Samtgemeinde Barnstorf verpasst den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014

Aufmunternde Worte nach dem dritten Anlauf

Kanzleramtschef Peter Altmaier (l.) überreichte den Nachhaltigkeitspreis für „Kleinstädte und Gemeinden“ an Furths Bürgermeister Andreas Horsch (2.v.r.), hier mit Jürgen Lübbers (2.v.l.) und seinem Amtskollegen aus Juist, Dietmar Patron.
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Kanzleramtschef Peter Altmaier (l.) überreichte den Nachhaltigkeitspreis für „Kleinstädte und Gemeinden“ an Furths Bürgermeister Andreas Horsch (2.v.r.), hier mit Jürgen Lübbers (2.v.l.) und seinem Amtskollegen aus Juist, Dietmar Patron.

Barnstorf/Düsseldorf - Von Thomas Speckmann. Gestern Nachmittag hatten sich Barnstorfs Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers und sein Amtskollege aus der Gemeinde Furth, Andreas Horsch, noch im Hotel getroffen und gegenseitig Glück für die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2014 gewünscht. Am Abend standen die Herren dann im feinen Zwirn auf der großen Bühne und blickten gespannt auf den Umschlag in Händen von Peter Altmaier. Der Kanzleramtschef gab den Sieger in der Kategorie „Kleinstädte und Gemeinden“ bekannt. Der Name Barnstorf fiel jedoch nicht.

Der Applaus der rund 1200 Gäste im Saal des Maritim-Hotels in Düsseldorf galt der Gemeinde Furth aus Niederbayern. Sie hatte sich im zweiten Anlauf durchgesetzt und die Jury mit ihrem „Erneuerbare Energien“-Konzept überzeugt. Die Nordseeinsel Juist und die Samtgemeinde Barnstorf, die zum dritten Mal in Folge für den mit 35000 Euro dotierten Preis nominiert war, hatten das Nachsehen.

Die Enttäuschung in der Barnstorfer Delegation war zunächst groß. Doch Lübbers fand schnell aufmunternde Worte: „Wir haben hier viel Anerkennung bekommen. Allein die Nominierung ist schon ein Erfolg“, erklärte der Samtgemeindebürgermeister. Die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit sollten auf jeden Fall fortgesetzt werden. Dies sei für die künftige Entwicklung von Kommune und Gesellschaft wichtig.

Die Bedeutung der Nachhaltigkeit als „Herausforderung des Jahrhunderts“ hatte auch der Chef des Bundeskanzleramts in seiner Laudatio hervorgehoben. Er regte Vertreter von Wirtschaft und Kommunen, Künstler, Intellektuelle und Umweltschützer dazu an, gemeinsam in Diskussion zu treten. „Nachhaltigkeit kann das Konsens-Thema unserer Generation werden“, sagte Altmaier.

Zahlreiche Beispiele und Anregungen zu diesem Thema lieferte der 7. Deutsche Nachhaltigkeitstag, der sich über zwei Tage erstreckte. Die neunköpfige Delegation aus Barnstorf war bereits am Donnerstag angereist. Das Programm bestand aus diversen Vorträgen und Foren. Zu den 60 Referenten gehörte unter anderem Dr. Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Er sprach über Nachhaltigkeit im Sport und nahm Bezug auf die Olympischen Spiele 2012 in London. An der Koordinierung der Bauprojekte hatte damals auch der gebürtige Barnstorfer Klaus Grewe mitgewirkt.

„Es waren sehr interessante Vorträge“, berichtete Lübbers. Besonders aufmerksam verfolgte er die Ausführungen zum Thema Flächenmanagement, das in der Samtgemeinde Barnstorf durch Innenverdichtung und andere Maßnahmen an Bedeutung gewinnt. Interessant fand er auch die frühzeitige Einbindung von Auszubildenden ins Energiemanagement.

Die Teilnehmer kamen mit Vertretern anderer Kommunen ins Gespräch und sammelten Ideen. Mit der Preisverleihung am Abend stieg dann die Spannung. Lübbers und seine Amtskollegen aus Furth und Juist kamen gleich zu Beginn auf die Bühne. Direkt im Anschluss erfolgte die Preisverleihung an die Städte mittlerer Größe und Großstädte. Hier siegten Ludwigsburg beziehungsweise Dortmund.

Die Veranstaltung wurde von viel Prominenz begleitet. Astronaut Alexander Gerst, der Mann mit der „weitesten“ Anreise, kam gleich zu Beginn zu Wort. Zu weiteren Ehrengästen gehörten Altbundespräsident Horst Köhler, Bestsellerautor Henning Mankell, Oscar-Preisträger Colin Firth, Eislauflegende Katarina Witt, Latin-Pop-Star José Feliciano und nicht zuletzt die kanadische Sängerin Nelly Furtado, die eine Auszeichnung für ihr Afrika-Engagement erhielt und den Abend mit einem Live-Auftritt abrundete.

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