Steigende Eintrittspreise

Freibad-Pforten öffnen frühestens zum Start der Sommerferien

Überzeugten sich gestern Mittag vom Baufortschritt (v.r.): Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers, Stadtwerke-Geschäftsführer Waldemar Opalla und Bäderbetriebsleiter Marc Krempig.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Bei nahezu hochsommerlichen Temperaturen wäre der Sprung ins kühle Nass genau das Richtige. Doch im Freizeitbad Hunteholz in Barnstorf gäbe es zurzeit eine harte Landung. Beton und Fliesen, umgeben von jeder Menge Baumaterial, prägen das Bild in den Schwimmbecken. An ein erfrischendes Badevergnügen ist hier zurzeit nicht zu denken. Aufgrund der Sanierungsarbeiten müssen sich die Wasserratten noch einige Zeit gedulden.

Nach den aktuellen Plänen der Stadtwerke Huntetal als Betreiber des Freizeitbades wird sich die Wiedereröffnung voraussichtlich noch um mindestens sieben Wochen verzögern. Ziel ist es, die Pforten zu Beginn der Sommerferien am 28. Juni zu eröffnen. „Wir versuchen alles, um das noch möglich zu machen“, kündigte Geschäftsführer Waldemar Opalla Dienstagmittag bei einem Ortstermin an.

Bei Baubeginn im Herbst vergangenen Jahres hatte sich der Badbetreiber zum Ziel gesetzt, die Sanierungsarbeiten bis zum offiziellen Beginn der Badesaison Anfang Mai abzuschließen. Aufgrund einer Schlechtwetterperiode im März könne der ursprüngliche Zeitplan aber nicht ganz eingehalten werden. Kälte und Regen hätten die Außenarbeiten behindert, so der Geschäftsführer weiter.

„Es sieht schon besser aus als letztes Mal“, stellte Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers fest, der sich zuletzt Ende Februar einen Überblick über die Bauarbeiten verschafft hatte. Dienstag konnte er deutliche Fortschritte auf der Großbaustelle erkennen. Sowohl in als auch außerhalb der Schwimmbecken waren fast ein Dutzend Handwerker im Einsatz.

Regen macht Schwierigkeiten

Wie wetterabhängig die Sanierung des undichten Beckenkopfes und die damit einhergehenden Arbeiten sind, zeigte sich auch in den vergangenen Wochen. Die Fachfirmen mussten einen Regenschutz installieren, um die Isolierung der Becken vornehmen zu können. „Die Abdichtung ist sehr zeitaufwendig“, erläuterte Bäderbetriebsleiter Marc Krempig die technischen Hintergründe. Der Zwei-Komponenten-Kleber könne nur unter trockenen Bedingungen aufgebracht werden. Erst nach der Abdichtung sei es möglich, die Fliesen an den Wänden anzubringen.

Laut Krempig sind die Handwerker inzwischen teilweise auch an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. Sobald die Fliesenarbeiten in den Becken und an der Rinne abgeschlossen sind, soll die Schwimmbad-Technik, sprich Leitern, Handläufe und Rutsche, installiert werden. Darüber hinaus müssen die umliegenden Grünanlagen, die durch die Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurden, wiederhergestellt werden. Die alten Waschbetonsteine rund um die Schwimmbecken werden nicht wiederverwendet. Eine neue Pflasterung, in freundlichem Sahara-Beige, prägt künftig das Bild.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, will das Stadtwerke-Team die Becken füllen und einen Testlauf starten. Diese Arbeiten würden etwa eine Woche in Anspruch nehmen, erklärte der Bäderbetriebsleiter. In diesem Zusammenhang werde auch die Wasserqualität überprüft. Erst nach der Freigabe durch das Gesundheitsamt gebe es grünes Licht für den Saisonstart.

Kosten höher als erwartet

Was die Sanierungskosten betrifft, halten sich die Stadtwerke zurzeit noch bedeckt. Allerdings lässt Geschäftsführer Opalla durchblicken, dass die Endabrechnung über dem geschätzten Betrag in Höhe von einer Million Euro liegen wird: „Wir werden damit nicht ganz hinbekommen.“ Kostenträger ist letztendlich die Samtgemeinde Barnstorf, die sich bei der Übertragung des Bades vor 15 Jahren zur Übernahme von Investitionen verpflichtet hat.

Nach Angaben des Samtgemeindebürgermeisters werden die Kosten über einen Zeitraum von 20 Jahren im Zuge des Verlustausgleiches durch die Kommune gedeckt. Erschwerend hinzu kommen in diesem Jahr die Einnahmeverluste, die sich durch den verspäteten Saisonbeginn ergeben. Im Gegenzug wird es allerdings eine Erhöhung der Eintrittsgelder geben. Diesen Beschluss hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke gefasst. Grund seien in erster Linie gestiegene Personal- und Energiekosten, so Opalla.

Der neue Preis für die Saisonkarte hängt schließlich davon ab, wann das Freizeitbad eröffnet wird. Ob Kinder, Jugendliche und Senioren zum Ferienbeginn „ihre“ geliebte Freizeiteinrichtung wieder in Beschlag nehmen können, wird der Verlauf der noch ausstehenden Maßnahmen zeigen. „Alle sind am arbeiten, mehr kann man nicht machen“, erklärte Opalla Dienstag mit Blick auf die Baustelle.

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