Pflanzen gehen im Lockdown ein

Blumen Heinrich übt Kritik an Corona-Regelungen

Sind auch zur Corona-Zeit ein gutes Team bei Blumen Heinrich: Floristinnen Kathrin Heinrich (links) und Miriam Schmidt.
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Sind auch zur Corona-Zeit ein gutes Team bei Blumen Heinrich: Floristinnen Kathrin Heinrich (links) und Miriam Schmidt.

Barnstorf – Während Blumenläden in Nordrhein-Westfalen auch während des aktuellen Lockdowns ihre Türen unter Auflagen geöffnet lassen dürfen, müssen sie in Niedersachsen schließen. So auch Blumen Heinrich in Barnstorf. Doch die Mitarbeiter bieten Alternativen in der Versorgung an.

Das seit 1974 in Barnstorf beheimatete Unternehmen „Blumen Heinrich“ hat sich auf Floristik, Gartenbau und Grabpflege spezialisiert. In diesem Jahr ist der familiengeführte Betrieb an die Osnabrücker Straße umgezogen.

Kathrin Heinrich, die für die Floristik zuständig ist, erklärte, dass der erste Lockdown im April „niederschlagend“ gewesen sei, da sich der Betrieb gerade erst eingelebt hatte. Für zwei Wochen musste die Arbeit ruhen und die Tür wurde geschlossen.

Ebenso musste der Blumenladen seit Mitte dieser Woche schließen.

Die letzten Tage vor dem Lockdown

Die letzten Tage vor dem Lockdown empfand Heinrich als besonders stressig: „Man hat gemerkt, dass die Leute noch schnell etwas besorgen mussten. Teilweise standen Kunden bereits vor der Ladenöffnung vor der Tür.“

Kunden hätten auch weitergedacht und beispielsweise Gutscheine gekauft.

In diesem Jahr sei vieles anders gewesen: Am Mutter-Tag habe der Blumenladen mehr als in den Jahren zuvor verkauft. „Ich schätze, dass viele Kinder ihren Müttern eine Freude in der schweren Zeit machen wollten“, so die Floristin.

Ansonsten wäre das Jahr wechselhaft gewesen. Im heißen und trockenen Sommer sei das Geschäft mit Blumen und Pflanzen generell schwieriger als zur kalten Jahreszeit.

„Jetzt zur Weihnachtszeit haben sich die Kunden sehr viel für ihre eigenen vier Wände gekauft. Vor allem Deko, Adventsgestecke und alles, was leuchtet, wurden stark nachgefragt. Man merkte, dass die Leute es sich zu Hause gemütlich machen wollen“, so die 46-Jährige.

Strenge Auflagen in Nordrhein-Westfalen

Bundesweit einheitlich seien die Corona-Bestimmungen nicht. Während die Blumenläden in Nordrhein-Westfalen (NRW) unter strengen Auflagen öffnen dürfen, müssen sie in Niedersachsen geschlossen bleiben. Zum Hintergrund: Blumenläden, die Schnitt- und schnell verderbliche Topfblumen anbieten, dürfen in NRW weiter geöffnet bleiben. „Ich bin aber ganz froh, dass wir nicht unter diesen Umständen verkaufen müssen. Wie soll ich einem Kunden erklären, dass ich ihm diese Blume verkaufen darf, aber den Deko-Artikel, der daneben steht, nicht?“, sagt Kathrin Heinrich. Menschlich könne die 46-Jährige den Lockdown verstehen, wirtschaftlich sei die Schließung über die Weihnachtszeit jedoch schwer zu tragen.

Aufgrund der kurzfristigen Bekanntgabe des Lockdowns konnte der Einkauf für das Weihnachtsgeschäft nicht mehr eingestellt werden. Viele Pflanzen würden bis zum Termin der Wiedereröffnung eingehen. „Wir müssen das Beste draus machen und die Köpfe nicht hängen lassen.“Die Existenz des von Jürgen Heinrich geführten Familienbetriebes sei durch die Corona bedingten Schließungen nicht bedroht. „Wir haben als zweites Standbein noch den Garten- und Landschaftsbau, dadurch können wir uns gegenseitig auffangen“, sagte Kathrin Heinrich.

Abhol- und Lieferservice

Bis zum Ende des Jahres bestehe die Möglichkeit sich seinen ausgewählten, Blumenstrauß im Umkreis von zwölf Kilometern liefern zu lassen. Auch telefonisch können Bestellungen abgegeben und die gewünschte Ware abgeholt werden.

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