Seltene Auszeichnung des Landes

Grundschule Barnstorf-Drentwede ist „sportfreundlich“

Die Leiterin der Grundschule Barnstorf-Drentwede, Inge Beimel (Mitte), nahm das Zertifikat samt Türschild von Behördenvertreter Horst Grabisch entgegen. Glückwünsche gab es von stellvertretender Kreissportbundvorsitzende Inge Schmidt-Grabia.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Bewegender Moment in der Grundschule Barnstorf-Drentwede: Schulleiterin Inge Beimel nahm Freitagmittag unter dem Applaus der großen Schüler- und Lehrerschar die Auszeichnung „Sportfreundliche Schule“ in Empfang. Damit ist die hiesige Einrichtung eine von gerade einmal elf Schulen im Landkreis Diepholz, die über das landesweit anerkannte Zertifikat verfügen.

Bei der Feierstunde in der Turnhalle im Sundering lag es auf der Hand, dass die Jungen und Mädchen ihre Beweglichkeit auf dem Boden und an mehreren Geräten unter Beweis stellten. Die Drittklässler aus Drentwede hatten sich für den Tag sogar einen pfiffigen Song ausgedacht, den sie auf einer Turnmatte zelebrierten. Ihre Botschaft: „Jeder kann Sport machen, ob groß oder klein!“

Schulleiterin Beimel freute sich über die Auszeichnung, die eine Motivation für die Schulen sein soll, Sport und Fitness in ihr Schulprogramm aufzunehmen und mit vielfältigen Bewegungsangeboten und gesunder Ernährung die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. „Das war ganz schön viel Arbeit“, blickte Beimel auf das Bewerbungsverfahren in der aktuell 275 Kinder zählenden Schule zurück. Ihr ausdrücklicher Dank galt Sportlehrerin Anneke Allin, die sich federführend um die Maßnahme gekümmert hatte.

Vor der Ausstellung des auf drei Jahre befristeten Zertifikates hatte sich die Niedersächsische Landesschulbehörde von dem Angebot der Grundschule überzeugt. Horst Grabisch war im Herbst vergangenen Jahres vor Ort, um die insgesamt 16 Kriterien abzuklopfen. „Das hat gepasst“, berichtete der Fachberater für Schulsport Freitagmittag. Als beispielhaften Test fragte er noch einmal die Schülerschar, wer das Schwimmabzeichen in Bronze hat. Da gingen ganz viele Hände in die Luft.

Freischwimmer bis zum Ende der vierten Klasse

Die Zielsetzung der Grundschule Barnstorf-Drentwede, allen Kindern bis zum Abschluss der vierten Klasse zum Freischwimmer zu verhelfen, ist eine der Voraussetzungen für die Auszeichnung. Hinzu kommen bewegungsfördernde Angebote im Unterricht, Teilnahme an Wettbewerben und Fortbildungen der Lehrkräfte. Auch die Ernährung, wie sie in Barnstorf durch die Ausgabe von gesundem Frühstück und Obst, praktiziert wird, spielt eine wichtige Rolle.

„Wir freuen uns, dass sich die Schule für Gesundheit engagiert und wünschen uns, dass Ihr mit ganz viel Engagement in Zukunft dabei bleibt“, erklärte Dezernentin Sandra Schenck, die gemeinsam mit dem Fachberater der Landesschulbehörde nach Barnstorf gekommen war. Sie würdigte das Engagement der Lehrkräfte und auch der Sportvereine, die das schulische Angebot unterstützten. Nicht ohne Grund sitzt der Landessportbund Niedersachsen bei der Zertifizierung der allgemein- und berufsbildenden Schulen mit im Boot.

Die stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes Diepholz, Inge Schmidt-Grabia, zählte ebenso zu den Gratulanten wie Wolfgang Reimann als Geschäftsführer des MTV „Jahn“ Barnstorf. Der Verein fungiere schon seit Jahren als Kooperationspartner der Grundschule und der benachbarten Christian-Hülsmeyer-Schule und habe dabei sehr gute Erfahrungen gemacht, berichtete Reimann. Es sei wichtig, die Schüler für den Sport zu begeistern und in die Vereine zu locken.

„Wer Sport treibt, lebt besser und zufriedener“

Dass Sport nicht nur gut für die Gesundheit ist, sondern auch Spaß macht, konnte Barnstorfs Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers nur unterstreichen: „Wer Sport treibt, lebt besser und zufriedener.“ Lübbers verwies auf die zahlreichen Sportstätten in der Samtgemeinde Barnstorf und lobte die Initiative der Grundschule. Bei seiner Frage an die Schüler, wer mindestens einmal pro Woche Sport treibt, gab es eine überwältigende Rückmeldung.

Auch Max Mohrland streckte seinen Arm in die Luft. Der Neunjährige, der in seiner Freizeit Judo und Turnen betreibt, mischte auch bei den flotten Vorführungen der Sport-AG und der Gruppe des Ganztagsprogramms mit. Hinterher wirkte der Drittklässler für einen kurzen Moment erschöpft, hatte aber noch genug Luft, um sich über die Auszeichnung seiner Schule zu freuen: „Das finde ich gut. Damit werden bestimmt mehr Kinder zum Sport bewogen.“

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