Nach Umzug und Teilung

„Solawi Donstorf“: „Wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft“

Der Gemüseanbau ist und bleibt eine arbeitsintensive Sache. Daher freut sich Hildegard Stubbe (Bild rechts, 2.v.r.), dass es auch zukünftig mit der Solawi Donstorf und 30 Alt-Solawisten weitergeht.
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Der Gemüseanbau ist und bleibt eine arbeitsintensive Sache. Daher freut sich Hildegard Stubbe (Bild rechts, 2.v.r.), dass es auch zukünftig mit der Solawi Donstorf und 30 Alt-Solawisten weitergeht.

Donstorf – Die „Solawi Hollerhof“, bislang fest mit Donstorf verbunden, zieht um nach Holte (wir berichteten in unserer Samstagsausgabe). Doch auch in Donstorf wird weiterhin solidarische Landwirtschaft betrieben.

Als „Solawi Donstorf“ wird es auf dem Hof von Hildegard Stubbe, wo alles begann, weitergehen, auch wenn noch kein neuer Betreiber gefunden worden ist. Das will man nun mit Hilfe der neu mit ins Boot genommenen Kulturland Genossenschaft erreichen.

„Wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft“, sagt Hildegard Stubbe und freut sich, dass sich mit ihr und ihrem Mann Heinz-Ludwig 30 „AltSolawisten“ in das neue Projekt stürzen.

„Ohne die vielen freiwilligen Helfer auf dem Feld wäre es in den vergangenen Jahren nicht gegangen, und es freut uns ganz besonders, dass sich fünf der Erntehelfer auf unserem Hof verankert fühlen und mit uns weiterhin auf dem Feld arbeiten wollen. Zudem haben schon weitere acht Mitglieder ihre sporadische Unterstützung für alle möglichen anfallenden Arbeiten angekündigt. Das freut uns natürlich besonders“, sagt das Ehepaar Stubbe.

Der Gemüseanbau ist und bleibt eine arbeitsintensive Sache, betonen beide Hofbetreiber, ganz besonders wenn es sich um eine bodenschonende Bearbeitung ohne „chemische Keule“ handelt.

„Heinz-Ludwig hat aus Gebrauchtmaschinen eine hilfreiche Grundausstattung an Maschinen zurecht gebaut, die jetzt einen Teil der besonders mühsamen Arbeit erleichtert“, erklärt die überzeugte Bio-Landwirtin Stubbe.

Das Ehepaar freue sich auf ein entspanntes Anbaujahr, in dem wieder verstärkt auf den Anbau alter Gemüsearten und samenfester Sorten gesetzt wird. Aktuell habe Slow Food Bremen die Idee an die „Solawi Donstorf“ herangetragen, Gemüse anzubauen, die „Passagiere in der Arche des Geschmacks“ wie etwa der Bremer Scheerkohl (siehe Infokasten), sind.

Aber auch wie in den vergangenen Jahren wird es wieder eine Anbaugruppe geben, die gemeinsam plant, welches Gemüse angebaut wird.

„Der Gemüseanbau ist aber nicht nur Selbstzweck, sondern auch die Grundlage für Projekte“, betont Hildegard Stubbe. Sehr wichtig sei ihr dabei die Fortsetzung der Arbeit mit Schülern, die sie schon vor Solawi-Zeiten gemacht habe.

„Kartoffelbuddeln und Getreidedreschen lieben alle Kinder und für mich ist es das absolute Highlight ihre Begeisterung mitzuerleben“, erzählt die überzeugte Demeter-Bäuerin mit leuchtenden Augen und fügt noch hinzu: „Unsere Enkelkinder lieben es gerade, Möhren zu ernten.

Im Frühsommer werden wir zwei Praktikantinnen aus der Waldorfschule Evinghausen bei uns haben, die zwei Wochen lang gärtnerische Erfahrungen sammeln und das arbeiten in einer Solawi kennenlernen möchten.“

Es habe sich aber auch schon eine kleine Gruppe von Obstfans gebildet, die so schnell wie möglich Bäume pflanzen möchte. Da aber die Planung einer Streuobstwiese noch nicht ausgereift sei, habe man überlegt, wo Obstbäume stehen könnten, ohne Vorgaben für weitere Projekte zu machen.

„Und wir haben tatsächlich am Entwässerungsgraben einen schönen Platz gefunden“, freut sich das Ehepaar Stubbe. Auf der acht Hektar großen Fläche soll nach und nach eine Struktur von Hecken aus heimischen Gehölzen, Kopfweiden und Obstbäumen entstehen.

Das Herzstück des Hofes sei aber der Gemüseanbau im Rahmen der solidarischen Landwirtschaft. „Bei uns kann eine wöchentliche Gemüsekiste zum Preis von 85 Euro im Monat erstanden werden. Wir planen derzeit den Anbau für 40 Kisten. Wir hoffen aber auf viele neue Mitglieder, die sich verpflichten, ihren Gemüseanteil für ein Jahr abzunehmen. Das Erntejahr beginnt am 1. April und endet am 31. März 2022.“

Bezahlt werden kann monatlich per Lastschrift, in einer Summe, oder in fest vereinbarten Raten. Weitere Informationen im Internet unter www.solawi-donstorf.de oder telefonisch bei Hildegard Stubbe unter 05442/8057635. Eva-Maria Konkel

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