„Circus Zippolino“ fasziniert Kinder in Drebber

Schüler zeigen Mut und Begeisterung in der Manege

Manege frei: Das Team der „Tellerdreher“ freute sich über seinen gelungenen Auftritt vor großem Publikum.

Drebber - Kurz vor den Sommerferien erwartete die Schüler der Grundschule Drebber ein echtes Highlight. Der „Circus Zippolino“ war nach vier Jahren wieder für eine Projektwoche zu Gast. „Schade, dass wir den nur ein einziges Mal mitmachen können, das ist nämlich richtig cool“, meinte Zweitklässlerin Sofie Friederichs. Sie war ebenso begeistert von dem Mitmach-Programm wie viele andere Schüler, die ihre einstudierten Techniken später in der Manege vor großem Publikum vorführen konnten.

Für fünf Tage hatte die Truppe aus der Gemeinde Hespe (Landkreis Schaumburg) ihr Zelt auf dem Sportplatz in Drebber aufgeschlagen. Der aus einer Zirkusfamilie stammende Leiter des Kinder- und Jugendprojektes, Karl Gregor Saborowski, und Artist Abdul Elakel sorgten von Anfang an für eine spannende Atmosphäre. Zu Beginn erfolgte eine klassenübergreifende Aufteilung der Schüler in zwei Hauptgruppen. Diese bildeten dann jeweils 14 Artistenteams.

Eine weitgehend selbständige Programmgestaltung innerhalb jedes Teams verlangte Zusammenarbeit, Ideenreichtum und Disziplin. Aber den Anforderungen wurden auch ganz bewusst Grenzen gesetzt. „Es ist nicht unser Ziel, den Kindern tourneereife, artistische Hochglanzleistungen anzutrainieren“, gab Saborowski zu bedenken. Aber es werde dafür gesorgt, dass die jungen Artisten ihre Vorführungen üben und ihr Talent auch so gut zeigen könnten, dass es dem Publikum Spaß mache.

Für Milosz Piesik aus der dritten Klasse war schnell klar, welchen Platz im Team er gerne einnehmen wollte: „Als ich den Text gelesen habe, wusste ich sofort, dass ich diese Clown-Rolle haben wollte!“ Die Freude, seine Lieblingsrolle in einem echten Clownkostüm präsentieren zu können, war unübersehbar. Erstklässlerin Lea Bonkowski, die sich dem Team „Tellerdrehen“ angeschlossen hatte, war ebenfalls angetan: „Ich bin zum ersten Mal in einem Zirkus und ich bin so aufgeregt. Es ist ganz toll, dass ich mit auftreten darf.“

Bei so viel Begeisterung sah sich Schulleiter Axel Flügge bestätigt in der Entscheidung, den Mitmach-Circus wieder ins Haus zu holen: „Es ist faszinierend, wie die kleinen Artisten hier zusammen arbeiten. Klassengrenzen sind auf einmal komplett aufgelöst und alle sind ganz konzentriert und sehr mutig dabei“, stellte Flügge fest. Gespannt blickten er und das Lehrerkollegium den Generalproben und Abschlussvorführungen entgegen, die den Höhepunkt der Projekttage bilden sollten.

Bei der ersten von zwei Galas führten Charlotte Bosch und Nevio Küll mit ihrer selbst ausgearbeiteten Moderation durch das Programm. Sie kündigten die einzelnen Teams an, deren Aktionsradius beachtlich war. Ob Jonglage, Akrobatik, Rhönrad, Kugelbalance, Bambuslauf, Kung Fu oder Pyramide: Die Schüler demonstrierten zahlreiche Facetten der Zirkuswelt. Passende Kostüme und musikalische Untermalung unterstrichen die Atmosphäre in der Manege und ließen die Auftritte zu einem Erlebnis werden.

Das Publikum, bestehend aus Mitschülern, Lehrern und Familienangehörigen, spendete kräftigen Beifall und honorierte damit das Engagement während der Projekttage. „Es braucht viel Mut, die Übung bis zum Ende vorzuführen und trotz der großen Aufregung in der Manege zu stehen und von allen gesehen zu werden“, stellte Flügge anerkennend fest. Sein Dankeschön galt allen Mitwirkenden für den großen Erfolg des Projektes.

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