Singekreis Barnstorf ehrt Peter Knospe für 50-jährige Chorleitertätigkeit

„Fundament der Chorarbeit“

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Erhielten Präsente für ihre langjährige Mitgliedschaft im Singekreis Barnstorf (v.l.): Karl-Heinz und Bärbel Bartsch, Wolfram Thieme-Saldsieder, Annette Voss und Jutta Aumann.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. „Der Chor besteht aus einer Summe von Einzelstimmen. Sind diese uneinheitlich geschult, so kann sich unmöglich ein ausgeglichener Chorklang ergeben.“ Dieser Satz stammt von Peter Knospe. Ein Mann, der weiß wovon er spricht. Seit 50 Jahren ist er als Chorleiter tätig. Worauf er stets besonderen Wert legt, das ist die systematische Stimmbildung. Sie stelle das Fundament aller Chorarbeit dar, unterstreicht der engagierte Chorleiter des Singekreises Barnstorf.

Bei der Jahreshauptversammlung des Singekreises am Dienstagabend im „Schröders“ wurde der 69-Jährige aus Stuhr für seine Verdienste geehrt. Vorsitzende Frauke Brüning listete zahlreiche Stationen auf, die Knospe während seiner nunmehr fünf Jahrezehnte dauernden Tätigkeit erfolgreich gemeistert hat. Davon entfallen allein 22 Jahre auf den Singekreis Barnstorf.

Der Jubilar stimmte gerne in die Laudatio ein und erzählte unter anderem von seiner ersten Leitungsfunktion in der Südmährischen Sing- und Spielschar in Stuttgart. Mitte der 1980er Jahre zog es den gebürtigen Schlesier dann in den Norden. Er übernahm den Frauenchor Sulingen, heuerte vorübergehend beim Gemischten Chor Wagenfeld an und fand eine Heimat im Singekreis Barnstorf.

Knospe ließ keinen Zweifel daran, dass ihm die Arbeit nach wie vor Spaß bereitet. Er lobte das „harmonische, gute Miteinander“ im Singekreis und die Freude, die von den Sängerinnen und Sängern an den Tag gelegt werde. Aber er machte sich auch Sorgen um die Ausgewogenheit des Klangkörpers: „Uns gehen die Männerstimmen aus. Wir müssen mittelfristig etwas tun!“

Einer Männerstimme, die vor wenigen Wochen für immer verstummte, wurde in Form eines Porträtfotos auf dem Vorstandstisch gedacht. Es zeigte den verstorbenen Joachim Altmann, der eine feste Größe des Chores war und das beim Weihnachtskonzert noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte.

Nach einer Schweigeminute fiel es der Vorsitzenden nicht leicht, zur Tagesordnung der Versammlung überzugehen. Schließlich gab es auch erfreuliche Nachrichten. „Wir haben ein Jahr Chormusik gelebt und weiter entwickelt“, resümierte Brüning, die seit einem Jahr an der Spitze des Singekreises steht. Ihr Dank galt den Vorstandskollegen und Mitgliedern für ihr Engagement.

Höhepunkt des Jahres sei die Matinee zum 60. Geburtstag des Singekreises gewesen, sagte Brüning. Sie freute sich zudem über eine positive Resonanz des Weihnachtskonzertes, das einen etwas anderen Charakter als in den Vorjahren hatte. Ein „wunderschöner Abend“, geprägt von der Gemeinschaft mit anderen Chören, sei das Absingen am Rathausbrunnen gewesen. Es soll eine Wiederholung erfahren. Nur der Termin stehe noch nicht genau fest, wie die Vorsitzende mit Blick auf den Spielplan der Fußball-Europameisterschaft erklärte.

Werbung in eigener Sache machte der Singekreis beim Krammarkt. Auf dem Ausstellungsstand seien viele gute Gespräche geführt worden, die sogar in einem Neuzugang mündeten. Zur Freude des Vorstandes konnte der Chor im vergangenen Jahr vier Sängerinnen hinzugewinnen. Dadurch wurde die Zahl der Aktiven auf 28 aufgestockt. Gisa Sommer, Gudrun Schruth, Werner Jessen und Peter Knospe glänzten im vergangenen Jahr durch die beste Beteiligung. Sie wurden ebenso geehrt wie die langjährigen Mitglieder Wolfram Thieme-Saldsieder (10 Jahre), Jutta Aumann (20 Jahre), Annette Voss (30 Jahre) sowie Karl-Heinz Bartsch und seine Frau Bärbel (beide 40 Jahre). „Es lohnt sich dabei zu bleiben“, lachte Brüning bei der Übergabe der Präsente.

In ihrem Ausblick auf das neue Jahr wies die Vorsitzende auf die Ausrichtung des 96. Kreisgruppensängerfestes des Kreischorverbandes Diepholz hin. Es findet am 29. Mai am Meyer-Köster-Haus in Barnstorf statt. Dabei kann der Singekreis auf die Unterstützung des Heimatvereins bauen, der sich um die Bewirtung der Gäste kümmert. Sollte das Wetter nicht mitspielen, haben die Gastgeber bereits eine Ausweichmöglichkeit parat. Bei Regen könnten die Chöre in die katholische Kirche ausweichen, berichtete Brüning. Aber sie und ihre Mitstreiter hoffen natürlich auf ein sonniges Sängerjahr 2016.

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