Stammgäste erhalten keine Einladung / Spürbarer Rückgang in Drebber

Poststreik trübt Blutspende

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Olaf Krautwurst war einer von 101 Blutspendern in Drebber. Damit registrierte Bianca Struß in der Anmeldung deutlich weniger Teilnehmer als bei früheren Terminen.

Drebber - Normalerweise bekommt Olaf Krautwurst die Einladung zur nächsten Blutspende per Post. Dann heftet er sich die Karte an die Pinnwand, wird vielleicht noch von seiner Frau erinnert. Doch dieses Mal fehlte die schriftliche Gedankenstütze. Schuld war der inzwischen beigelegte Poststreik. Etliche Briefe blieben in den vergangenen Wochen buchstäblich auf der Strecke. Krautwurst erschien am Mittwochnachmittag dennoch zum Aderlass in der Grundschule Drebber. Er hatte auf anderem Wege von dem Termin erfahren: „Da hängen überall Plakate und es steht in der Zeitung“, erklärte der 41-Jährige.

Die fehlende Einladung für die Wiederholungsspender war für den DRK-Ortsverein Drebber ein Grund, warum die Beteiligung deutlich zu wünschen übrig ließ. Nur 101 Männer und Frauen, darunter drei Neulinge, ließen sich am Mittwoch anzapfen. „Normalerweise sind es im Durchschnitt etwa 140 Spender. Da kommen wir heute nicht hin“, hatte Vorsitzende Inge Klautke schon am Nachmittag vermutet. Da waren die Türen zwar gerade erst zwei Stunden geöffnet, doch der schleppende Beginn sollte sich in der Endabrechnung bestätigen.

Der DRK-Blutspendedienst NSTOB, zuständig für Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, hatte bereits vor zwei Wochen vor den Auswirkungen des Poststreiks gewarnt. Blutspender bekämen keine Einladungen und blieben den Terminen fern. Dadurch käme es zu massiven Rückgängen beim Spendeaufkommen. „Jetzt drohen die ersten Engpässe, einzelne Blutgruppen können schon jetzt nicht ausreichend versorgt werden“, hieß es.

„Das ist ärgerlich“, kommentierte Klautke. Sie zeigte zwar Verständnis für den Streik der Mitarbeiter, stellte aber ernüchternd fest, dass dadurch wichtige Briefsendungen wie amtliche Mitteilungen oder eben Einladungen zur Blutspende nicht zugestellt würden. „Wir sind auf diese Werbung angewiesen“, so die Vorsitzende. Durch die Info-Post würden die Stammgäste direkt informiert und fühlten sich persönlich angesprochen.

Das Fehlen der Einladungen machte deutlich, wie wichtig die übrigen Werbeträger der Rotkreuzler sind. Große Banner an den Ortsdurchfahrten haben schon ihren festen Platz. Hinzu kommen Plakate in örtlichen Geschäften, Berichte in Tages- und Wochenzeitungen und nicht zuletzt die Mund-zu-Mund-Propaganda. Aus diesem Grund gab Klautke am Mittwoch schon mal den nächsten Termin bekannt: Am 7. Oktober ist wieder Blutspende in Drebber.

sp

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