Spenden für die Region

Lubing verzichtet auf Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner

Das Telefon muss herhalten: Lubing-Geschäftsführer Markus von der Assen hätte die Spenden lieber persönlich überreicht. Durch die Corona-Krise informierte er die Empfänger per Anruf über ihr Weihnachtsgeschenk.
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Das Telefon muss herhalten: Lubing-Geschäftsführer Markus von der Assen hätte die Spenden lieber persönlich überreicht. Durch die Corona-Krise informierte er die Empfänger per Anruf über ihr Weihnachtsgeschenk.

Vor 14 Jahren hat die Barnstorfer Firma Lubing eine Aktion mit der Bezeichnung „Spenden statt Geschenke“ ins Leben gerufen. Seitdem bekommen Geschäftspartner aus gutem Grund keine Weihnachtsgeschenke mehr.

Barnstorf – Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe. Seit 2007 schreibt sich die Firma Lubing kurz vor dem Jahreswechsel auf die Fahne, „dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird“, erzählt Geschäftsführer Markus von der Assen. Deshalb verzichtet das Barnstorfer Maschinenbauunternehmen Jahr für Jahr auf Weihnachtsgeschenke an seine Geschäftspartner und Kunden. „Spenden statt Geschenke“ nennt Lubing diese karitative Aktion.

Statt Geschenk erhalten Geschäftspartner von Lubing eine Weihnachtskarte

Statt eines Geschenks bekommen die Kunden seitdem eine Weihnachtskarte von Lubing zugeschickt. Rund 300 Geschäftspartner aus 42 Ländern erhalten diese. „Unsere Kunden wären überrascht, wenn wir diese Aktion nicht mehr machen würden“, meint von der Assen. Das durch die Präsente, die es nicht gibt, eingesparte Geld spendet Lubing jährlich an Vereine und Einrichtungen in der Region.

Gesamtspendensumme: 5.750 Euro

In diesem Jahr macht die Firma insgesamt 5.750 Euro locker. „Es gibt für diese Aktion keine fixe Summe“, erklärt der Lubing-Geschäftsführer, „aber wir haben ein gewisses Budget, über das wir frei verfügen können.“ Wichtig sei ihm aber, dass das Geld komplett dort ankommt, wo es gebraucht wird. Deswegen verzichte das Unternehmen aus Barnstorf bewusst auf Spenden an große, überregionale karitative Einrichtungen. Markus von der Assen wolle deren Engagement und Leistung nicht schmälern, „aber da hängt in der Regel ein großer Verwaltungsapparat dahinter, der eine Menge Geld kostet“, was den Gesamtnutzen einer Spende verringern würde.

Unterstützung für regionale Einrichtungen und Vereine

„Wir wollen mit unserer Aktion richtig was bewirken“, so von der Assen. „Wir schauen dann auch mal nach Einrichtungen und Vereinen, auf die andere im ersten Moment vielleicht nicht sofort kommen. Wir wollen die unterstützen, die es wert sind, unterstützt zu werden.“ In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Kita Eydelstedt, den SV Jura Eydelstedt und ein Kindergartenprojekt in Südafrika des Lions Clubs Vechta.

Kita Eydelstedt, SV Jura Eydelstedt und Lions Club bekommen Spende

Den größten Spendenbetrag erhält die Eydelstedter Kita. „Sie bekommt von uns 3.500 Euro. Das ist ein Zuschuss für neue Geräte für einen Bewegungsraum“, erläutert der Geschäftsführer. Für den SV Jura Eydelstedt gibt es 1.500 Euro. Von der Assen: „Davon kann sich der Verein Trainingsanzüge besorgen, die er dringend benötigt.“ Die Spende an den Lions Club Vechta beträgt 750 Euro. „Damit unterstützen wir ein Projekt, das zwar nicht so ganz regional ist, weil es um einen Kindergarten in Südafrika geht, aber wir haben schon länger ein gutes Verhältnis zum Lions Club und wissen, dass das Geld gut investiert ist“, sagt der Geschäftsführer von Lubing.

Lubing-Geschäftsführer bedauert fehlenden persönlichen Kontakt durch Corona

Markus von der Assen bedauert, dass er die Spenden in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht selbst überreichen konnte: „Das ist schade. Mir fehlt der persönliche Kontakt.“ So musste in diesem Jahr der Telefonhörer herhalten, um den Empfängern die Überraschung des geldwerten Weihnachtsgeschenks zu übermitteln – die Freude dürfte nicht gerade gering ausgefallen sein.

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