Reaktionen auf Wahl

Barnstorfer Samtgemeinderat: SPD gewinnt – keiner verliert

Barnstorf hat gewählt – und die Position der SPD im Samtgemeinderat gestärkt.
+
Barnstorf hat gewählt – und die Position der SPD im Samtgemeinderat gestärkt.

Barnstorf – Kurz vor 23 Uhr am Sonntag stand fest, wie sich der Samtgemeinderat in Barnstorf in den kommenden fünf Jahren zusammensetzt. Die SPD hat ihre Position deutlich gestärkt, die anderen Fraktionen behalten trotzdem die Zahl ihrer Mandatsträger – denn der Rat wird insgesamt um zwei Sitze größer.

Die CDU kam auf 25,34 Prozent der Stimmen und erhält acht Mandate wie bisher, die SPD verbessert sich auf 33,40 Prozent und erhält zehn Sitze (plus zwei). Die Grünen kommen auf 15,32 Prozent und vier Sitze, die FDP auf 9,14 Prozent und drei Sitze. Die WSB verbuchte 16,79 Prozent der Stimmen, was fünf Sitze im Samtgemeinderat bedeutet.

Mehr als fünf Prozentpunkte konnte die SPD gegenüber ihrem Ergebnis von 2016 zulegen. Die Fraktion der Sozialdemokraten im Samtgemeinderat wird damit um zwei Vertreter größer.

„Stärkste Fraktion, das ist ein super Ergebnis“, freute sich SPD-Fraktionsvorsitzender Fredy Albrecht über das Votum. Der Wahlkampf sei sehr gut gelaufen und eine hervorragende Teamleistung gewesen. Die Fraktion sei durch die neuen Kandidaten ziemlich verjüngt worden, „und das wollten die Wähler auch.“ Nun geht der Blick auf die Stichwahl in knapp 14 Tagen und die Unterstützung für den SPD-Kandidaten Alexander Grimm. „Wir sind da guter Dinge“, sagte Albrecht.

CDU kann in Barnstorf alle Sitze halten – trotz Stimmverlust

In leichte Verluste musste hingegen die CDU einwilligen, deren Stimmenanteil von 27,5 auf 25,3 Prozent sank. „Wir freuen uns, dass wir die Zahl der Sitze halten konnten, wir hätten aber gern noch ein bisschen besser abgeschnitten“, sagte Holger Rabbe, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes, „weil wir in den vergangenen Jahren einiges für Barnstorf bewegt haben. Es war das Ziel, mindestens die Zahl der Mandate zu halten“, was der CDU auch gelang.

Jetzt gehe es „mit voller Kraft“ in Richtung Bürgermeister-Stichwahl, um die unter anderem von der Union unterstützten Kandidatin Dr. Christina Radons bestmöglich zu unterstützen.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Drittstärkste Kraft in der Samtgemeinde bleibt die Währengemeinschaft (WSB).

Die Voraussetzungen seien nicht einfach gewesen, sagte Sprecher Henning Hagedorn. „Durch die Bundestagswahl stehen die etablierten Parteien natürlich stärker im Fokus. Da hat man es als Wählergemeinschaft schwerer.“ Immerhin habe man die Zahl der Sitze gehalten und sei weiter mit fünf WSB-Vertretern im Samtgemeinderat vertreten. Freude habe das Ergebnis der Eydelstedter Kandidaten der Wählergemeinschaft gemacht.

Was die Ratsarbeit betrifft, sagte Hagedorn: Wir sehen eigentlich gute Möglichkeiten, wenn man zusammenarbeitet, ohne in Details gehen zu wollen.

Grüne legen in der Samtgemeinde Barnstorf zu

Die Grünen konnten ihren positiven landesweiten Trend auch in der Samtgemeinde umsetzen und legten zwei Prozentpunkte auf 15,32 Prozent zu. Der Rückenwind für Grün sei spürbar gewesen, berichtete Grünen-Sprecher Klaus-Joachim Schmelz.

„Wir hätten gern noch ein Mandat zulegen wollen, aber man muss bedenken, dass wir 2016 auch schon auf einem relativ hohen Niveau waren. „Insgesamt gehen wir hoffnungsfroh und frohen Mutes in die neue Wahlperiode.

Auch die FDP zieht wieder mit drei Kandidaten in den Samtgemeinderat ein.

Man freue sich über das gute Ergebnis von Dr. Radons, teilte Vorsitzender Domingo Peiniger mit. Nicht ganz zufrieden sei man mit dem Ergebnis im Flecken und der Samtgemeinde. Es sei unter anderem dem Personalwechsel an der Spitze der Barnstorfer FDP geschuldet. „Langjährige Vertreter wie Reinhard Börger und Wilhelm Dieke sind nicht mehr angetreten, dennoch steht die gesamte FDP hinter der Verjüngung der Aktiven, da nur so eine zukunftsweisende Politik möglich ist“, sagte Peiniger.

„Änderung des Kommunalwahl-Gesetzes zutiefst undemokratisch“

Und er hat noch einen weiteren Kritikpunkt: „Die Änderung des Kommunalwahl-Gesetzes der schwarz-roten Landesregierung fällt uns jetzt auf die Füße. Durch die veränderte Zählweise fliegen kleinere Parteien wie die FDP, aber auch die WSB aus den Ausschüssen. Ich halte das für zutiefst undemokratisch“, erklärte Domingo Peiniger. „Aber nun wollen wir den Blick nach vorne richten und durch gute Sachpolitik für die gesamte Gemeinde auf ein gutes Ergebnis in 2026 hinarbeiten.“

Von den 9  952 Wahlberechtigten gaben 5 761 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab, 72 Stimmzettel waren ungültig, die Wahlbeteiligung lag bei 57,89 Prozent, 2016 hatte sie 56,15 Prozent betragen.

Ein Lob an alle Wahlhelfer hatte Samtgemeinde- und Gemeindewahlleiter Detlef Moss: Das Auszählen habe problemlos geklappt.

Gezählt wird nun wieder in zwei Wochen – zur Bundestagswahl und zur Stichwahl-Entscheidung zwischen Alexander Grimm und Dr. Christina Radons.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Kalte Füße im Bett? Diese Bettdecken sorgen für einen guten Schlaf

Kalte Füße im Bett? Diese Bettdecken sorgen für einen guten Schlaf

Meistgelesene Artikel

Kreissparkasse Syke schließt sechs Filialen

Kreissparkasse Syke schließt sechs Filialen

Kreissparkasse Syke schließt sechs Filialen
Brockumerin Anna Manthey von großer Hilfsbereitschaft überwältigt

Brockumerin Anna Manthey von großer Hilfsbereitschaft überwältigt

Brockumerin Anna Manthey von großer Hilfsbereitschaft überwältigt
Verfall der Dorfmitte in Drebber?

Verfall der Dorfmitte in Drebber?

Verfall der Dorfmitte in Drebber?
Und samstags schnell zur AWG

Und samstags schnell zur AWG

Und samstags schnell zur AWG

Kommentare