Spaß für die Kinder, Stress für die Betreuer

Förderverein beklagt mangelnde Hilfe bei „Nacht der Spiele“ in Drentwede

Bei den Spielen waren Schnelligkeit und Geschick gefragt. Einige Kinder waren sogar bis weit nach Mitternacht aktiv.

Drentwede - Die „Nacht der Spiele“ in Drentwede stieß auf große Resonanz. Etwa 30 Kinder kamen in die Grundschule, einige Teilnehmer sogar schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start, weil sie es nicht abwarten konnten. Während die Jungen und Mädchen Riesenspaß hatten, machten sich bei den Organisatoren des Fördervereins „Junges Drentwede“ einige Sorgenfalten breit. Die Zahl der Helfer blieb hinter den Erwartungen zurück, sodass sich der Vorstand intensive Gedanken um die Zukunft der Gemeinschaft macht.

„Auf allen Einladungen stand der Aufruf an die Eltern, dass wieder helfende Hände für die Nachtwanderung, die Übernachtung und das Frühstück gesucht werden. Doch in diesem Jahr hat sich niemand der Eltern freiwillig angemeldet. Auf Nachfragen fanden sich dann noch zwei Mütter, die beim Frühstück geholfen haben. So standen vier Vorstandsmitglieder alleine mit den Kindern da“, schilderte Schriftführerin Regina Hänse die stressige Situation.

Schon in die Vorbereitung hatten die Vereinsmitglieder viele Stunden investiert. Es wurden Lebensmittel eingekauft, Spiele vorbereitet und die Hinweise für die Schnitzeljagd versteckt. Aufgrund der fehlenden Unterstützung konnten die Ausrichter bei der Nachtwanderung keine Spiele anbieten. Erschwerend kam hinzu, dass plötzlich die Technik versagte und die geplante Filmvorführung ausfiel. Also ging es in die Pausenhalle, wo die Kinder fleißig Bingo spielten.

Zu später Stunde konnten sich die Jungen und Mädchen in der Sporthalle austoben. Auch die mitgebrachten Gesellschaftsspiele sorgten für Kurzweil. Die Erstklässler waren kurz nach Mitternacht reif für die Betten. Die Viertklässler hatten sich wie jedes Jahr vorgenommen, die Nacht durchzumachen. Aber auch ihre Augenlider wurden zunehmend schwerer, sodass sie bis zum Frühstück noch etwas Schlaf bekamen.

Einen Dank richtete der Förderverein an den DRK-Ortsverein Drentwede, der wieder die Kosten das gesunde Frühstück übernahm. Die Feuerwehr stellte Räume, Taschenlampen und Warnwesten zur Verfügung. „Zum Glück besteht ein großartiger Zusammenhalt zwischen den Vereinen. Zu schaffen ist das Programm aber nur, weil wir so ein eingespieltes Team sind, jeder mitdenkt und sich niemand für etwas zu schade ist“, resümierte Schriftführerin Hänse.

„Eigentlich haben wir immer viel Spaß auf den Vorstandssitzungen und den Veranstaltungen, aber wenn die Arbeit auf zu wenige Leute verteilt wird, ist das irgendwann nicht mehr zu schaffen“, fügt Vorsitzende Anja Melloh hinzu. Es werde immer schwieriger, freiwillige Helfer zu finden. Hinzu komme, dass von allen Vorstandsmitgliedern nur noch ein Kind im Grundschulalter sei und somit langsam der Bezug zu Schule und Kindergarten verloren gehe.

Aber warum interessieren sich viele jüngere Eltern nicht mehr für die Arbeit im Förderverein, zumal die Sache ihren Kindern zugutekommt? Dieser Frage wollen die Verantwortlichen nachgehen, zumal Anfang 2019 wieder Vorstandswahlen in dem Verein anstehen, der mittlerweile seit mehr als 20 Jahren besteht. Da gibt es einige Posten neu zu besetzen. Wer schon jetzt in die Arbeit hineinschnuppern möchte, sollte sich mit Anja Melloh in Verbindung setzen (Tel. 04246/1471).

Nächste Aktion ist eine Fahrt in den Heidepark Soltau. Dort will die Gruppe übernachten, sodass die Kinder die Möglichkeit haben, gleich zwei Tage die Achterbahnen und andere Attraktionen auszuprobieren. Der Termin ist am 1. und 2. September. Das Angebot richtet sich an junge Leute im Alter von 12 bis 16 Jahren. Die Grundschüler können sich bereits die beliebte „School´s out Party“ am 28. September vormerken. 

sp

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