Schulsportassistent: Elf Schüler absolvieren in den Ferien Seminar in Barnstorf

Unterstützung im Unterricht und bei Planung von Events

+
In der Aula der Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf hingen die gemeinsam für ein Event entwickelten Plakate. Kritisch und selbstkritisch besprachen die Teilnehmer des Schulsportassistenten-Lehrgangs mit den Seminarleitern Tjarden Lohmeier (hockend, rechts) und Dirk Starke (links) das erarbeitete Ergebnis.

Barnstorf - Vier Tage „in der Schule für die Schule“ – und das in den Ferien: Elf Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren „wagten“ sich in die Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf und die Sporthalle, um gemeinsam das Handwerkszeug zu erlernen, das ein Schulsportassistent haben sollte.

„Das ist eine der ganz besonderen Leistungen der Schüler“, meinten die Seminarleiter und Referenten Tjarden Lohmeier vom Kreissportbund Diepholz und Dirk Starke aus dem Vorstand der Sportjugend Diepholz.

Nach der Ausbildung an den vier Tagen vormittags und den ganzen Nachmittag über erhielten die elf Teilnehmer neun Schüler der Christian-Hülsmeyer-Schule und zwei Schülern aus Twistringen¨– jeweils ein Zertifikat. „Damit sind sie berechtigt, dem Sportlehrer zu assistieren und das fachlich versiert und ausgebildet“, erklärt Dirk Starke.

Die Unterstützung im Sportunterricht kann beispielsweise im Aufwärmprogramm, bei Hilfe- und Sicherungsstellungen, beim Aufbau von Geräten oder bei der Planung von Sportprojekte erfolgen.

„Wir haben mit den Jugendlichen hier vor Ort eine außerordentlich tolle Gruppendynamik kennengelernt“, meint Tjarden Lohmeier. Für Barnstorfs Oberschule startet nach den Herbstferien in der Sporthalle dann das Novum mit den Sportassistenten.

Sportlehrer Cihan Arici schaute bei der Ausbildung auch vorbei, denn speziell für ihn wird sich die neue Situation stellen. Das sei spannend und es müssten dazu erst Erfahrungen gesammelt werden, um eine erste Beurteilung abzugeben, sagt er.

Dass sich die Ausbildung rein positiv auswirken wird, ist aber allen jetzt schon klar. Die Schüler kommen aus Barnstorf, Barver, Twistringen, Cornau und Drebber. Auch dies lässt den Rückschluss zu, dass die Ausbildung zum zertifizierten Schulsportassistenten nur von Vorteil sein kann – auch in den Sportvereinen, denen die Schüler angehören.

Ein Pendeln zwischen Sporthalle und Seminarraum blieb während des Lehrgangs nicht aus. Schließlich waren Theorie und Praxis gefragt. Die Praxis-Teile versprachen viel Spaß und natürlich sportliche Aktivität und Engagement. Von der Chaos-Rallye über Aufwärmspiele, Helfen und Sichern, Trendsportarten bis zu Kooperationsspielen reichte das Spektrum.

Die Theorie war trocken, aber wichtig: Projekte und dessen Finanzierung planen, Werbeplakat-Erstellung, Sponsoren finden, Ablaufplanung und Plan B. Da gab es vieles zu bedenken, aber Tjarden Lohmeier und Dirk Starke hatten die besten Ratschläge aus ihrer Erfahrung: „Wenn ihr anfangt, Sportprojekte zu planen, fangt klein an, je geringer das Risiko, desto weniger Geld müsst Ihr einwerben“.

In dem Kontext machten sie auf die Zuschüsse des Landessportbundes in Höhe von 250 Euro bei Gründung eines Junior-Teams (J-Team) aufmerksam. Eine weitere Quelle sei der Landkreis Diepholz mit dem Programm für Jugendleiter in der Jugendarbeit – kurz „Juleica“ – ab 16 Jahren. Wichtig sei auch, die Behörden und Gemeinde frühzeitig über geplante Veranstaltungen zu informieren, sich vielleicht sogar in formellen Sachfragen Hilfe zu holen.

Nicht unwesentlich ist die Bekanntmachung des Sport-Events in der Presse. „So könnt Ihr Eure Bemühungen gut weitverbreitet öffentlich machen“.

Die Schüler hatten tolle Ideen zu Sportveranstaltungen: Die reichten vom Nachtvolleyball über Fußball-Events bis zum Sportwochenende.

Die Theorie umfasste auch die Planung bis ins Detail: Von der Anmietung der Räume, Catering/Essen, Helferteam, Teilnehmerzahl, Programm, Ablauf, Anmeldefristen und ganz wichtig der Anforderung von Angeboten bei Fremdleistungsvergabe.

„Auf jeden Fall sollten auf den Plakaten eindeutig sichtbar die Highlights der Veranstaltung sein“, lautete ein Tipp von Tjarden Lohmeier.

Mit im Ausbildungsteam war Conny Lohmeier, die sich um praktische und soziale Aspekte kümmerte.

Apropos sozial: „Das Schulsportassistenten-Zertifikat macht sich immer besonders gut in einer nachschulischen Bewerbung, im Kontext ,social skills‘“. meinte Seminarleiter Tjarden Lohmeier.

sbb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Schnittvorlage: Tomaten einfach häuten

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Ortsbrandmeister Jonas Baum zeigt Rettungszentrum in Angelse

Dauerregen lässt Pegel steigen

Dauerregen lässt Pegel steigen

Meistgelesene Artikel

Polizei Syke fahndet mit Fotos nach zwei Trickbetrügern

Polizei Syke fahndet mit Fotos nach zwei Trickbetrügern

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

B6 neu-Pläne: „Beruhigungspille für Anwohner“

B6 neu-Pläne: „Beruhigungspille für Anwohner“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Ortsbrandmeister: „Der Star ist das Rettungszentrum“

Kommentare