Samtgemeinderat wählt Gleichstellungsbeauftragte / „Offen für Anregungen“

Mit Ann-Katrin Hübner hat die Vakanz jetzt ein Ende

Ein Blumenstrauß zum Einstand: Ann-Katrin Hübner freute sich über die Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten. Den Glückwünschen von Verwaltungsvertreter Detlef Moss schloss sich Ratsvorsitzender Wilfried Heitmann (rechts) gerne an.
+
Ein Blumenstrauß zum Einstand: Ann-Katrin Hübner freute sich über die Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten. Den Glückwünschen von Verwaltungsvertreter Detlef Moss schloss sich Ratsvorsitzender Wilfried Heitmann (rechts) gerne an.

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Die mehrmonatige Vakanz ist beendet, die Samtgemeinde Barnstorf hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte: Ann-Katrin Hübner (34) tritt die Nachfolge von Tamara Griasskin an, die ihren Posten im Herbst 2014 nach Differenzen mit der Verwaltungsspitze niedergelegt hatte. Einen entsprechenden Mehrheitsbeschluss fasste der Samtgemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagabend.

„Ich glaube, dass ich aufgrund meiner Profession und Erfahrung ganz gut in die Gleichstellungsarbeit passe“, erklärte Hübner. Die gebürtige Stemwederin wohnt seit fünf Jahren in Barnstorf und arbeitet seit 2006 als Sozialpädagogin in einem Frauenhaus in Espelkamp. Zurzeit befindet sich die Mutter eines einjährigen Kindes in der Elternzeit. Mitte 2016 wolle sie wieder in ihren Job einsteigen, allerdings nicht in Vollzeit, berichtete Hübner. Sprechstunden im Barnstorfer Rathaus anzubieten, sei somit kein Problem.

Nach Angaben der Verwaltung war Hübner eine von vier Frauen, die sich in einer öffentlichen Ausschreibung auf das Ehrenamt beworben hatten. Die Kandidaten stellten sich Anfang März im Samtgemeindeausschuss vor. Dort gab es offenbar eine breite Mehrheit für die 34-jährige Barnstorferin, was sich in der Abstimmung im Samtgemeinderat widerspiegeln sollte. SPD, CDU, FDP, BiF und Grüne sprachen sich geschlossen für Hübner aus. Ablehnung kam von der ABO-Fraktion: „Frau Hübner ist leider nicht unsere Kandidatin“, erklärte Sprecher Theo Runge.

Die Fraktionen wünschten der neuen Amtsinhaberin viel Erfolg für die Arbeit. CDU-Fraktionschef Lutz Imhof stellte fest, dass die Kommune eine „kompetente Frau“ für die Stelle gefunden habe. SPD-Ratsfrau Mandy Peukert zeigte sich erleichtert, dass die Vakanz endlich ein Ende habe und wünschte der Samtgemeinde eine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit. „Das haben wir uns redlich verdient“, so Peukert.

Auf die Frage nach den Schwerpunkten ihrer Arbeit gab sich Hübner bei ihrem Amtsantritt ganz bewusst zurückhaltend: „Das wird sich im Laufe der Zeit entwickeln.“ Die Sprechstunden seien eine Grundvoraussetzung für die Gleichstellungsarbeit. Außerdem gehe es darum, mit Anbietern vor Ort zusammenzuarbeiten, Veranstaltungen und Projekte ins Leben zu rufen. Doch dafür müsse sie erstmal schauen, wie der Bedarf sei. „Ich bin offen für Anregungen aus dieser Runde“, rief Hübner den Ratsvertretern zu.

Über ihre Vorgängerin wurde am Dienstagabend nicht näher gesprochen. Ratsvertreter hatten in der Sitzung Ende Januar gefordert, dass die Verwaltung zu den Vorwürfen Griasskins Stellung beziehen möge. „Das ist eigentlich ein Thema von gestern“, meinte Ratsvorsitzender Wilfried Heitmann. Auf seine Nachfrage kamen die Ratsvertreter jetzt mehrheitlich zu dem Schluss, dass die Verwaltung keine Stellungnahme im Rat abgeben, sich zu dem Thema aber noch gegenüber der Presse äußern sollte. Bericht folgt!

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Leipzig schwächelt im Titelkampf - Nächster Schalke-Dämpfer

Leipzig schwächelt im Titelkampf - Nächster Schalke-Dämpfer

Meistgelesene Artikel

Vandalismus am Hohen Berg: Unbekannte fällen zukünftigen Kletterbaum

Vandalismus am Hohen Berg: Unbekannte fällen zukünftigen Kletterbaum

Tödlicher Zusammenstoß mit Motorrad: Radfahrerin stirbt auf der B61 bei Sulingen

Tödlicher Zusammenstoß mit Motorrad: Radfahrerin stirbt auf der B61 bei Sulingen

Brände im Moor und Wald: Diepholzer Feuerwehren mit Quads im Einsatz

Brände im Moor und Wald: Diepholzer Feuerwehren mit Quads im Einsatz

Flüssiges Gold made in Twistringen

Flüssiges Gold made in Twistringen

Kommentare