Undichter Beckenkopf kann zu Folgeschäden führen

Sanierung des Freizeitbades kostet eine Million Euro

Im Freizeitbad Hunteholz in Barnstorf gibt es erheblichen Instandsetzungsbedarf. Bäderleiter Marc Krempig (l.) und Mitarbeiter Torben Jüttner werfen einen Blick auf den undichten Beckenkopf. Ursache sind vermutlich Versäumnisse bei der Sanierung vor 27 Jahren.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Das Freizeitbad Hunteholz in Barnstorf bedarf einer umfassenden Sanierung. Sobald die Pforten zum Saisonende im September geschlossen werden, sollen die Handwerker in der beliebten Freizeiteinrichtung anrücken, die zurzeit noch von Wasserraten bevölkert wird.

Grund für die Sanierung ist ein undichter Beckenkopf, der auf Dauer zu größeren Schäden führen könnte. Nach Angaben der Stadtwerke Huntetal als Badbetreiber belaufen sich die Kosten für die Instandsetzung auf rund eine Million Euro. Die Mittel stellt die Samtgemeinde Barnstorf bereit, die sich bei der Übertragung des Bades vor 14 Jahren zur Übernahme von Investitionen verpflichtet hat. „Der Samtgemeindeausschuss hat der Sanierung zugestimmt“, berichtet Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers auf Anfrage.

Nach Angaben des Badbetreibers tritt bereits seit einiger Zeit zwischen der Beckenwand und dem aufgesetztem Beckenkopf Wasser aus. Fachleute sind dem Problem buchstäblich auf den Grund gegangen. Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Beckenkopf undicht ist. Eine zügige Sanierung soll größere Schäden verhindern. Die Kommune zahlt damit offenbar die Zeche für ein Versäumnis, das mittlerweile fast drei Jahrzehnte zurückliegt. Damals ist das Freizeitbad Hunteholz umfangreich erneuert worden.

Vermutlich mangelhafte Ausführung der Arbeiten

„Die Ursachen für die Undichtigkeit liegen vermutlich in der mangelhaften Ausführung der Abdichtung im Rahmen der Sanierung im Jahr 1990. Mögliche Gewährleistungsansprüche können wir aber inzwischen nicht mehr geltend machen“, erläutert Bäderbetriebsleiter Marc Krempig auf Nachfrage. Darüber hinaus seien undichte Beckenumläufe eine typische Abnutzungserscheinung von Bädern mit diesen Laufzeiten. Sie würden massive Folgeschäden nach sich ziehen.

Zur Vorbereitung der Sanierung sollen bereits am heutigen Mittwoch erste Bodenuntersuchungen auf dem Gelände stattfinden. Dabei komme es vorübergehend zu Lärmbelästigungen, teilt der Badbetreiber mit. Die Bauarbeiten sollen dann nach Ende der Badesaison beginnen. Das Sanierungspaket umfasst das Abtragen des Beckenkopfes auf etwa 60 Zentimetern Höhe und den anschließenden Neuaufbau. Im gleichen Zuge werden auch defekte Rohre und Mauerdurchführungen erneuert.

Erfahrene Firma beauftragt

Den Auftrag für die Ausführung der Maßnahme hat die Planungsgruppe Hildesheim erhalten. Das Unternehmen sei schon für die Sanierung der Freibäder in Sulingen und Lohne tätig gewesen, so Krempig. Er geht von einer zügigen Umsetzung der Maßnahme aus: „Wir hoffen, das Bad möglichst frühzeitig in der nächsten Sommersaison wieder öffnen zu können. Dazu muss aber das Wetter mitspielen.“

Die Rechnung geht dann auf indirektem Wege an die Samtgemeinde Barnstorf. Sie hat sich bei der Übertragung der Einrichtung zum 1. August 2003 zum Verlustausgleich verpflichtet. Dazu zählen laut Vertragswerk sowohl die Defizite bei der Unterhaltung als auch mögliche Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen.

Laut Samtgemeindebürgermeister Lübbers wird die millionenschwere Investition über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben. Dadurch werde sich der jährliche Verlustausgleich um etwa 45.000 Euro erhöhen. Bisher belastet das Freizeitbad den Haushalt der Samtgemeinde Barnstorf in einem Umfang von 170.000 bis 190.000 Euro pro Jahr.

Dass Freizeitbäder ein Minusgeschäft sind und sich die Kosten durch die Eintrittsgelder kaum decken lassen, ist hinlänglich bekannt. Für die Samtgemeinde Barnstorf ist und bleibt die Einrichtung aber ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität und ein Imagefaktor. Von den Fraktionen werde es daher mehrheitlich so gesehen, dass die Investition erforderlich sei, so Lübbers.

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