Auch Förderverein der Christian-Hülsmeyer-Schule vertreten

Barnstorfer Weihnachtsmarkt: „Schnullerkettenfee“ und mehr im Rathaus

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Das schlechte Wetter hielt viele Barnstorfer wohl von einem Bummel über den Weihnachtsmarkt ab. Gedränge gab es gestern Nachmittag nicht gerade auf dem Rathausplatz.

Barnstorf - Von Luka Spahr. Im Glanz des Weihnachtsmarktes stand Barnstorf am vergangenen Wochenende. Während sich die Aussteller am Samstag noch über viele Besucher freuten, hielten eisige Temperaturen mit Wind und Regen gestern viele vom Bummel über den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz ab.

An beiden Tagen wurde nicht nur allerlei Kulinarisches auf dem Platz angeboten, auch im Rathaus gab es ein Programm. Dort fand ab Mittag die alljährliche Adventsausstellung statt.

Bereits zum dritten Mal hatte die Eydelstedterin Stefanie Wünning wieder zahlreiche Kunsthandwerker aus Nah und Fern zusammengetrommelt. Gemeinsam boten sie ein buntes Sortiment an allerlei weihnachtlichen Dinge feil.

„Es könnte mehr los sein“, meinte Stefanie Wünning gestern Mittag. „Aber vielleicht kommen am Nachmittag ja noch mehr Menschen.“ Diejenigen, die sich am Sonntag den Weg durch das nasskalte Wetter in den Rathaussaal gebahnt hatten, wurden nicht enttäuscht.

Neben drei Kunsthandwerkern, die die Besucher schon aus dem letzten Jahr kennen dürften, gab es viele neue Stände zu durchstöbern. Um die unterschiedlichen Künstler und Bastler zusammenzusuchen, hatte sich Wünning im Internet wieder auf die Suche begeben und interessante Künstler kontaktiert. Viele waren daraufhin ihrer Einladung nach Barnstorf gefolgt. Alle möglichen Plätze waren am Wochenende belegt.

Stefanie Wünning veranstaltete bereits einige Adventsausstellungen in Eydelstedt. Nun war sie damit das dritte Mal in Barnstorf.

Einer davon gehörte Sandra Hille. Die Kunsthandwerkerin aus Twistringen freute sich trotz teilweise mangelnder Besucher, in Barnstorf zu sein. „In Twistringen findet zwar auch gerade unser Weihnachtsmarkt statt, aber ich bin gerne hier, weil es hier immer schön ist“, so Hille. Die Twistringerin verkauft Schmuck. Von Ohrringen, über Ketten und Ringe finden die Interessenten alles bei ihr. „90 Prozent hiervon ist selbst gemacht“, erklärt sie. Vier Jahre lang würde sie mittlerweile selber Schmuck herstellen. Und das kommt offenbar an. Sandra Hille ist aufgrund der großen Nachfrage bereits das dritte Mal in Barnstorf mit dabei.

Anders sieht es einen Stand weiter aus. Marion Naffin aus Vechta bezeichnet sich selbst als die „Schnullerkettenfee“ und ist das erste Mal dabei. Ihrem Spitznamen macht sie auch alle Ehre. Neben zahlreichen unterschiedlichen Variationen an Schnullerketten gibt es auch Schlüsselanhänger bei ihr. Auch sie geht ihrem Handwerk bereits seit vier Jahren nach. Alles hätte damals angefangen, als Bekannte ihr Schnullerketten für ihre drei Kinder geschenkt hätten. Schnell habe sie da gedacht: „Das kann man doch auch mal selber basteln.“ Und so nahm alles seinen Lauf.

Weihnachtsbäcker Erich verzierte mit den Kindern Lebkuchenherzen. Julien (9) aus Barnstorf war hellauf begeistert. Er musste beim Verzieren nicht viel überlegen, was er nimmt: „Ich mag alles“.

Neben den Ständen von Hille und Naffin gab es auch viel Gestricktes und Deko-Artikel für die Besucher zu kaufen. Organisatorin Stefanie Wünning bot wie immer ihre selbsterstellten Adventskränze an.

Für alle, die noch etwas Größeres suchten, waren im Foyer des Rathauses neben Waffeln und Honig auch selbstgeschnitzte Holz-Dekorationen im Angebot.

Margret und Dieter Nordmann aus Barnstorf kauften hier eine große Statue aus Holz für ihre Terrasse. „Ich habe die am Samstag schon hier gesehen und heute meinen Mann mitgebracht, damit er mir tragen helfen kann“, erzählt Margret Nordmann.

Vor dem Rathaus herrschte derweil gestern auch ein reges Treiben. Zwar seien bei Weitem nicht so viele Besucher wie am Samstag da, meinte viele Händler, aber komplett vor einem leeren Platz standen sie auch nicht. Dazu mag neben Aktionen wie einer „romantischen Kutschfahrt“ und dem Verzieren von Lebkuchenherzen auch der Verkauf von warmen Getränken beigetragen haben.

Auch der Förderverein der Christian-Hülsmeyer-Schule hatte einen kleinen Stand aufgebaut.

Weihnachtsmarkt in Barnstorf

Dort verkauften Laurin und Pierre allerlei Süßigkeiten und Selbstgebasteltes. Von der Cola, über den warmen Kakao bis hin zum in der Schulfirma hergestellten Nacken-Kissen, fanden die Besucher dort vieles, was das Herz begehrte.

„Insgesamt zehn Schüler packen hier beim Stand ehrenamtlich mit an“, berichtete Birgit Vogelsang, 1. Vorsitzende des Schul-Fördervereins.

Mit viel Süßem, Schmackhaftem und Dekorativem im Gepäck, dürften viele Markt-Besucher bestens für eine besinnliche Weihnachtszeit gewappnet sein.

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