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Neues Leben für alte Geräte - in Barnstorf gilt jetzt: Spenden statt entsorgen

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Freuen sich auf die Kooperation: Die ehrenamtlichen Reparateure Reinhard Peukert, Wolfgang Dehmel und Gerhard Schipper mit Dominik Albrecht von der AWG und Dr. Oliver Nixdorf (v.l.) vom Buez mit dem Schild, das auf die Abgabebox hinweist.
Freuen sich auf die Kooperation: Die ehrenamtlichen Reparateure Reinhard Peukert, Wolfgang Dehmel und Gerhard Schipper mit Dominik Albrecht von der AWG und Dr. Oliver Nixdorf (v.l.) vom Buez mit dem Schild, das auf die Abgabebox hinweist. © Eva-Maria Konkel

Neues Leben für alte und kaputte Elektroartikel? Die AWG und das Barnstorfer Reparatur-Café kooperieren nun, um den Elektromüll zu reduzieren und noch brauchbare Geräte spenden zu können.

Barnstorf – „Spenden statt entsorgen“ ist das zentrale Thema der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) in Kooperation mit dem Reparatur-Café in Barnstorf, das seit kurzem seinen Standort im Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (Buez) hat (wir berichteten). Im hinteren Bereich des Geländes hat die AWG jetzt Gitterboxen aufgestellt, die gut gekennzeichnet und zu finden sind.

Die AWG-Box steht dort, um gebrauchte oder kaputte Elektrogeräte einzusammeln. „Wir arbeiten schon mit den Reparatur-Cafés in Syke, Bassum, Stuhr und Bruchhausen-Vilsen zusammen und haben sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Dominik Albrecht, Pressesprecher der AWG in Bassum. Es habe sich gezeigt, dass ein großer Teil der Geräte, die in die Boxen gelegt werden, nur einen sehr kleinen oder gar keinen Defekt aufweisen. „Dabei ist es ganz egal, ob es Laubbläser, Heckenscheren, Bügelstationen oder die Nähmaschine ist, alles kann abgegeben werden, solange es sich um ein Kleingerät handelt“, meint Albrecht. Wer unsicher ist und Fragen hat, könne sich an einen der anwesenden Mitarbeiter des Buez wenden.

Was darf rein, was nicht?

Was rein darf: Elektrokleinteile wie Fön, Bügeleisen und Gartengeräte, aber auch Radios, Wecker sowie Haushaltsgeräte. Sie dürfen funktionsfähig oder leicht defekt sein, sollten sich aber möglichst in einem sauberen Zustand befinden.
Was nicht rein darf: Großgeräte wie Waschmaschinen, Trockner oder alte Röhrenfernseher.

„Wir haben eine Faustregel“, sagt Reinhard Peukert lachend, der von Beginn an als ehrenamtlicher Reparateur im Barnstorfer Reparatur-Café tätig ist. „Alles, was ein Mensch alleine tragen kann, ist uns willkommen, wird nachgesehen, wenn möglich repariert und an bedürftige Bürgerinnen und Bürger im Landkreis gegen eine Spende abgegeben.“ Oliver Nixdorf, Leiter des Buez ergänzt: „In diesem Zusammenhang können wir uns eine Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Institutionen vorstellen, die uns sagen können, was gebraucht wird.“ Deswegen bittet er Interessenten, Kontakt mit den Verantwortlichen aufzunehmen.

Ziel der Aktion sei die Nachhaltigkeit, denn es sei wichtig, keine Ressourcen zu verschwenden. „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, sagt Dominik Albrecht: „Wir haben großes Interesse daran, unser Netzwerk zu vergrößern.“

Auch Dinge, die vielleicht nicht mehr zu reparieren sind, hätten noch einen Wert und würden sich immerhin noch zur Ersatzteilgewinnung eignen. „Oftmals suchen wir gerade bei älteren Geräten nach Ersatzteilen, und da kann die Box helfen“, sagt Albrecht aus Erfahrung: „Wir bauen aus, was noch zu gebrauchen ist, und verwenden die Teile bei Bedarf zur Reparatur.“

Die Elektrokleinteile können jederzeit zu den Öffnungszeiten des Buez gebracht werden. Dafür müsse das Reparatur-Café nicht geöffnet haben. Dieses öffnet das nächste Mal Samstag, 23. April, zwischen 9.30 Uhr und 12 Uhr. Um unnötige Wartezeiten zu verhindern, bittet das ehrenamtliche Team um eine Anmeldung.

Kontaktaufnahme

E-Mail mail@buez.biz oder anmeldung@igel-barnstorf.de
Telefon 05442/991077 oder 05442/80404110 oder 0151/56830432

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