwirtschaftliche Berufsschule untergebracht, bevor das Gebäude für die Kinderbetreuung umgebaut wurde“.

1997 wurde der Kindergartenbetrieb aufgenommen. Die offizielle Einweihungsfeier fand 1998 statt. Die Kapazität der Kita habe sich in den 20 Jahren von zwei geplanten Gruppen am Vormittag mit 50 Kindern auf drei Gruppen erweitert – davon zwei am Vormittag, eine Nachmittagsgruppe plus Krippengruppe. Neubauer leitet die Geschicke des Hauses seit dem Jahr 2000.

Ein Meer aus bunten Ballons

In dem Kontext bat die Leiterin ihre langjährigste Mitarbeiterin Tanja Peronne nach vorn: „Du bist jetzt auch 20 Jahre dabei und scheust nicht die steigenden Ansprüche, die an uns gestellt werden“. Peronne galt der persönliche Dank für das Engagement. Der Dank ging aber auch an die Samtgemeindevertreter und an Hannelore Menkens in Funktion als stellvertretende Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Diepholz und Ortsvereinsvorsitzende des DRK Barnstorf, unter dessen Trägerschaft die Kita „Holzwurm“ arbeitet.

„In der Samtgemeinde ist der ‚Holzwurm‘ wohl die älteste Kita“, sagte Lübbers. Dass der Holzwurm nicht an Gebäude, Garten, Denken und Arbeit genagt hatte, davon konnten sich die kleinen und großen Gäste bei herrlichstem Wetter nach dem offiziellen Part im Garten erfreuen.

Das Team der nun 20 Jahre alten Barnstorfer Kita „Holzwurm“ und der angegliederten Krippe „Krabbelkäfer“ mit Leiterin Ulrike Neubauer (links) und Tanja Peronne (mit Blumen), die von Anfang an dabei ist.

„Wir haben heute einmal ausnahmsweise Spielarbeit an den Spielefanten aus Oldenburg delegiert“, machte Leiterin Neubauer auf die mobilen Spielgeräte des Anbieters aufmerksam. Der Garten war ein Meer aus bunten Ballonen, Girlanden, Flatterbändern und Streuselkuchen, der Hit der veränderbare Wasserspielplatz. Spiel ohne Grenzen, außer hinter dem Zaun zum Hunteholz, war möglich. Und das auch ganz in Ruhe einmal mit den Eltern in der Umgebung der Kinder, die täglich die Kita besuchen.

Ansprüche an frühkindliche Betreuung steigen

Dass die Ansprüche an frühkindliche Kinderbetreuung immer größer werden, war allen im Kreis der offiziellen Gäste aus Trägerschaft, Kommune und den Kollegen aus benachbarten Kitas klar. „Auf Holz klopfen“ kann die Kita „Holzwurm“ jedenfalls auch in ihrer Förderung zur Sprach-Kita. „Wir sind im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, erläuterte Leiterin Neubauer. „Gerne stellen wir das Programm am runden Tisch der Samtgemeinde individuell zeitnah vor“.

Das Programm basiert auf der Erkenntnis einer sich verändernden Gesellschaft mit dem Ansatz: „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ und fokussiert gleiche Chancen durch Sprachkompetenz. Mit dem Programm entstanden seit Anfang 2017 bis zu 7 000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und Fachberatungen.

Der Nachmittag zum Geburtstag wurde so, wie man sich eine Kita vorstellt: Voller Spiel, guter Laune und sich Ausprobieren.

sbb

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